Laden...
Münnerstadt
Ausbildung

Einblick in den Traumberuf

Schüler der Freiherr-von-Lutz Mittelschule stellten die Ergebnisse ihres Betriebspraktikums vor.
Artikel drucken Artikel einbetten
Über ihre Arbeit im Labor berichtete Susanne Steiger. Sie arbeitete mit Pipetten und am Mikroskop.
Über ihre Arbeit im Labor berichtete Susanne Steiger. Sie arbeitete mit Pipetten und am Mikroskop.
+2 Bilder
Was macht ein Kaminkehrer oder wie montiert man ein Waschbecken? Kurz vor Ende des Schuljahres konnten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen an der Freiherr-von-Lutz Mittelschule die Ergebnisse ihres Betriebspraktikums vorstellen. Bereits seit acht Jahren gibt es das Praktikum an der Schule, um die Schüler auf die Berufswahl und das Berufsleben vorbereiten zu können.
Es ist Teil des landkreisweiten Projekts BON. BON steht für Berufsorientierungsnetzwerk, ein Gemeinschaftsprojekt der Staatlichen Schulämter Bad Kissingen und Schweinfurt, des Landkreises Bad Kissingen und der Agentur für Arbeit. Fachlich begleitet wird es von Sozialpädagoginnen der Gesellschaft zur beruflichen Förderung Schweinfurt mbH.


Von der Bewerbung zum Job

Das Praktikum beginnt nach intensiver Vorbereitung wie Betriebssuche, Bewerbung und Kontaktaufnahme mit dem Praktikumsbetrieb. Hier begleiten, unterstützen und fördern Sozialpädagogin Birgit Seufert, Berufseinstiegsbegleiterin Stefanie Rix und die Klassenlehrer die Schüler.
Nach einer Schulwoche zum Kennenlernen des Betriebs und der betrieblichen Abläufe, folgt der Blick in die Praxis. An zehn Praktikumstagen arbeiten die Schüler in ihrem ausgesuchten Praktikumsbetrieb. Dabei müssen sie eine betriebliche Lernaufgabe möglichst selbstständig bearbeiten und präsentieren.


Hoch hinaus

Rektorin Freifrau von und zu der Tann hieß zur Präsentation der Ergebnisse zahlreiche Eltern und Unternehmer willkommen und sprach ihren besonderen Dank und Anerkennung den beiden Klassenleiterinnen Petra Georg und Jessica Gabold aus, sowie Birgit Seufert und Stefanie Rix, die die Schüler vorbereitet und begleitet haben.
Vor den Anwesenden präsentierte anschließend David Helmerich seine Arbeit bei Kaminkehrermeister Pfeuffer. Er erläuterte die Aufgaben eines Kaminkehrers, die mehr als Kaminputzen beinhalten. So zeigte er, wie der Feuchtigkeitsgehalt von Brennholz bestimmt wird, das in Kachelöfen zur Verwendung kommt. Wie er auf den beruf des Kaminkehrers gekommen ist? "Als kleiner Junge wollte ich schon immer hoch hinaus und kletterte auf alle Bäume", meinte er. Und in seinem Wohnort habe er immer fasziniert dem Kaminkehrer zugeschaut, der hoch oben auf den Dächern arbeitete. Mittlerweile sei das nun zu seinem Traumberuf geworden, den er nach der Schule auch anstrebe. Anschließend präsentierte Chantale Halbig, die im Kindergarten Brünn ihr Praktikum ableistete, wie sie aus Mehl und weiteren Zutaten Knetmasse herstellte, die man mit Hilfe von Lebensmittelfarbe einfärben könne. Sie habe das mit den Kindern im Kindergarten erfolgreich durchgeführt.


Handwerkliches Geschick

Aber auch Lorenz Dieterle, der als Anlagemechaniker bei der Firma Gebert arbeitete, meinte: "Das Praktikum war toll, ich konnte viel selbst machen und musste nicht nur zuschauen.Und dabei konnte ich mein handwerkliches Geschick zeigen. Wahrscheinlich möchte ich diesen Beruf später einmal ergreifen."
Angeregt durch den ersten Berufsinformationstag im Herbst 2015 kam Susanne Steiger zu ihrem Praktikumsplatz bei der Firma L+S AG in Bad Kissingen, wo sie als Biologielaborantin Gewebeproben von Tieren untersuchen konnte. Sie durfte mit Pipetten arbeiten, mit dem Mikroskop untersuchen und Diagnosen stellen. Im nächsten Praktikum möchte sie etwas völlig anderes machen, um verschiedene Berufe auszutesten.
Sabine Häring, deren Sohn im Gesundheitswesen am Thoraxzentrum praktizierte, findet das Praktikum toll. "Mein Sohn freute sich jeden Dienstag auf sein Praktikum - nicht zuletzt war es eine willkommene Abwechslung im Schulalltag und bereitet die Schüler wirklich auf die Berufswelt vor."
Viele Gäste besuchten die Schüler an ihren Präsentationsständen, fragten und ließen sich von den Praktikanten Dinge erklären. Für einen Imbiss sorgten Manuela Schmitt und Peter Schlembach mit der 7. Klasse.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren