Münnerstadt
Initiative

Dauerärger mit der Rundfunkgebühr führt zu Unterschriftenaktion

Die Münnerstädterin Judith Michel unterstützt den bundesweiten Aktionstag zum Boykott gegen den Rundfunkbeitrag (früher GEZ). Dazu hat sie jetzt eine Unterschriftenaktion initieert.
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Judith Michels Unterschrift gegen die Rundfunkbeiträge steht ganz oben auf der Liste. Foto: Heike Beudert
Judith Michels Unterschrift gegen die Rundfunkbeiträge steht ganz oben auf der Liste. Foto: Heike Beudert
Sie ist nicht grundsätzlich gegen die Rundfunkgebühr, sondern gegen ein System, das ihrer Meinung nach undurchsichtig ist. Außerdem glaubt sie, dass die Rundfunkbeiträge den Bürgern zuwenig Leistung liefern für ihr Geld.
Judith Michels Wut über die Rundfunkbeiträge liegt an einem Kampf, den sie nach eigenen Angaben seit Monaten mit dem Beitragsservice führt. Dieser ist für die Verwaltung und Weiterleitung der Gelder zuständig. Es ist die Handhabe, die ihrer Meinung nach falsch läuft.
Judith Michel betreibt im Ort ein Integrationscafé. Auch dafür muss sie Rundfunkbeiträge bezahlen. Der Beitragsservice verlangt aber mittlerweile von ihr, sie solle zwei Mal bezahlen - zum einen für das aktuelle Altstadtcafé und zudem für den früheren Café-Standort im ehemaligen Winkelmann. Dort ist man seit eineinhalb Jahren nicht mehr. Doch die Gebühr wird dafür trotzdem erhoben - obwohl sie alles umgemeldet und das dem Beitragsservice auch mitgeteilt habe, betont Judith Michel.

Mahnungen kommen

Seit Januar kommen Mahnungen. Denn Judith Michel hat nicht gezahlt. Sie sieht auch gar nicht ein für für etwas zu zahlen, was sie gar nicht mehr betrifft.
Ärger hat es auch schon mit den Wohngruppen gegeben, die ihr Mann Willi Michel betreut. So bekamen Mieter Zahlungsaufforderungen, obwohl sie die von den Gebühren eigentlich freigestellt sind, erklärt Michel.

Listen liegen aus

Deshalb hat sich Judith Michel entschlossen, etwas gegen die Rundfunkbeiträge zu tun. Ihre Unterschriftenaktion ist angelaufen. Listen zum Unterschreiben liegen in vielen Münnerstädter Geschäften und Gastronomiebetrieben aus.
Bis Ende Februar können sich Bürger dort eintragen. Danach wird Judith Michel die Unterschriften an das Aktionsbündnis weiterleiten. Der Aktionstag ist am 28. Februar. In einigen deutschen großen Städten gibt es dann auch Informationsstände von Gegnern der Rundfunkbeiträge.
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