Münnerstadt
Pflege

40 Jahre im Dienst der Menschlichkeit

Die Caritas-Sozialstation St. Veronika in Münnerstadt feiert Geburtstag. Angefangen hat es hier mit einem Anrufbeantworter.
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Diakon und Caritas-Seelsorger Christoph Glaser, Vize-Geschäftsführer Daniel Schäfner, Tiffany Cotton, Pflegedienstleiter Josef Reichert, Vize-Pflegedienstleitung Martina Ugo, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Elvira Keller und 2. Vorsitzender des KCV Bad Kissingen Erhard Ledermann. Foto: Daniel Schäfner
Diakon und Caritas-Seelsorger Christoph Glaser, Vize-Geschäftsführer Daniel Schäfner, Tiffany Cotton, Pflegedienstleiter Josef Reichert, Vize-Pflegedienstleitung Martina Ugo, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Elvira Keller und 2. Vorsitzender des KCV Bad Kissingen Erhard Ledermann. Foto: Daniel Schäfner

Seit 40 Jahren kümmert sich die Caritas-Sozialstation St. Veronika in Münnerstadt um Menschen, die Hilfe brauchen. Das wurde nun mit einem kleinen Festakt gefeiet.

Eingeladen waren alle Akteure im Gesundheitswesen rund um Münnerstadt, dazu die kirchlichen und die politischen Gemeinden. Die Feierlichkeit begann mit einer kleinen Andacht, die von Christoph Glaser, dem Caritas-Seelsorger für das Dekanat Bad Kissingen, gehalten wurde. Anschließend kam die Ansprache vom zweiten Vorsitzenden des Kreiscaritasverbandes für den Landkreis Bad Kissingen e. V., Erhard Ledermann. Danach sprach Josef Reichert, Pflegedienstleiter der Caritas-Sozialstation St. Veronika, der bereits seit kurz nach der Gründung der Sozialstation in Münnerstadt tätig ist und nächstes Jahr sein 40 Jähriges Dienstjubiläum feiert.

Erhard Ledermann ging kurz auf die Geschichte der Sozialstation ein. So begann alles im Jahre 1979 mit einer Außenstelle der Caritas-Sozialstation St. Marien Bad Kissingen in Münnerstadt. Damals wurde sie im Rahmen der Vietnamesenbetreuung gegründet. Lange Zeit genügte eine Teilzeitkraft, die von Bad Kissingen aus eingesetzt wurde. Die ersten Räumlichkeiten waren eher spartanisch ausgestattet, was auch ausreichend war, da in den ersten Jahren nur ein Anrufbeantworter in der Sozialstation stand, der dann im Rahmen der Tour abgehört wurde. Als im September 1986 Reichert Josef als Pflegedienstleiter eingesetzt wurde, kam die Ambulante Pflege in Münnerstadt langsam ins Rollen.

Zu Beginn der Neunziger Jahren verdoppelte sich die Mitarbeiterzahl kontinuierlich, als dann auch noch die Krankenkassen besser zahlten, konnte man sich von Klienten kaum noch retten. Da die Räume zu klein waren, zog man kurzfristig in den ehemaligen Edeka-Laden am Karlsberg um. Als der Landkreis dann das Seniorenzentrum St. Elisabeth, baute wurde der Caritasverband gefragt, ob Interesse bestünde, hier miteinzuziehen, da in diesem Modellprojekt auch eine ambulante Pflegestation vorgesehen sei.

So landete die Sozialstation, die inzwischen den Namen St. Veronika trug, im Seniorenzentrum St. Elisabeth. Die Bedingungen waren ideal: genügend Parkplätze für Mitarbeiter und Dienstfahrzeuge, Büro und Besprechungsräume. Es entwickelte sich im Laufe der Jahre auch eine hervorragende Zusammenarbeit mit dem Seniorenzentrum, in dem vor allem der große Raum für Veranstaltungen genutzt wurde. Auch wenn die Räume für die mehr als 40 vor allem weiblichen Mitarbeiterinnen im Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftsbereich inzwischen eigentlich zu klein sind und mindestens ein weiteres Büro fehlt, so wiege doch die hervorragende Zusammenarbeit vieles auf.

Die Mitarbeiterinnen sind nach wie vor der Garant für gute ambulante Pflege, dies zeigt sich auch darin, dass die Sozialstation St, Veronika mit etwa 200 Kunden inzwischen eine der größten im Landkreis Bad Kissingen ist. Gesellschaftlicher Wandel und der inzwischen allgegenwärtige Pflegenotstand stellen zwar auch den Caritasverband vor große Herausforderungen, aber der engagierte langjährige Mitarbeiterstamm lässt hoffen, auch in der Zukunft gute und engagierte häusliche Pflege im Raum Münnerstadt, Maßbach, Nüdlingen, Bad Bocklet, Thundorf und Burglauer angeboten werden kann.

Zahlen und Fakten

Aktuell rund 200 Klienten, einige davon werden sogar mehrmals täglich versorgt. Versorgungszeiträume von 06:00 - 22:00 Uhr bietet die Sozialstation an. Altenpflegerinnen und Altenpfleger werden bereits seit vielen Jahren dort ausgebildet. Rund 45 Menschen arbeiten zurzeit in der Sozialstation. Wundexperten, Praxisanleiter und viele Qualifikationen finden sich unter der Belegschaft. Das Angebot der Einrichtung umfasst die komplette Häusliche Krankenpflege, (z. B. Wundverbände, Injektionen, Medikamentengabe), die häusliche Pflege, (z. B. Ganzkörperwäsche, Toilettengänge), Hauswirtschaftliche Versorgung, Betreuung sowie auch Familienpflege ("Wenn Mama krank wird") Zeitgleich biete die Sozialstation einmal im Monat einen Betreuungsnachmittag an. Demenzkurse für pflegende Angehörige werden immer im Frühjahr und im Herbst angeboten. Träger der Caritas-Sozialstation ist der Caritasverband für den Landkreis Bad Kissingen e. V. der insgesamt sechs Sozialstationen im Landkreis vorhält. Dieser wird Anfang des nächsten Jahres in Garitz und in Elfershausen zwei Tagespflegen eröffnen. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.sozialstation-muennerstadt.de und unter www.caritas-kissingen.de

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