Münnerstadt
Weihnachtshilfe

Aus einer "Schnapsidee" wird konkrete Hilfe

Es war eine "Schnapsidee" im doppelten Sinne. Die Münnerstädterin Renate Koch besitzt einen Quittenbaum, aus den Früchten macht sie alljährlich Likör.
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Blick in den Schlosshof beim Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt. mkt
Blick in den Schlosshof beim Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt. mkt
Das Problem: Wenn der Likör abgefüllt ist, bleiben die Früchte übrig. Eigentlich zu schade zum Wegwerfen. Bei einem Stammtisch ist es dann passiert. "Da ist mir die Schnapsidee gekommen, Lebkuchen daraus zu backen." Und davon profitieren nun Hilfsbedürftige im Landkreis.

Acht Geschmacksrichtungen

Denn beim Münnerstädter Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt war Renate Koch erstmals mit ihren "besonderen Lebkuchenvariationen" vertreten. 500 Stück in acht Geschmacksrichtungen hat sie gebacken, darunter so ausgefallene wie Mandel-Aprikosen oder Mohn-Marzipan. Bis auf den letzten hat sie alle an die Frau und den Mann gebracht. "Ich hätte auch noch gut 200 Stück mehr verkaufen können", sagt sie.
Schon beim Weihnachtsmarkt hat Renate Koch angekündigt, dass pro verkauftem Lebkuchen 50 Cent an die Aktion Weihnachtshilfe der Saale-Zeitung gehen. So sind also 250 Euro zusammen gekommen.

Aktion wird wiederholt

Renate Koch war zwar zum ersten Mal beim Münnerstädter Weihnachtsmarkt dabei, ganz sicher aber nicht zum letzten Mal. "Mein Gehirn hat nicht aufgehört, Lebkuchen zu produzieren", sagt sie. Weil sich die Krankenschwester nach ihrem Dienstplan richten muss und das Backen der Lebkuchen rund 80 Arbeitsstunden in Anspruch genommen hat, wird sie nächstes Jahr wohl eher pausieren. In zwei Jahren will sie dann aber auf alle Fälle wieder beim Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt im Schloss dabei sein und ihre dann vielleicht noch außergewöhnlicheren Lebkuchenvariationen zum Kauf anbieten.
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