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Thundorf
Geburtstag

Fast 50 Jahre die gleiche Route: Adolf Halbig wird 80

Adolf Halbig feiert am 24. Oktober in Thundorf seinen 80. Geburtstag. Zur Zeitung hat er eine besondere Verbindung.
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Adolf Halbig - der langjährige Zeitungszusteller - feiert heute seinen 80. Geburtstag. Foto: P. Bauernschubert
Adolf Halbig - der langjährige Zeitungszusteller - feiert heute seinen 80. Geburtstag. Foto: P. Bauernschubert
Adolf Halbig feiert am 24. Oktober in Thundorf seinen 80. Geburtstag. Zur Zeitung hat er eine besondere Verbindung: Der Jubilar war von 1964 bis 2013 ein zuverlässiger Zeitungszusteller in Thundorf. Fast 50 Jahre lang, trug er tagtäglich die Zeitungen zur vollsten Zufriedenheit der Bevölkerung aus.

Der Gesundheit wegen gab er vor einigen Jahren diese Aufgabe auf: Nach einem zweimaligen Sturz im Januar 2013 kugelte der Jubilar sich beide Schultern aus und gab dann notgedrungen den Job ab. Zunächst übernahm seine Ehefrau Emilie ab 1964 diesen Zustellservice und seit deren Tod 1982 der Jubilar selbst. Täglich um 3.45 Uhr, als der Rest der Dorfbewohner noch in den Betten lag, stand Adolf Halbig schon auf der Matte und begann seinen Rundgang durchs Dorf, auch schon zu Lebzeiten seiner Frau. Diese Runde lief er manchmal am Tag auch ein zweites und drittes Mal, wenn Wochenzeitungen, Werbezettel oder die Thundorfer Nachrichten auszutragen waren. Und die Zusteller-Verpflichtung bleibt in der Familie.


Die Pflicht bleibt in der Familie

Diese Thundorfer Nachrichten, samt Mittwochszeitungen und Werbezettel trägt derzeit seine Enkelin Theresa aus. Hat sie in den letzten Jahren der Zustellung schon ihren Opa unterstützt, ist es heute umgekehrt: Der 80-jährige Jubilar hilft heute seiner Enkelin manchmal. Opa und Enkel: Beide sind ein harmonisches Gespann. Auch die Ortsvereine wissen nach wie vor, wo sie hin müssen, wenn es gilt, Einladungen oder Flyer im Dorf zu verteilen.

Adolf Halbig wurde am 24.10.1936 als jüngstes von zwölf Kindern der Eheleute Peter und Maria Halbig in Brünn bei Münnerstadt geboren. Aufgewachsen ist Adolf Halbig in der kleinen elterlichen Landwirtschaft. Die Schule besuchte er in Brünn und später in Münnerstadt.1964 heiratete er Emilie Eußner aus Thundorf. Ein schwerer Schicksalsschlag war für den Jubilar, dass seine Ehefrau bereits 1982 in jungen Jahren verstarb. Mittlerweile hatte er sich jedoch 1968 im Neubaugebiet "Kutschenweg" ein eigenes Domizil für sich und seine Familie gebaut.

Beruflich arbeitete "der Streife", wie er in Thundorf auch genannt wird, nach Schulabschluss zunächst bei seinem Onkel in der Jörgenmühle bei Brünn, später bei einer Bad Neustädter Baufirma und zuletzt in einem Sägewerk in Großwenkheim, bis er vor 20 Jahren im Alter von 60 in den Ruhestand ging. Adolf Halbig ist gern unterwegs: Eines der Hobbys des stets hilfsbereiten Jubilars sind Kurzreisen, und Vereinsausflüge mit dem Bus.


40 000 km durchs Dorf

Auf die Frage, wie er das alles schafft und geschafft hat, sagt Adolf Halbig: "Ich habe jeden Tag Sport getrieben, wenn ich viele Kilometer durchs Dorf gelaufen bin. Grob gerechnet waren mehr als 40 000 Kilometer". Aus den Anfangsjahren berichtet er: "Schwierigkeiten bereitete die schlechte Dorfbeleuchtung, was Scherzbolde nutzten, mich in den Morgenstunden zu erschrecken." Auch Liebespaare und Spätheimkehrer kreuzten einige Male ungewollt seinen Weg, erzählt er.
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