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Rothhausen
Nachruf

Abschied von einem Motor des Gemeindelebens

Im Alter von 89 Jahren ist der Thundorfer Ehrenbürger Willi Kehl (Rothhausen) gestorben.
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Der Rothhausener Ehrenbürger Willi Kehl verstarb im Alter von 89 Jahren. Foto: Philipp Bauernschubert
Der Rothhausener Ehrenbürger Willi Kehl verstarb im Alter von 89 Jahren. Foto: Philipp Bauernschubert
Durch den überraschenden Tod von Willi Kehl verliert die Gemeinde Thundorf nicht nur einen Ehrenbürger, sondern auch einen geschätzten Kommunalpolitiker mit Sachverstand und Weitblick.
44 Jahre, von 1952 bis 1996, war Kehl im Gemeinderat, sowohl in der damals selbstständigen Gemeinde Rothhausen und nach der Gebietsreform auch in Thundorf. 30 Jahre übte der Verstorbene das Amt des 2. Bürgermeisters in diesen beiden Gemeinden (1966 bis 1978 in Rothhausen und 1978 bis 1996 in Thundorf) aus. "Es war ein Lebenswerk, das sich sehen lassen kann", so der damalige Thundorfer Bürgermeister Felix Braun bei der Ehrenbürgerverleihung am 2. Februar 2001.
Willi Kehl, in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und geprägt, wurde im jugendlichen Alter von 17 Jahren 1943 als Soldat eingezogen und verletzt.
Nach den Kriegswirren fand sich die Landjugend zusammen, und Kehl hat auf Orts- und Kreisebene tatkräftig mitgewirkt. Er brachte es zum Kreisvorsitzenden in der vom Bayerischen Bauernverband (BBV) ausgehenden Organisation. Bei der örtlichen Feuerwehr Rothhausen war er von 1961 bis 1981 Kommandant und wurde nach seinem Ausscheiden zum Ehrenkommandanten ernannt.


Begeisterter Musikant

Bei der angeordneten Flurbereinigung war der Verstorbene von 1959 bis 1968 als Kassier im Vorstand. Kehl war Geschäftsführer der damals noch selbstständigen örtlichen Raiffeisenbank von 1954 bis 1962 und dann anschließend 25 Jahre im Vorstand der Raiba Maßbach. Musik und Gesang waren sein großes Hobby. Es war deshalb auch nicht verwunderlich, dass er mit Gleichgesinnten 1975 die Lauertalkapelle Rothhausen mitgründete. Willi Kehl war ab 1970 bei der Edeka beschäftigt und von 1972 bis 1989 Betriebsratsvorsitzender und dadurch auf Landesebene von 1974 bis 1991 in der Tarifkommission tätig.


In der Kirchenverwaltung

Bis zu seinem Tod war Kehl Mitglied im Ortsverband der CSU Thundorf und darüber hinaus im Kreisverband der Christlich Sozialen Arbeitnehmer von 1984 bis 1991 Vorsitzender des Kreises Bad Kissingen. Im kirchlichen Leben war er viele Jahre in der Kirchenverwaltung seines Heimatortes Rothhausen tätig.
Das Requiem und die anschließende Beerdigung finden am Dienstag, 3. Mai, um 14.30 Uhr statt. Neben seiner Lebenspartnerin Anni Scharf und den drei Söhnen und drei Töchtern mit ihren Familien werden viele Vereine, Freunde und Weggefährten Abschied nehmen von einem engagierten Bürger der Gemeinde.
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