Münnerstadt

Blanks Stellungnahme fiel äußerst knapp aus

Sehr kurz fiel die Stellungnahme von Bürgermeister Helmut Blank bezüglich der so genanten Anruf-Affäre aus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Helmut Blank in seinem Arbeitszimmer  Foto: Thomas Malz
Helmut Blank in seinem Arbeitszimmer Foto: Thomas Malz
Er äußerte sich auch nicht zu den Vorkommnissen selbst, sondern nur zu der gegen ihn eingereichten Dienstaufsichtsbeschwerde. "Ich habe bis heute keine vorliegen", sagte er. "Man muss sich Gedanken machen, was Sinn und Zweck dieser Dienstaufsichtsbeschwerde war." Sobald diese vorliegt, werde er sich äußern. Inzwischen hat er tatsächlich Post vom Landratsamt mit Bitte um Stellungnahme zum Thema bekommen.
Weil Helmut Blank den Chef eines Leserbriefschreibers angerufen hatte, reichte Stadtrat Andreas Trägner die Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Rechtsaufsichtsbehörde im Landratsamt ein. Der Bürgermeister hat den Sachverhalt mehrfach bestätigt, er sieht darin etwas ganz Normales.
Ganz anders hat es der Stadtrat in seiner Dezember-Sitzung gesehen, bei der Helmut Blank nicht anwesend war. Einstimmig sprachen die Kommunalpolitiker dem Rathauschef bezüglich der Anruf-Affäre ihre Missbilligung aus und forderten ihn auf, Stellung zu nehmen. Bei der jüngsten Sitzung ging Helmut Blank aber gar nicht auf die Angelegenheit selbst ein. Er könne ja nichts zu der Dienstaufsichtsbeschwerde sagen, weil sie ihm nicht vorliege.
Andreas Trägner, der während der kurzen Ausführungen Helmut Blanks zu Beginn der Sitzung noch nichts anwesend war, hat sich besonders über die Frage nach dem Sinn und Zweck der Dienstaufsichtsbeschwerde geärgert.


Die Antwort kommt prompt

Diese Frage will er ihm gerne beantworten: "Es kann nicht angehen, dass der Bürgermeister den Chef eines Bürgers anruft und mit Konsequenzen droht", sagte er. "Aus diesem Grund habe ich die Dienstaufsichtsbeschwerde beim Landratsamt eingereicht." Der Stadtrat habe einstimmig das Verhalten des Bürgermeisters missbilligt und Ihn aufgefordert, hierzu in der nächsten Stadtratssitzung Stellung zu nehmen. "Das Statement des Bürgermeisters zur Dienstaufsichtsbeschwerde ist völlig unangemessen. Ihm ist die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit offenbar nicht bewusst."
Einen mündigen Bürger bei seinem Chef "hinzuhängen" sei schließlich keine Kleinigkeit, die man mit ein paar lockeren Sprüchen abtun kann. "Mir ist das jedenfalls nicht ,Jacke wie Hose'", betont er, womit sich Andreas Trägner auf eine Äußerung Helmut Blanks bezieht. Der hatte gegenüber dieser Zeitung bekräftigt, dass ihm die Dienstaufsichtsbeschwerde "Jacke wie Hose" sei.
"Anfang der Woche wurde das Schreiben verschickt", lautet die Antwort von Landratsamt-Sprecherin Lena Pfister auf die Nachfrage zum Sachstand der Angelegenheit. "Die Stellungnahme des Bürgermeisters wird nun abgewartet", so Lena Pfister.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren