Windheim
Rückzug

Eine Wehr ohne Kommandant

 Nach 20 Jahren in der Verantwortung legt Gerhard Schreiner sein Amt nieder. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht.
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Hört auf: Kommandant Gerhard Schreiner.  Foto: Archiv/Hein
Hört auf: Kommandant Gerhard Schreiner. Foto: Archiv/Hein
Ohne Ergebnis blieb die Neuwahl des 1. Kommandanten auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Windheim. Gerhard Schreiner, der dieses Amt seit nunmehr 20 Jahren innehat, stand für die Wahl nicht mehr zur Verfügung. Keiner der Feuerwehrleute erklärte sich bereit, für das Amt zu kandidieren. Nun müssen sich die Wehrleute in Windheim Gedanken darüber machen, wie es in Zukunft weitergehen wird.

Kommissarisch im Amt

Gerhard Schreiner wird vorerst kommissarisch im Amt bleiben, bis dann in einer außerordentlichen Dienstversammlung nochmals nach einem neuen Kommandanten gesucht werden wird. "Für uns wäre es wichtig, dass sich jemand als Kommandant zur Verfügung stellt", meinte Vorsitzender und stellvertretender Kommandant Thomas Müller. Mit der Windheimer Feuerwehr müsse es auch in Zukunft weitergehen und der Posten unbedingt besetzt werden, sagte er.
Erfreulich war, dass bei der Jahreshaupversammlung auch wieder Neuaufnahmen zu verzeichnen waren. Per Handschlag nahm Kommandant Gerhard Schreiner Noah Schroller und Jonas Müller in die Jugendfeuerwehr auf.

Bis an die Belastungsgrenze

Der Feuerwehrverein Windheim hat insgesamt 83 Mitglieder. Von diesen sind 24 Aktive, sieben Jugendliche und 52 Passive und fördernd tätig. Groß sei der Besucheransturm am traditionellen Vatertagsfest in Windheim gewesen. "Zeitweise stießen Personal und Helfer an die Belastungs- und Nervengrenze", wusste Vorsitzender Thomas Müller zu berichten. Doch das Fest ging gut über die Bühne, dank der fleißigen Helferinnen und Helfer. Auch die alljährliche Wanderung - in diesem Jahr ging es zur Kissinger Hütte - fand wieder statt. 29 Teilnehmer verbrachten in Martinszell im Allgäu einige schöne Tage, was auch gut für die Kameradschaft war. Das traditionelle Christbaumschmücken hatte in diesem Jahr ebenfalls die Feuerwehr übernommen.
Kommandant Gerhard Schreiner wusste von einem eher ruhigen Jahr zu berichten. Nur einmal hätten die Windheimer Wehrmänner einen Einsatz gehabt. Dabei galt es, eine Ölspur zu entfernen. Auch bei verschiedenen Prozessionen haben die Mitglieder wieder die Verkehrsregelung übernommen. Dennoch wurde auch 2013 von der Windheimer Feuerwehr wieder viel geübt, um für den Ernstfall gut gerüstet zu sein. Verschiedene Feste und Veranstaltungen wurde ebenso besucht und an Lehrgängen teilgenommen.
Jugendwart Christoph Hein bedankte sich bei seinen Jugendlichen, die zahlreich an den Übungen erschienen waren und dabei unterstützende Aufgaben wahrnahmen.
Bürgermeister Helmut Blank lobte die vorbildliche Führung der Wehr und die Einsatzbereitschaft der Mitglieder. "Auch die Jugend wird in Windheim sehr gut geführt und angeleitet", sagte er. Kreisbrandinspektor Edwin Frey appellierte an die Feuerwehrleute, dass man bei der nächsten Wahl unbedingt einen Kommandanten finden muss, damit es auch in Zukunft in Windheim so aktiv weitergeht wie bisher.
Für seine 40-jährige Tätigkeit bei der Feuerwehr überreichte Vorsitzender Thomas Müller Gerhard Schreiner ein Präsent, um ihm so für seinen Einsatz über all die Jahre zu danken.
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