Münnerstadt
Würdigung

Stadtmedaille ist ein Zeichen der Verbundenheit

Dr. Rolf Lichtner vom Bundesverband der Bestatter erhielt in Münnerstadt die Stadtmedaille in Gold.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister Helmut Blank (rechts) überreichte an den ehemaligen Generalsekretär des deutschen Bestatterverbandes die Stadtmedaille in Gold. Foto: Heike Beudert
Bürgermeister Helmut Blank (rechts) überreichte an den ehemaligen Generalsekretär des deutschen Bestatterverbandes die Stadtmedaille in Gold. Foto: Heike Beudert
+3 Bilder
Die Stadtmedaille in Gold wurde im Rahmen einer Feierstunde an Rolf Lichtner, den langjährigen Generalsekretär des Deutschen Bestatterverbandes, verliehen. Lichtner hatte dieses Amt bis zum Sommer 16 Jahre inne und war in dieser Zeit maßgeblich am Bau des Bundesausbildungszentrums der Bestatter (BAZ) in Münnerstadt beteiligt.
Beim Festakt würdigte Bürgermeister Helmut Blank die Verdienste des Düsseldorfer Juristen um die Ansiedlung des BAZ. "Die Ehrung soll symbolisch etwas zurückgeben, was sie für das Gemeinwesen dieser Stadt geleistet haben", so Helmut Blank.
Die Stadtmedaille könne nur an solche Persönlichkeiten verliehen werden, die Wohl und Ansehen der Stadt in hervorragender Weise gefördert hätten, erläuterte Helmut Blank vor den geladenen Gästen. Rolf Lichtner gehöre zu diesem Kreis. Die Wertschöpfung, die die Stadt durch das Ausbildungszentrum erfahre, sei vielfältig. "Das BAZ ist ein ausgesprochener Glücksfall für die Region", meinte Blank. Er skizzierte nochmals die Entwicklung des Ausbildungszentrums von der Einrichtung des Lehrfriedhofes, über den Kauf des ehemaligen Kreiskrankenhauses und den Neubau des Bestatterzentrums.
Es freue ihn, dass er als gebürtiger Oberfranke, der jetzt im Rheinland angesiedelt ist, in Unterfranken die Medaille in Empfang nehmen dürfe, erklärte Rolf Lichtner. In launigen Worten meinte er, solche Ehrungen seien für den Betroffenen sehr wohltuend, weil er sie noch erleben könne.


Ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt

Rolf Lichtner unterstrich in seiner Betrachtung die Bedeutung des Bundesausbildungszentrums der Bestatter für die Region. Mehrere Tausend Übernachtungen bringe die Einrichtung der Stadt im Jahr. Weitgehend würden diese Übernachtungen über die Gastronomie abgedeckt. "Das BAZ ist ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt", stellte Rolf Lichtner fest. Internationale Gruppen kämen ebenso in die Stadt wie die Bundeswehr mit fünf Lehrgängen pro Jahr. Der Bestatterverband habe in Münnerstadt ein ideales und ruhiges Umfeld für seine Schule gefunden.
Hinzu käme, dass Münnerstadt in der geografischen Mitte Deutschlands liege, was die Akzeptanz der Einrichtung zusätzlich erhöhe. Sehr positiv bewertete Lichtner auch die Zusammenarbeit mit der Berufsschule in Bad Kissingen.


Präsenz zeigen

Der ehemalige Generalsekretär des Bestatterverbandes erinnerte in seinen Dankesworten daran, dass der Bestatterverband mit seinem BAZ in Münnerstadt versuche, kulturelle Angebote wie Ausstellungen zu bieten. Lichtner erwähnte zudem den Novizengarten, den der Verband als Vorhaltefläche für künftige Erweiterungen gekauft habe und heute als Parkanlage der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Er freute sich, dass örtliche Vereine hier in der Pflege mit aktiv sind.
Für Rolf Lichtner ist das auch ein Beweis dafür, dass der Bestatterverband "kein Fremdkörper in Münnerstadt ist". Der Bestatter wolle seine Präsenz in Münnerstadt weiterhin zeigen, versprach der Geehrte.
Rolf Lichtner vergaß aber auch nicht die Mitarbeiter im BAZ zu erwähnen und er würdigte Gerhard Suckfüll (Niederlauer), der immer uneigennützig daran mitgewirkt habe, dass das Bundesausbildungszentrum nach Münnerstadt kommt.


Empfang in der Rathausdiele

Im Rahmen des Festaktes überreichte auch stellvertretende Landrätin Monika Horcher ein Präsent des Landkreises in Anerkennung der Verdienste.
Zahlreiche Gratulanten, darunter Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner, nutzten den anschließenden Stehempfang, um Rolf Lichtner zu beglückwünschen.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von einem Bläserensemble der städtischen Musikschule.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren