Reichenbach bei Münnerstadt
Novum

Fusion der Wehren ist vollendet

Die Freiwillige Feuerwehr Reichenbach hat sich mit der Freiwilligen Feuerwehr Windheim zusammengeschlossen. Floriansjünger sollen sich bei einem Kameradschaftsabend näher kennenlernen.
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Stehen der Feuerwehr Reichenbach/ Löschgruppe Windheim vor: Kommandant Manuel Gessner (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Christian Nöth (2. von links). Es gratulierten Kreisbrandrat Benno Metz (links) und Münnerstadts 2. Bürgermeister Michael Kastl.Foto: Björn Hein
Stehen der Feuerwehr Reichenbach/ Löschgruppe Windheim vor: Kommandant Manuel Gessner (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Christian Nöth (2. von links). Es gratulierten Kreisbrandrat Benno Metz (links) und Münnerstadts 2. Bürgermeister Michael Kastl.Foto: Björn Hein
Ein Novum im Feuerwehrwesen der Stadt Münnerstadt brachte die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach: Erstmals fusionieren im Stadtgebiet zwei Wehren miteinander. Die Freiwillige Feuerwehr Reichenbach hat sich mit der Freiwilligen Feuerwehr Windheim zusammengeschlossen und firmiert nun unter dem Namen Freiwillige Feuerwehr Reichenbach/ Löschgruppe Windheim.

Kommandanten bestätigt

Nachdem die Wehrleute aus Windheim schon auf der Generalversammlung vor einigen Wochen einstimmig diesen Schritt beschlossen hatten, lag es nun an den Reichenbacher Floriansjüngern, über den Zusammenschluss abzustimmen. 17 der 24 Wahlberechtigten Reichenbacher stimmten der Fusion zu, fünf dagegen, zwei enthielten sich der Stimme. Gleichzeitig wurden die beiden Kommandanten neu gewählt, jetzt von allen Mitgliedern der fusionierten Wehren. Manuel Gessner wurde in seinem Amt als Kommandant bestätigt, ebenso Christian Nöth als Stellvertretender Kommandant.
Vor der Entscheidung über die Fusion hatte Manuel Gessner die Versammlung noch einmal über die Hintergründe des Zusammenschlusses informiert. So waren mehrere Versuche gescheitert, einen Kommandanten für die Feuerwehr Windheim zu finden. Als Übergangslösung fungierte Gessner für ein Jahr als sogenannter Notkommandant. "Allerdings war auch klar, dass im Laufe dieses Jahres nicht nur das Amt des ersten, sondern auch das des 2. Kommandanten neu besetzt werden muss. Dies ist aber nicht gelungen", sagte Gessner. Dennoch sei die Feuerwehr Windheim relativ gut aufgestellt. Die Übungsbeteiligung hier sei gut, aber man finde eben keine Führungskraft aus eigenen Reihen. Hierfür sehe das Feuerwehrgesetz einen freiwilligen Zusammenschluss vor, der in der Sitzung auch vollzogen wurde.
Für Reichenbach ändere sich eigentlich nicht viel, die Übungen würden weiter nach dem Übungsplan abgehalten. Hierbei nähmen auch die Windheimer teil, deren Gruppenführer aber auch selbst Übungen organisieren könnten. Die Zusammenarbeit untereinander finde bereits statt, so habe man in der vergangenen Woche eine gemeinsame Atemschutzübung durchgeführt. Synergieeffekte können man außerdem nutzen.
"Bei den Wehrleuten klafft bei den 30- bis 50-Jährigen eine Lücke, und zwar in beiden Wehren. Durch die Zusammenarbeit können wir dies etwas abfedern", erklärte Gessner einen der Vorteile der Zusammenarbeit. Er betonte aber auch, dass die Windheimer jederzeit wieder eigenständig werden könnten, wenn sich aus ihren Reihen ein Kommandant und Stellvertreter fände. Insgesamt habe man aus der Situation das Beste gemacht. Die Option, eine Pflichtfeuerwehr einzuführen, habe von vorneherein nicht zur Debatte gestanden, betonte der 2. Bürgermeister Michael Kastl.

Viel Eigenleistung

Gessner blickte zurück auf einen "historischen Moment": den offiziellen Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus am 10. September 2014. "Zum heutigen Stand wurden rund 1150 Stunden in Eigenleistung erbracht", vermeldete er stolz. Auch ein besonderes Ereignis gab es während der Versammlung zu feiern: Der langjährige Windheimer Kommandant Gerhard Schreiner wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.
Kreisbrandrat Benno Metz war froh, dass die Fusion der beiden Wehren geklappt hat. Jetzt heiße es, gemeinsam zu üben und zu arbeiten, damit die Gemeinschaft noch mehr gestärkt werde. Zu diesem Zweck machte Manuel Gessner den Vorschlag, in nächster Zeit einen gemeinsamen Kameradschaftsabend auszurichten, bei dem sich die Wehrleute aus beiden Ortsteilen etwas näher kennenlernen könnten. Dies stieß auf viel Zustimmung.

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