Münnerstadt

Entlastung für die Pflegenden

Vor zehn Jahren fand der erste Betreuungsnachmittag der Caritas-Sozialstation St. Veronika im Seniorenzentrum St. Elisabeth für pflegende Angehörige statt.
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Daniela Röder (stehend) hat beim jüngsten Betreuungsnachmittag das Thema Kräuter und Salze in den Vordergrund gestellt. Margit und Erich Dase gehörten zu den Gästen.  Fotos: Thomas Malz
Daniela Röder (stehend) hat beim jüngsten Betreuungsnachmittag das Thema Kräuter und Salze in den Vordergrund gestellt. Margit und Erich Dase gehörten zu den Gästen. Fotos: Thomas Malz
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Die Aussage ist eindeutig: "Ohne die ehrenamtlichen Helferinnen könnten wir das nicht machen", erklärt der Leiter der Caritas-Sozialstation St. Veronika, Josef Reichert. Seit zehn Jahren unterstützen Frauen aus Münnerstadt und den umliegenden Gemeinden die Caritas bei der Gestaltung der gut besuchten Betreuungsnachmittage. Und so soll es auch bleiben. "Wir freuen uns, dass es Ihnen hier so gefällt", sagte der Geschäftsführer des Caritas-Kreisverbandes Bad Kissingen, Ludwig Sauer. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Treffen im Seniorenzentrum noch viele Jahre erhalten bleiben.


Gründung im April 2006

Selbstverständlich ist das nicht. Denn bevor der erste Betreuungsnachmittag in Münnerstadt als Ergänzungsangebot zur Tagespflege im April 2006 aus der Taufe gehoben wurde, waren von der Caritas solche Gruppen in Oerlenbach und in Bad Kissingen gegründet worden. Beide gibt es heute nicht mehr. Dafür war der Andrang in Münnerstadt so groß, dass rund ein halbes Jahr nach dem ersten Betreuungsnachmittag eine zweite Gruppe gebildet wurde, die ihren eigenen Helferkreis hat. Meist kommen die Pflegebedürftigen alle vier Wochen zu den Nachmittagen ihrer Gruppe, es gibt aber auch welche, die beide besuchen, und so alle 14 Tage das vierstündige Angebote annehmen. Vor knapp einem Jahr sind außerdem Betreuungsnachmittage in Großwenkheim eingerichtet worden.
Gedacht sind sie, um die pflegenden Angehörigen ein wenig zu entlasten. "Es ist für Ihre Angehörigen eine Zeit, in der sie sich etwas gönnen können, die ihnen etwas Erholung bietet", formulierte es Ludwig Sauer in seiner kurzen Ansprache zum kleinen Jubiläum. Zu den Besuchern zählen aber nicht nur Pflegebedürftige. Es gibt auch ältere, verwitwete Menschen, die die Betreuungsnachmittag für sich nutzen, um einfach einmal dem Alltag zu entfliehen.


Musizieren sehr beliebt

Und dass es nicht langweilig wird, dafür sorgen die Angestellten der Caritas und die ehrenamtlichen Helfer. Zunächst wird meist gebastelt oder gespielt. Zum Jubiläumsnachmittag stellte Daniela Röder verschiedene Kräuter und ihre Heilwirkung vor. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen. Die letzten beiden Stunden wird Musik gespielt und dazu gesungen, was bei den Besuchern immer besonders gut ankommt. Sehr beliebt aber sind die außergewöhnlichen Treffen. "Im August fahren wir oft zur Talkirche, wo gegrillt wird", sagt Josef Reichert. Manchmal wird auch ein Gottesdienst für die Besucher in der Klosterkirche angeboten.
So etwas schweißt zusammen, es sind feste Gruppen entstanden, die Gäste kommen, so lange sie mobil sind, das heißt transportiert werden können. Zum Betreuungsnachmittag werden die Pflegebedürftigen auf Wunsch auch von zuhause abgeholt und nach dem Treffen natürlich auch wieder heimgebracht.

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