Maßbach
Theater

Ein großer Spaß für alle

Neun Frauen und Männer mit Behinderung, Mitglieder der Theatergruppe von Maria Bildhausen, führten zwei Loriot-Sketche auf.
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Als Laienschauspieler glänzten Frauen und Männer aus Maria Bildhausen. Sie hatten mit Profis des Theaters Schloss Maßbach Loriot-Sketche einstudiert und zeigten sie zusammen mit Improvisationen in der Abtei Maria Bildhausen.  Foto: Dieter Britz
Als Laienschauspieler glänzten Frauen und Männer aus Maria Bildhausen. Sie hatten mit Profis des Theaters Schloss Maßbach Loriot-Sketche einstudiert und zeigten sie zusammen mit Improvisationen in der Abtei Maria Bildhausen. Foto: Dieter Britz
Loriot, der unvergleichliche Humorist und Schauspieler mit dem bürgerlichen Namen Vicco von Bülow, hätte ganz sicher seine helle Freude daran gehabt, wenn er dabei gewesen wäre bei der Generalprobe im Maßbacher Theater im Pferdestall und einen Tag darauf bei den Aufführungen in der Abtei Maria Bildhausen. Neun Frauen und Männer mit Behinderung, Mitglieder der Theatergruppe von Maria Bildhausen, führten zwei seiner Sketche auf und gaben damit Einblick in die Arbeit dieser außergewöhnlichen Theatergruppe. Einige Improvisationen ergänzten das vergnügliche Programm dieses sehr unterhaltsamen Theaternachmittags.


Unterstützt von Profis

Die Theatergruppe wurde dabei aktiv unterstützt von zwei Profis des Theaters Schloss Maßbach: die Theaterpädagogin Julia Kren und der Schauspieler Benjamin Jorns hatten seit April mit den Behinderten die Loriot-Sketche einstudiert und trafen sich alle zwei Wochen für eineinhalb Stunden mit ihnen zu intensiven Probennachmittagen in Maria Bildhausen.
Alle neun Laienschauspielerinnen und -schauspieler, die sich übrigens selbst meldeten und an der Theaterarbeit teilnehmen wollten, arbeiten in den Werkstätten von Maria Bildhausen; die Proben fanden während ihrer Arbeitszeit statt. Finanziell unterstützt wird die Theaterarbeit übrigens vom Förderverein Behinderteneinrichtung Maria Bildhausen e.V. Schon bei der Generalprobe zeigte sich, dass die Laienschauspielerinnen und -schauspieler ihre Rollen verinnerlicht haben, mit Begeisterung bei der Sache sind und ihre Texte sehr gut beherrschen.


Dynamik und Komik

Der erste Sketch hieß "Wasser geben". Wer sich mit Loriot ein wenig auskennt, merkte schnell, dass hier der Sketch "Feuer geben" als Vorlage gedient hatte und entsprechend umgeschrieben worden war. Er war wegen seiner Dynamik und Komik ausgewählt worden und als Beispiel, um eine konkrete und umfassende Rolle zu entwickeln, erklären Julia Kren und Benjamin Jorns. Sehr bekannt nicht nur bei Insidern ist Loriots Sketch "Filmanalyse." Er sei ausgewählt worden, um die Schauspielerinnen und Schauspieler in eine Welt zu versetzen, die nicht ihrem Alltag entspricht und sie somit vor eine Herausforderung stellt, hieß es. "An diesem Film ist zweieinhalb Jahre gearbeitet worden, nicht so hin geschludert, wie das heute üblich ist", hieß es da. Viel Gelächter gab es, als einer der Schauspieler klagte "ich bin der Blöde, der immer alles machen muss". Beinahe akrobatische Fähigkeiten waren übrigens auch gefragt, denn einer der Schauspieler musste mit einem Stuhl umkippen - natürlich ohne sich dabei zu verletzen. Er schaffte das perfekt, es klappte hervorragend.
Die Vorstellungen in der Abtei Maria Bildhausen wurden sehr gut angenommen, es wurde viel gelacht und es gab viel Szenenapplaus für die neun Schauspielerinnen und Schauspieler.
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