Münnerstadt
Stadtsanierung

Bürgergenossen kaufen Reißmannshaus

Auch wenn das Reißmannshaus bei den Mitgliedern der Bürgergenossenschaft Münnerstadt höchste Priorität hat, so sind auch der Kauf und die Sanierung der Marienanstalt nicht vom Tisch. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Monaten gestiegen.
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Das Reißmannshaus soll hergerichtet werden.  Foto: Thomas Malz
Das Reißmannshaus soll hergerichtet werden. Foto: Thomas Malz
Bei einem Treffen im Heimatspielhaus informierten Hartmut Hessel, der als stellvertretender Vorstandsvorsitzender die Geschäfte leitet, und Aufsichtsratsvorsitzender Leo Pfennig über den aktuellen Sachstand.

Marienanstalt noch aktuell

"Der Erwerb des Reißmannshauses ist gesichert, sowohl rechtlich als auch finanziell", sagte Leo Pfennig bei einem Gespräch mit unserer Zeitung. "Das ist das erste Objekt, auch die Marienanstalt wollen wir nicht aus den Augen verlieren." Hartmut Hessel fügte hinzu, dass nun die Kapitaldecke erhöht werden soll. Das Ziel ist ganz klar definiert: Das Reißmannshaus und später folgende Gebäude sollen möglichst ohne Bankkredite gekauft werden.
Es gibt aber auch ganz profane Dinge, um die sich die Verantwortlichen kümmern müssen. Da wäre zunächst der notwendige Eintrag ins Genossenschaftsregister zu nennen. Und es gibt noch ein kleines Problem: "Ich bin zwar der amtierende Vorstandsvorsitzende, möchte aber nicht in dieser Rolle bleiben", sagte Hartmut Hessel, der die Amtsgeschäfte nach dem Rücktritt Martin Kuchlers übernommen hat. Es wird also ein neuer Vorstandsvorsitzender gesucht.
Bei der Infoveranstaltung kam die Frage auf, ob die Genossen in Konkurrenz zur Stadt stehen. Das sei nicht der Fall, betonten sie. "Uns ist daran gelegen, eher unmöglich erscheinende Objekte einer sinnvollen Nutzung zuzuführen", meinte Hartmut Hessel, Leo Pfennig fügte hinzu: "Wir freuen uns über jede Aktivität in der Innenstadt." Und was die Abschöpfung von Fördermitteln von der Stadt im Rahmen des Förderprogramms "Stadtumbau West" angeht, hat Hartmut Hessel eine ganz klare Meinung: "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst." Außerdem gebe es nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Stadt hat das Geld und bezahlt ihren Anteil, oder sie hat kein Geld und muss den Zuschuss aufschieben. "Uns gibt es ja nur deshalb, weil sich niemand für ganze Teile der Innenstadtentwicklung interessiert", meinte der Vorstand. "Alles, was die Bürger selbst finanzieren, braucht das Stadtsäckl nicht zu belasten." Die Bürgergenossen suchen einen Raum in der Innenstadt, in dem sie Interessenten informieren, aber auch Präsenz zeigen können.

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