Münnerstadt
NES-Allianz

Das Konzept wird nachgebessert

Mehrere Vorhaben im Rahmen des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes und der Daseinsvorsorge sind geändert worden.
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Erste Schritte in Sachen Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept unternahmen Bürgermeister und Gemeinderäte vor knapp einem Jahr. Jetzt steht das Konzept weitgehend.  Foto: Archiv/Stefan Kritzer
Erste Schritte in Sachen Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept unternahmen Bürgermeister und Gemeinderäte vor knapp einem Jahr. Jetzt steht das Konzept weitgehend. Foto: Archiv/Stefan Kritzer
Deutliche Worte fanden die Stadträte am Montag bei ihrer Sitzung in der Alten Aula zu manchen Vorhaben im Rahmen des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) in Verbindung mit der Planung zur Anpassung der öffentlichen Daseinsvorsorge. So wurden noch vor Ort Änderungen eingearbeitet, in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag sollen weitere folgen und das Konzept beschlossen werden.
Obwohl die Unzufriedenheit über mangelnde Informationen die zweistündige Sitzung beherrschte, blieb die Diskussion sachlich und konstruktiv. Das, so war danach zu vernehmen, geschah vor allem aus Respekt gegenüber Christiane Wichmann vom Ingenieurbüro Perleth, dem Sprecher der Nes-Allianz Georg Straub (Bürgermeister Hohenroth) und dem geschäftsleitenden Beamten der VG Bad Neustadt, Bernhard Rösch, die keine Schuld am Informationsmangel tragen.
Es bestehe Aufklärungsbedarf, sagte 2. Bürgermeister Michael Kastl (CSU). "Ich freue mich auf einen fruchtbaren Dialog." Georg Straub ging kurz auf die NES-Allianz ein. Nichts in dem Konzept sei zementiert, nahm er schon einmal vorweg, es werde im Laufe der Jahre fortgeschrieben. "Gemeinsam sind wir stark" lautet das Motto der Allianz, machte Christiane Wichmann deutlich. Die NES-Allianz sei das Scharnier zwischen den Landkreisen Bad Neustadt und Bad Kissingen.
Georg Straub warf gleich ein, dass es sich um eine reine Planung handele, jedes einzelne Projekt müssen die Gemeinde- bzw. Stadträte in ihren Gremien beschließen.
"Wie ist das zustande gekommen?", wollte Leo Pfennig (fraktionslos) über das Konzept wissen und vor allem ob die Stadt überhaupt beteiligt war. Bis auf eine einzige Sitzung sei die Stadt immer vertreten gewesen, antwortete der geschäftsleitende Beamte, Stefan Bierdimpfl.


Änderungen eingearbeitet

"Mir hat ein aktueller Sachstandsbericht gefehlt", bemängelte auch Britta Bildhauer (SPD). Das Bahnhofsareal empfindet sie für einen Mehrgenerationenpark als völlig ungeeignet. Leo Pfennig schlug vor, das Bahnhofsareal als Kommunikationszentrum umzubauen, was auch als erste Änderung aufgenommen wurde. Wie Georg Straub erklärte, schauen Vertreter des Amtes für ländliche Entwicklung (ILEK) und die Regierung von Unterfranken (Daseinsvorsorge demografische Entwicklung) noch einmal über das Konzept und streichen Dinge heraus, die nach ihrer Meinung nicht förderfähig sind. "Ich kann nicht für jede Maßnahme Förderung versprechen, aber wir haben die Maßnahmen so gesammelt, dass es Fördermittel geben könnte", erläuterte Christian Wichmann.
Es sei zwar ein laufender Prozess, aber man könne nicht spontan etwas neu aufnehmen, meinte Michaels Kastl. Deshalb bat er die Stadträte darum, gewünschte Änderungen sofort vorzutragen.
Das tat Klaus Schebler (Neue Wege) für Windheim. Eine Umnutzung und Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses "Alte Schule" und Schaffung eines Mehrgenerationenspielplatzes im rückwärtigen Bereich mit Umfeldgestaltung stand im Programm. Es handele sich um das Vereinsheim, und das sei 2000 erst hergerichtet worden. "Woher haben Sie die Informationen?", wollte er von Christiane Wichmann wissen. Und: "Mehr Schwachsinn kann man nicht loslassen", schimpfte er. "Das kam nicht von mir, ich habe das so aufgenommen, wie es mir angezeigt worden ist", lautete die Antwort.


Barrierefreier Naturlehrpfad

Klaus Schebler schlug vor, einen Mehrgenerationenspielplatz auf dem vorhandenen Spielplatz zu bauen und einen barrierefreien Naturlehrpfad zu errichten. Von Georg Straub wollte er wissen, ob der seinen Gemeinderat über das Konzept informiert habe, was dieser bejahte.
"Ein Teil der Maßnahmen sind unsere Maßnahmen", warf Michael Kastl ein und bezog sich damit unter anderem auf die Zehntscheune und die Grube.
Dieter Petsch (Forum aktiv) wollte, dass das Jugendhaus in die Planung aufgenommen wird, Ralf Verholen wünschte sich eine Erweiterung des Radwegenetzes und eine Hochwasserfreilegung für Kleinwenkheim. Für Burghausen, Großwenkheim und Reichenbach meldeten die Stadträte noch Wünsche an. Auch das Interesse an einem interkommunalen Gewerbegebiet wurde unterstrichen.
Dass "Zukunft Hallenbad" enthalten ist, freute Leo Pfennig sehr, weil das zeige, dass das Hallenbad eine Zukunft hat. Er ließ aber noch aufnehmen, dass das Bad zur Entlastung des Bad Neustädter "Triamare" als Schulschwimmort diene und gemeinsam von den Gemeinden der NES-Allianz saniert werden sollte.

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