Münnerstadt
Bundespolizei

Einblick in die Therapie von Suchtkranken

"Das  Haus Windsburg ist eine Eingliederungseinrichtung für Menschen mit chronischen Suchterkrankungen. Angegliedert ist eine Betreute Wohngemeinschaft mit sieben Plätzen", heißt es auf der Internetseite dieser vom Bezirk Unterfranken getragenen Einrichtung auf dem Michelsberg.
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Annette Schubert (links), Leiterin des Hauses Windsburg, mit Polizeianwärtern der Bundespolizei aus Oerlenbach.  Foto: Dieter Britz
Annette Schubert (links), Leiterin des Hauses Windsburg, mit Polizeianwärtern der Bundespolizei aus Oerlenbach. Foto: Dieter Britz
Eine Gruppe von Polizeianwärtern, die seit September 2014 ihre Ausbildung bei der Bundespolizei in Oerlenbach absolvieren, besuchte jetzt mit ihrem Ausbilder, Polizeioberkommissar Achim Weisensee an der Spitze, Haus Windsburg und bekam einen Einblick in die Arbeit.

Diskussionsrunde mit Patienten

Die angehenden Polizisten, die noch eineinhalb Jahre Ausbildung haben, sollten sich über Suchtproblematiken informieren, mit denen sie in ihrem beruflichen Alltag konfrontiert werden können. Nicht nur Heimleiterin Annette Schubert stand Rede und Antwort, auch mehrere Patienten waren bei der Diskussionsrunde dabei und beantworteten offen die Fragen.
"Es gibt für die Patienten einen geregelten Tagesablauf mit Arbeitstherapie", sagte Heimleiterin Annette Schubert. Wer daran teilnehme, dürfe einkaufen. Von der Arbeitstherapie hänge auch der Ausgang ab. Die Arbeitstherapie sei breit gefächert, "wie in einem ganz normalen Haushalt, mit Waschen, Kochen, Bügeln, Arbeit im Garten und anderem". Die einen würden länger, die anderen kürzer mitmachen, je nach ihren Möglichkeiten. Bei der Aufnahme in Haus Windsburg werde jeder Neuling gefragt, welche Form von Mitarbeit er sich vorstellen könne und wie lange.
Die Gäste, erkennbar an ihren dunkelblauen T-Shirts mit der Aufschrift "Polizei", hatten auch einige Fragen an die Patienten. "Mit welchem Mittel haben Sie denn angefangen?", wollte eine junge Dame wissen. "Ich bin mit Alkohol in meine "Karriere reingerutscht und hab schon ein paar Therapien hinter mir", lautete die Antwort.

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