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Münnerstadt
Kunst

Auch Alltagssituationen werden zum Kunstwerk

Milli Genths kreatives Schaffen lässt sich in keinen Rahmen pressen, denn sie liebt die Vielseitigkeit und Abwechslung.
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Milli Genth hat die Bildauswahl für ihre Ausstellung getroffen. Foto: Heike Beudert
Milli Genth hat die Bildauswahl für ihre Ausstellung getroffen. Foto: Heike Beudert
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Milli Genth malt, sie fertigt Skulpturen, sie komponiert ihre eigenen Lieder und sie dreht Musikvideos. Im letzten Jahr hat sie sich intensiv mit Musik beschäftigt, derzeit rückt die bildende Kunst wieder stark in den Mittelpunkt. Milli Genth hat neue Bilder gemalt, arbeitet gerade an weiteren Werken und bereitet sich auf ihre erste Kunstausstellung nach rund 15 Jahren vor.

"Ich wollte einmal wieder in Münnerstadt ausstellen", sagt die 46-jährige Autodidaktin. Im Altstadtcafé werden ihre Arbeiten ab 28. April zu sehen sein.

Bunt, groß, lebendig - so wirken Milli Genths Bilder auf den ersten Blick. Auf dem zweiten Blick ist in vielen Details eine subtile Ironie herauszulesen. Milli Genth spielt mit den Themen, die sie für ihre Bilder wählt. Mal skurril, mal durchaus blumig, dann wieder grotesk oder manchmal sogar brutal - Milli Genth malt, was sie sieht oder wie sie die Welt um sich herum erlebt. Diese Welt ist nicht immer fröhlich. "Ich kann auch Abgründe malen", sagt Milli Genth .


In der Rolle des Zuschauers

Die Münnerstädterin sieht sich in der Rolle des Beobachters und Zuschauers und stößt dabei oft auf ebenso absurde oder fast schon humoristische Situationen. "Ich mag es satirisch", sagt sie. Vielleicht liegt es daran, dass ihr Beobachterblick dann gerade solche besonderen Momente einfängt. Daraus entwickeln sich ihre Ideen für die Bilder, Collagen oder Skulpturen.

Gemalt hat Milli Genth eigentlich schon immer, Tiere beispielsweise, als sie noch ein Kind war. Schon als Jugendliche kam dann auch die Lust, verschiedene Stilrichtungen auszuprobieren. Im Laufe der Jahre hat sich ihre Technik verfeinert. Die Kunst ist für sie aber immer ein Hobby geblieben, wenn auch ein sehr wichtiges. "Ich will nur Spaß haben", sagt sie. Wobei sie gesteht, sie hätte auch nichts dagegen, mit ihrer kreativen Arbeit ein weiteres finanzielles Standbein zu haben.

Die Objekt-Auswahl für die Münnerstädter Ausstellung ist mittlerweile getroffen; die Arbeiten stehen bereit zum Aufhängen. Rund 15 Bilder, meist in stattlichen Formaten, will Milli Genth in ihrer Ausstellung zeigen. Sie mag die großen Formate. "Da kann man sich richtig ins Bild fallen lassen", betont die Künstlerin.

Zu sehen sind in der Ausstellung des weiteren Collagen und Skulpturen. Dabei sind zudem Tuschezeichnungen, mit denen das Buch "Sagen und Geschichten aus Maßbach und Umgebung" des Heimatsvereins Maßbach illustriert wurde. Genth präsentiert einen Querschnitt ihres Schaffens ab 1998 bis heute. Die Vernissage für ihre Ausstellung im Altstadtcafé ist am Freitag, 28. April, um 19 Uhr.

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