Thundorf

Der Kreuzberg ist ihr Ziel

Alljährlich ziehen hunderte Pilger zum Heiligen Berg der Franken. Die Haßfurter machen dabei auch Station in Thundorf.
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Singend und betend sind die Wallfahrer unterwegs.  Foto: Philipp Bauernschubert/Archiv
Singend und betend sind die Wallfahrer unterwegs. Foto: Philipp Bauernschubert/Archiv
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Der Kreuzberg ist seit Jahrhunderten eine der bekanntesten und beliebtesten Pilgerstätten in der Region. Nach Würzburg zählt die Haßfurter Kreuzbergwallfahrt, der sich immer mehr Wallfahrer aus der Region in und um Thundorf anschließen, seit ihrem Anfang 2002 zu den größten Wallfahrten, die zum Heiligen Berg Frankens pilgern.
Start ist in diesem Jahr am Sonntag, 28. August, um 6 Uhr in der Stadtpfarrkirche Haßfurt unter dem Leitthema "Du bist mein geliebtes Kind". Für Diakon Manfred Griebel, der zusammen mit der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Lissy Graser und einem Wallfahrtsteam diese Pilgertour immer sehr gut organisiert, ist eine Wallfahrt: "Ein Weg, um Gott näher zu kommen und die Gemeinschaft der Kirche zu erleben." Diese Erlebnisse werden von den Pilgern immer wieder bestätigt. So fasst eine Pilgerin die Wallfahrt zusammen: "Den ganzen Tag in der Natur unterwegs zu sein, betend, singend und auch schweigend. Die sehr gute Verpflegung während der sechs Tage und die unbeschreibliche Herzlichkeit unter den Pilgern, sowie die spürbare Nächstenliebe bei den Menschen in Thundorf und Großenbrach. Dazu die Einzelsegnung, das Vortragen der Gebetsanliegen und vor allem das Ankommen auf dem Kreuzberg mit dem Einzug in die Kirche, machen diese Wallfahrt zu einem unbeschreiblichen Erlebnis."


Erste Übernachtungsstation

Bei Glockengeläut laufen die Pilger am Sonntag, 28. August, von Stadtlauringen kommend betend und singend in Thundorf ein und suchen das Gotteshaus auf, wie übrigens fast in allen Orten auf dem Hinweg. Seit 2002 wiederholt sich dieses Ereignis jährlich. Vor der Kirche und nach dem Entladen der Taschen warten schon immer mehr als zwei Dutzend Gastgeber.
"Ganz wenige sagen nein", wenn sie nach einem Privatquartier für die "Hassfurter Wallleut" gefragt werden, im Gegenteil: man freut sich auf die Pilger. In Thundorf übernachten ca. 65 und in Weichtungen 25 in Privatquartieren Der Rest wird ins TSV Sportheim zum Duschen gefahren und bezieht dann in einem öffentlichen Gebäude, wie Jugendheim und Kindergarten, sein Quartier. Frühstück und Abendessen werden wieder in der Festhalle eingenommen. Auf dem Rückweg am Donnerstag, 1. September, wiederholt sich das Ganze, bevor die Pilger am Freitag dann im Triumphzug von den Angehörigen mit Blumensträußen ausgestattet in Haßfurt begrüßt und in die Stadtpfarrkirche, dem Ausgangspunkt der Wallfahrt, wieder zurückkehren.


In verschiedenen Farben

Jeden Tag laufen die Haßfurter Wallfahrer in einer anderen einheitlichen Farbe. Am ersten Tag in diesem Jahr in hellgrünen T-Shirts, und am nächsten Morgen von Thundorf bis Großenbrach ist dann die rote Farbe angesagt. Schließlich tragen die Wallfahrer die letzten 25 von 95 Kilometern (einfache Wegsterecke) hellblaue Kleidung bis hoch zum heiligen Berg Frankens. Dies war die Farbe des Vorjahres. Gespannt sind dann alle am Ankunftstag, welche Farbe wohl die neuen T-Shirts "Kreuzberg 2016" haben, diese werden vor dem Abendessen im Antoniusheim ausgeteilt. Neben einem Wallfahrtsschild wird auch ein Holzkreuz mit den bisherigen Farben der Kreuzbergwallfahrten mitgetragen. Diese ehrenvolle Aufgabe ist nur Frauen vorbehalten.

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