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Münnerstadt
Schwimmbad

Eduard Lintner für ein neues Lehrschwimmbad

Er war 33 Jahre für die CSU im Bundestag, er war Staatssekretär, Drogenbeauftragter der Bundestregierung und ist heute noch Vorsitzender des Bezirksverbands Unterfranken des Bayerischen Roten Kreuzes. Doch jetzt tritt Eduard Lintner einfach als Münnerstädter auf, der will, dass seine Enkelkinder in Münnerstadt Schwimmen lernen können.
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Eduard Lintner befürwortet den Bau eines neuen Lehrschwimmbades in Münnerstadt. Das ist seiner Meinung nach günstiger, als das alte Bad zu renovieren und zu betreiben. Archivfoto: Paul Ziegler
Eduard Lintner befürwortet den Bau eines neuen Lehrschwimmbades in Münnerstadt. Das ist seiner Meinung nach günstiger, als das alte Bad zu renovieren und zu betreiben. Archivfoto: Paul Ziegler
Und das gilt natürlich für alle Kinder. Er möchte, dass die Wasserwacht eine Trainingsmöglichkeit bekommt und dass die Senioren sich im Wasser bewegen können. Aus diesen drei Gründen unterstützt Eduard Lintner den Bau eines Lehrschwimmbades, sagte er bei einem Pressegespräch, an dem auch Bürgermeister Helmut Blank (CSU) teilnahm.

Schwimm-Möglichkeit gegeben

"Ein neues Bad ist natürlich optimal im Unterhalt", führte Eduard Lintner ins Feld. Bei einer Bezuschussung von bis zu 80 Prozent sei ein Neubau mit einem kleiner Becken (16,6 mal 8,0 Meter) "mit deutlich weniger finanziellem Aufwand zu realisieren, als das alte Bad zu renovieren und zu betreiben".
Eduard Lintner hofft, dass sich die Bürgerinitiative, also der Verein Bürgerbad Münnerstadt, für diese Alternative gewinnen lässt. Wenn diese ihr ehrenamtliches Engagement einbringe, sei ihrer Sache und der Stadt geholfen. "Dann wären die Kernanliegen der Bürgerschaft erfüllt", so Eduard Lintner.
Auch wenn das Becken kleiner als im Hallenbad sei, hätte man wieder eine Schwimm-Möglichkeit in der Stadt. Er habe bereits Gespräche mit Landrat Thomas Bold geführt, "er hat mir seine Unterstützung zugesagt." Der langjährige Bundestagsabgeordnete lobt das Engagement der Stadt, die die Hälfte der Kosten für Schwimmkurse übernimmt, maximal 50 Euro. 30 Münnerstädter Kinder haben so schon das Schwimmen erlernt. Normalen Schwimmunterricht gibt es aber seit Jahren nicht mehr. "Mir wäre es lieber, wenn der Schwimmunterricht hier organisiert werden kann", sagte Eduard Lintner. Darauf legt er großen Wert.

"Das wäre ein Traum"

Drei Varianten für den Neubau eines Lehrschwimmbades gibt es: den Einbau ins BBZ, ein Anbau an das BBZ oder ein Neubau auf dem Gelände der Augustiner (Jugendhaus), mit denen die Stadt in Verhandlungen über die Übernahme im Erbbaurecht steht. Ein eigenes Gebäude auf dem Augustiner-Areal hat für beide etwas ganz Besonderes. "Damit steigert man die Attraktivität der Innenstadt", betonte Eduard Lintner, und Bürgermeister Helmut Blank fügt hinzu: "Das wäre ein Traum."
Mit 1,951 Millionen Euro wird der Neubau eines solchen Bades veranschlagt. Dabei handele es sich um einen Durchschnittspreis, erklärte Lintner. In unserer Region seien die Kosten sicher anders als beispielsweise in München. Und der Festpreis für einen Neubau sei wesentlich realistischer als der Festpreis für eine Generalsanierung, bei der man ja nie wisse, was noch dazu kommt. Lintner, der noch einmal auf die Förderung von bis zu 80 Prozent erinnerte, fasste seinen Vorschlag so zusammen: "Das ist ein vernünftiges Angebot an die Bürger und an diejenigen, die das alte Bad erhalten wollen."

Das äußerst Machbare

Für Bürgermeister Helmut Blank (CSU) ist es auch das äußerste Machbare. Man dürfe das Schwimmbad nicht isoliert betrachten. Schließlich seien die Mehrzweckhalle und die Außenanlagen des Sportzentrums, der Marktplatz 11 ("Schweiz"), die Dorferneuerung und die Feuerwehren Projekte, die von der Stadt finanziert werden müssen. Deshalb schätzt er, dass der Neubau auf dem Augustinergelände sich erst in den Jahren 2018 bis 2020 realisieren ließe. Für ihn steht fest: Es dient der Stärkung der Innenstadt."

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