Münnerstadt
Wegweiser

Der Mürschter Schilderwald wird gerodet

Moderne Hinweisstelen sollen die ungeordnete Beschilderung in Münnerstadt ablösen. Die Gäste der Stadt sollen gezielt zu den Sehenswürdigkeiten geführt werden. Im Laufe des Herbstes wird die Beschilderung aufgebaut.
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Die Stadt Münnerstadt bekommt ein neues Leitsystem für Fußgänger.Die bestehenden Schilder kommen weg. Foto: Heike Beudert
Die Stadt Münnerstadt bekommt ein neues Leitsystem für Fußgänger.Die bestehenden Schilder kommen weg. Foto: Heike Beudert
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Eine unendliche Geschichte nähert sich ihrem Ende. In der nichtöffentlichen Stadtratssitzung am 27. Juli wird der Stadtrat den Auftrag für die neue innerstädtische Beschilderung vergeben. Damit geht ein seit Jahren gefordertes Projekt des Münnerstädter Agenda-Arbeitskreises in Erfüllung. Dieser hatte sich seit mindestens 2009 mit dem Thema befasst.
Angeschafft werden Hinweis-Stelen verschiedener Größe, die die Gäste der Stadt zu den wichtigsten innerstädtischen Punkten führen. An bedeutenden historischen Gebäuden gibt es zusätzlich Informationstafeln.

Fu Fuß in die Stadt

"Es ist eine Bereicherung für die Stadt", glaubt der Sanierungsbeauftragte Dag Schröder. Sein Büro hatte die Konzeptionierung in den Händen. Dag Schröder geht davon aus, dass die neuen Hinweisschilder im Herbst aufgestellt werden. Die Idee hinter dem Beschilderungskonzept ist, dass die Gäste der Stadt von den Parkplätzen außerhalb der Altstadt zu Fuß gezielt zu allen Sehenswürdigkeiten und städtischen Einrichtungen gelenkt werden. Die Optik ist modern, werde sich aber gut ins Altstadtbild einfügen, meint Dag Schröder.
Eigentlich hätten die Schilder schon längst stehen sollen. Ursprünglich hätte bereits am 31. Juli der Verwendungsnachweis für die Schilder vorliegen müssen, um die versprochenen öffentlichen Zuschüsse zu erhalten. Das hat nicht geklappt. Die Zuwendungen sind trotzdem nicht verloren. Nach Auskunft von geschäftsleitenden Beamten Stefan Bierdimpfl ist die Frist verlängert worden, so dass die Stadt erst im Januar 2016 diesen Nachweis bringen muss.
"Es ist ein sehr langer Weg", meinte dazu Dag Schröder. Er erinnert daran, dass ein solches Schilderkonzept einer sehr sorgfältigen Vorbereitung bedürfe. In die Planung habe man zudem verschiedene Gremien einbeziehen müssen - Straßenverkehrsbehörden beispielsweise. Da gebe es Fristen zu beachten.

Alle Schilder kommen weg

Nicht einbezogen in das neue Beschilderungskonzept ist die gastronomische Beschilderung. Da sei so mehrheitlich beschlossen worden, erklärte Bürgermeister Helmut Blank auf Anfrage.
Wenn die Stelen erstellt sind, werden alle anderen Wegweiser abgenommen, auch die der Gastronomie oder die Schilder, die auf die Schulen oder das Sportzentrum hinweise. Im Fall der Schulen arbeite man aber gerade an einer Lösung, so Helmut Blank, nachdem die Schulleiter hier um eine Wegweisung gebeten haben.
Helmut Blank spricht von einem variablen Konzept, das ergänzt werden könne. Auf den Stelen sei für weitere Hinweise noch ausreichend Platz. "Aber jetzt wird erst einmal der Anfang gemacht". Veranschlagt ist das Projekt mit rund 37 800 Euro. Zuschüsse gibt es in Höhe von 20 000 Euro.
Kein Bestandteil des neuen Informationssystems ist die Informationstafel am Parkplatz Oberes Tor. Nach Auskunft aus dem Rathaus müsse man sich über diese aber ebenfalls Gedanken machen. Die Karte in der Info-Tafel ist nicht nur vergilbt und unansehnlich, sondern auch hoffnungslos veraltet.

Provisorische Aufsteller

Zum Studiengenossenfest wird es an den in den vergangenen Jahren sanierten historischen Objekten sowie an für die Sanierung vorgesehenen Gebäuden provisorische Aufsteller mit Informationen zu den Häusern geben, teilte Architekt Andreas Halboth mit. Vorgestellt werden auf diese Art und Weise die Gebäude "Bären", "Schweiz", "Fränkischer Hof", "Kroppfeldhaus" und Heimatspielhaus. Diese Version hat man gewählt, weil die offizielle Beschilderung der historischen Gebäude zum Studiengenossenfest noch nicht fertig gestellt ist, die Teilnehmer des Festes aber erfahren sollen, was sich getan hat und was sich noch tun wird.

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