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Münnerstadt
Konzert

Blechbläserklang in der Kirche

Quincy Brass gastierte an Neujahr in der Stadtpfarrkirche und überzeugte selbst die Skeptiker binnen weniger Minuten.
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Im Klangraum Stadtpfarrkirche: das Blechbläserensemble Quincy Brass aus Bad Neustadt unter der Leitung Trompeters Jürgen Weier Foto: Dieter Britz
Im Klangraum Stadtpfarrkirche: das Blechbläserensemble Quincy Brass aus Bad Neustadt unter der Leitung Trompeters Jürgen Weier Foto: Dieter Britz
"Aller guten Dinge sind drei" lautet ein altes deutsches Sprichwort. Zwei sehr gute Konzerte fanden kurz vor und nach Weihnachten in der Stadtpfarr- und der Klosterkirche statt. Das dritte Konzert stand am ersten Tag des neuen Jahres auf dem Programm und hatte seinen eigenen Reiz. Denn nicht nur Regionalkantor Peter Rottmann war an der Orgel zu hören, Rottmann hatte für das traditionelle Neujahrskonzert das Blechbläserensemble Quincy Brass aus Bad Neustadt unter der Leitung des in der Region sehr bekannten Bad Neustädter Trompeters Jürgen Weier gewinnen können. Gleich vorab sei gesagt: Die beiden Trompeter, der Hornist und die beiden Posaunisten schafften es in nerhalb weniger Minuten, auch die Skeptiker zu überzeugen, die meinten, eine solche Blech bläsergruppe sei für ein Neujahrskonzert wohl nicht ganz die richtige Besetzung. Schade nur, dass beim ersten Konzert der Reihe "Klangraum Stadtpfarrkirche Münnerstadt" einige Plätze frei geblieben waren.
Von Buxtehude über Händel bis Tschaikowsky: Das Programm beim Neujahrskonzert war sehr sorgfältig ausgewählt und bot den Zuhörern eine große musikalische Vielfalt. Peter Rottmann an der Orgel und die Blechbläser ganz vorn in der Kirche wechselten sich ab. Gelegentlich spielten sie auch zusammen, davon hätte man gerne noch etwas mehr gehört.
Den Anfang machte Dietrich Buxtehudes Sinfonia und Choral aus der Kantate "Ihr lieben Christen, freut euch nun", gefolgt von einer sehr hörenswerten Chroralfantasie über "Tochter Zion" von Jürgen Pfiester und "Noel" des französischen Komponisten und Organisten Claude Daquin.
Am Neujahrstag durfte natürlich Georg Friedrich Händels Feuerwerksmusik nicht fehlen: Neben der Ouvertüre wurden weitere Stücke präsentiert. Ein zweites Mal kam Händel mit dem "Einzug der Königin von Saba" aus seinem Oratorium "Solomon" zu Ehren. Nach einer Toccata des frühbarocken Komponisten Girolamo Frescobaldi erklang der Huldigungsmarsch aus der Bühnenmusik zu "Sigurd Jorsalfar" von Edvard Grieg, gefolgt von "Anitras Tanz" und "In der Halle des Bergkönigs" aus "Peer Gynt".
Peter Tschaikowsky verdanken Kulturfans die Musik zum Ballett "Der Nussknacker", das vor allem um Weihnachten oft aufgeführt wird und Erwachsene wie auch Kinder begeistert. Beim Neujahrskonzert in der Pfarrkirche wurde den Zuhörern unter anderem der "Marsch der Zinnsoldaten", "Tanz der Zuckerfee", "Tanz der Rohrflöten" und "Blumenwalzer" geboten. Mit dem Orgelstück "Prelude an Danny Boy" des zeitgenössischen Komponisten Noel Rawthorne sowie "Pomp and Circumstance Nr. 1" von Edward Elgar endete das Programm. Ohne Zugaben ging es allerdings nicht. Die Quincy Brass aus Bad Neustadt verabschiedete sich ganz passend mit "Let it snow" und "I wish you a Merry Christmas and a Happy New Year" und stellte damit unter Beweis, dass sie auch für Unterhaltungsmusik aufgeschlossen ist. Sie wurde ebenso wie Peter Rottmann mit stehenden Ovationen verabschiedet.

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