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Wermerichshausen
Jubiläum

Ein Verein wie gemalt

Karl Bauer wurde zum Fest des Schützenvereins Wermerichshausen zum Ehrenschützenmeister ernannt.
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Geehrte und Ehrengäste beim Kommersabend: Die Gründungsmitglieder Alfred Röder und Fridolin Weigand, die stellvertretende Landrätin Monika Horcher, die Gründungsmitglieder Wolfgang Stapf, Konrad Röder, Edgar Dannhauser und Arnold Ziegler, Pfarrer Manfred Finger und Gründungsmitglied Arthur Götz. Es fehlt Gründungsmitglied Anton Heusinger.  Foto: Dieter Britz
Geehrte und Ehrengäste beim Kommersabend: Die Gründungsmitglieder Alfred Röder und Fridolin Weigand, die stellvertretende Landrätin Monika Horcher, die Gründungsmitglieder Wolfgang Stapf, Konrad Röder, Edgar Dannhauser und Arnold Ziegler, Pfarrer Manfred Finger und Gründungsmitglied Arthur Götz. Es fehlt Gründungsmitglied Anton Heusinger. Foto: Dieter Britz
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Was wäre der Stadtteil Wermerichshausen mit gerade 220 Einwohnern ohne seinen Schützenverein "Wannigtal" Wermerichshausen, der das dörfliche Leben wesentlich prägt? Am Samstag hatte der vor 50 Jahren gegründete Verein zum Kommersabend ins Schützenhaus eingeladen.
Unter den Gästen waren auch alle noch lebenden Gründungsmitglieder. Eine besondere Ehrung erfuhr der langjährige 1. Schützenmeister Karl Bauer, der seit den Neuwahlen des Vorstandes der siebenköpfigen Vereinsspitze als gleichberechtigtes Mitglied angehört. Sichtlich gerührt nahm er die Ernennung zum Ehren-Schützenmeister auf Lebenszeit entgegen.

Gründungsmitglieder dabei

Edgar Dannhauser, Arthur Götz, Anton Heusinger, Alfred Röder, Konrad Röder, Wolfgang Stapf, Fridolin Weigand und Arnold Ziegler waren schon mit dabei, als am 27. März 1965 im Gasthaus "Stern" der Schützenverein gegründet wurde. Alle waren über viele Jahre im Verein und als Schützen aktiv und sind es zum Teil heute noch. Ihre Verdienste wurden nun mit Ehrennadeln und Urkunden des Deutschen und des Bayerischen Schützenverbandes sowie des eigenen Schützenvereins Wermerichshausen belohnt. Vereins uhren bekamen sie außerdem.
"Du bist noch heute die Seele, das Aushängeschild und das Gesicht unseres Vereins", betonte Vorstandsmitglied Alfred Schlembach, als Karl Bauer geehrt und zum Ehren-Schützenmeister ernannt wurde. Er überreichte eine Ehrenscheibe mit dem Bild des Geehrten. Vor allem ihm sei es zu verdanken, dass der kleine Ortsteil so er-folgreich sei und zwölf Mannschaften, einschließlich Bogen- Sport, stellen könne.

"Treffsicherster Stadtteil"

Bürgermeister Helmut Blank (CSU), der Schirmherr für die Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, betonte: "Wermerichshausen ist unser treffsicherster Stadtteil in Münnerstadt." Er lobte, dass der Verein seit Jahrzehnten das örtliche Geschehen aktiv mitträgt und forderte ihn auf:"Bleiben Sie Sportverein, Ort des Zusammenhalts und der Brauchtumspflege." Pfarrer Manfred Finger ergänzte: "Sie können voll Mut in die Zukunft gehen."
Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU) lobte besonders auch das große Engagement des Vereins für die Jugend. Schützenvereine seien wichtig für die örtliche Gemeinschaft. Er kritisierte, dass die Bereitschaft, Verantwortung in Vereinen zu übernehmen, immer mehr abnehme. Die Grüße des Landkreises überbrachte die stellvertretende Landrätin Monika Horcher. Sie betonte, dass solche Vereine für ein lebendiges Dorfleben entscheidend seien und dass sie Persönlichkeiten wie Karl Bauer bräuchten.

Zu klein für Fußballklub

Des Lobes voll war auch Bezirksschützenmeister Siegfried Schmitt. "Wenn ich einen Verein empfehlen sollte, dann den Sportschützenverein ,Wannigtal‘. Ihr seid ein Verein, wie man ihn sich nur malen kann", lobte er. Das Dorf sei wohl zu klein für einen Fußballklub, deswegen sei ein Schützenverein die optimale Grundlage. Auch er überreichte einen Ehrenscheibe. Gauschützenmeister Michael Groß lobte: "Wenn der Gau mal etwas braucht, dann kommen wir oft in euer schönes Schützenhaus nach Wermerichshausen."
Monika Weigand, Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins, und Michael Weigand, der Vorsitzende der Feuerwehr, bedankten sich für die seit Jahrzehnten stets gute Zusammenarbeit. Den Blumenschmuck im Saal gab es vom Gartenbauverein als Jubiläumsgeschenk. "Ihr habt es in 50 Jahren in eurem Schützenhaus noch zu keiner vernünftigen Uhr gebracht", stellte der Feuerwehr-Vorsitzende fest und überreichte eine. Roland Dömling, der 2. Schützenmeister der königlich privilegierten Schützen aus Münnerstadt, hob hervor, dass der Verein nur zwei Erste Schützenmeister in 50 Jahren gehabt habe. Dies mache die Erfolgsgeschichte des Vereins deutlich.
Für Musik beim gemütlichen Teil des Abends sorgte die Lichtstubenmusik aus Großwenkheim unter der Leitung von Martin Reinhard.

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