Münnerstadt
Insolvenz

Fast alle Arbeitsplätze erhalten

Jetzt ist die Abteilung Maschinenbau der ehemaligen Löwinger GmbH an die neue Firma Münnerstädter Maschinenbau GmbH und Co. KG verkauft worden. Insolvenzverwalter Thomas Linse zieht ein positives Resümee.
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Fast alle Arbeitsplätze bei der früheren Löwinger GmbH konnten erhalten werden.  Foto: Thomas Malz
Fast alle Arbeitsplätze bei der früheren Löwinger GmbH konnten erhalten werden. Foto: Thomas Malz
Thomas Linse ist zufrieden. "Es ist wieder einmal Beispiel, dass Insolvenz nicht zwingend Zerschlagung, sondern Neuanfang und Chancen bedeutet", fasst der Insolvenzverwalter zusammen. "Erfreuliches Ergebnis ist, dass nahezu alle Arbeitsplätze in Münnerstadt erhalten bleiben." Für diesen Erfolg bedankt er sich bei den Mitarbeitern der Löwinger GmbH und allen Beteiligten, für die Unterstützung, insbesondere bei der Agentur für Arbeit in Schweinfurt und den Investoren.
Im März war das vorläufige Insolvenzverfahren der Firma Löwinger GmbH eröffnet worden. Als Insolvenzverwalter wurde Thomas Linse aus Coburg bestimmt, der versuchte, die aus den Abteilungen Glasherstellung und Maschinenbau bestehende Firma im Ganzen zu verkaufen, was sich als schwierig erwies. Zum 3. Juni kaufte dann die Firma Hilgenberg GmbH das Betriebsvermögen der Münnerstädter Firma auf. Der Betrieb aus Hessen führt allerdings nur die Glasherstellung weiter.

Wieder aus Hessen

Mit Alexander Goldbach (Hofbieber) und Norbert Siniza (Flieden) sind es erneut zwei hessische Unternehmer, die sich in Münnerstadt engagieren. Die beiden haben bereits jeweils eigene Firmen und eine gemeinsame. Dritter im Bunde bei der Firma Münnerstädter Maschinenbau GmbH und Co. KG ist der langjährige Werkstattleiter in Münnerstadt, Bernd Veth. Am Montag ist der notarielle Vertrag unterzeichnet worden. Die neue Firma mietet die von ihr benutzen Räume von der Hilgenberg GmbH.
Schon seit Jahren hat die Firma Siniza Zerspanungstechnik bei der früheren Löwinger GmbH Teile fertigen lassen. "Da habe ich die Insolvenz natürlich mitbekommen", sagt Norbert Siniza gegenüber unserer Zeitung. Zusammen mit den beiden anderen wollte er sich engagieren. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt. Ein Vorteil liegt für den Hessen klar auf der Hand. Weil er und Alexander Goldbach weitere Firmen haben, können potenzielle Aufträge, die in Münnerstadt nicht erledigt werden können, an die hessischen Firmen weitergeleitet werden. Und natürlich umgekehrt. Man ist einfach viel breiter aufgestellt.
"Im Moment ist viel zu tun", sagt der Geschäftsführer der Münnerstädter Maschinenbau, Bernd Veth. Jetzt gelte es erst einmal, die ganzen rechtlichen Dinge zu erledigen. Er freut sich, dass im Maschinenbau 20 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Strategie ging auf

"Es ist wirklich erfreulich gelaufen", fasst Insolvenzverwalter Thomas Linse zusammen. Er ist stolz darauf, dass seine Strategie aufgegangen ist. Das Insolvenzgeld hat die Arbeitsagentur bis Ende Mai gezahlt. Im Juni hat Thomas Linse aus der Insolvenzmasse die Bezahlung der Mitarbeiter des Maschinenbaus übernommen (die Glasfertigung war da schon bei der Hilgenberg GmbH), damit die Produktion weitergehen kann. Es sei immer leichter, einen laufenden Betrieb zu verkaufen. Das ist mit der Unterzeichnung des notariellen Vertrages am Montag gelungen.

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