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Münnerstadt
Kunst

Die Spirale ist ein wiederkehrendes Element in Manfred Schiefers Werken

In den Galerieräumen des Henneberg-Museums gibt es eine neue Ausstellung zu sehen. Manfred Schiefer präsentiert dort seine neuen Acrylbilder.
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Stellt im Henneberg-Museum aus: Manfred Schiefer.   Foto: Björn Hein
Stellt im Henneberg-Museum aus: Manfred Schiefer. Foto: Björn Hein
Während der Ausstellungseröffnung betonte Bürgermeister Helmut Blank, dass er hocherfreut sei, dass in den Gallerieräumen den Künstlern der Region die Möglichkeit geboten werde, ihre Werke dem Publikum vorstellen zu können.

Geboren wurde Manfred Schiefer 1946 in Mannheim. Bereits in sehr jungen Jahren war er vom Zeichnen begeistert. Die Kunst sollte auch seinen weiteren Lebensweg entscheidend mitprägen. So besuchte er von 1964 bis 1968 die Kunstschule Rödel für Malerei und Grafik sowie die Freie Akademie in Mannheim. Anschließend studierte er unter anderem bei Prof. Paul Berger-Bergner an der Mannheimer Fachhochschule für Gestaltung und besuchte die Fotofachschule Hamburg. In Mannheim gründete er zudem die Galerie "Quadrat".

Lange Jahre war der Künstler als Werktherapeut für Drogenabhängige und psychisch Kranke tätig. Zudem organisierte er die Mannheimer Kunstmesse im Kongresszentrum Rosengarten.

1989 übersiedelte Schiefer schließlich in die Rhön. Dort war er als freier Journalist und Organisator von Antik- und Trödelmärkten in zahlreichen Städten tätig. Außerdem ist er aktives Mitglied der Kunstvereine in Bad Neustadt, Fulda und Bad Hersfeld. Schiefer erhielt den Ehrendoktorgrad der Universität Florida auf Antrag der Accademia del arte in Parma.

Csaba Horovitz, der Vorsitzende des Kunstvereins Bad Neustadt, erläuterte in seiner Laudatio das künstlerische Schaffen Schiefers. Die Herangehensweise des Künstlers sei schlicht und einfach - mit ausgewählten Acrylfarben gehe er ans Werk.

Im Ergebnis des Schaffens entstünden so rhythmisch wechselnde farbige Formen, schlängelnde Spiralen und im Staccato aufblitzende Linien, die den Betrachter in den Bann ziehen.

Besonders die Gelassenheit des Künstler fasziniere ihn, ablenken lasse sich Schiefer bei der Erschaffung seiner Kunstwerke nie: "Er ist umgeben von einer Aura der entspannten Sicherheit", meinte Horovitz. So entstünden Kunstwerke, denen es gelänge, heitere und tiefgründige Gedanken nonverbal auszulösen. Schiefers Bilder dienten als Psychogramme der inneren Persönlichkeit, "die den Betrachter, der sich darauf einlässt, intuitiv ansprechen".

Die künstlerischen Wurzeln von Manfred Schiefer entstammen der Art Informel der 50er und 60er Jahre, als Künstler wie Willi Baumeister und Ernst Wilhelm Nay die deutsche Kunstszene beherrschten. Aus den formlosen Flächen dieser Richtung haben sich bei Schiefer organische Formen herausgebildet, vor allem die Spirale erscheint hier immer wieder. Dies kann sowohl als Programm als auch als Philosophie des Künstlers angesehen werden. Ist doch die Spirale als Doppelhelix in der DNA im Zellkern ebenso vorhanden wie in den spiralartigen Anordnungen in den Galaxien, sie deckt also als Gestaltungsmerkmal sowohl den Mikro- wie den Makrokosmos ab.

Die Ausstellung "Neue Acrylbilder" ist bis 27. April im Schloss in Münnerstadt zu sehen, und zwar während der Öffnungszeiten von KulTourisMus im Schloss.

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