Motten

Motten: Ein Netz aus Wegen für weniger Verkehr im Ort

Startschuss für den Ausbau von Kernwegen in der Gemeinde Motten: Zusammen mit den Landwirten ist der Plan für das Wegenetz entstanden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ausbauen, asphaltieren, schottern - nach der Planung des Kernwegeentzes, sollen jetzt die Bauarbeiten losgehen. Die Herren stimmen sich ab: Bauleiter Frank Stenke (Firma Giebel-Bau, Eiterfeld), Joachim Mair (Amt für ländliche Entwicklung), Bürgermeister Jochen Vogel, Allianzmanger Uwe Schmidt und Robert Knidlberger (Landschaftsarchitekt, Wartmannsroth) Fotos: Marion Eckert
Ausbauen, asphaltieren, schottern - nach der Planung des Kernwegeentzes, sollen jetzt die Bauarbeiten losgehen. Die Herren stimmen sich ab: Bauleiter Frank Stenke (Firma Giebel-Bau, Eiterfeld), Joachim Mair (Amt für ländliche Entwicklung), Bürgermeister Jochen Vogel, Allianzmanger Uwe Schmidt und Robert Knidlberger (Landschaftsarchitekt, Wartmannsroth) Fotos: Marion Eckert
+1 Bild

In den nächsten zwei Wochen soll es mit dem Ausbau der Kernwege um Motten herum konkret werden. Zum Baubeginn lud Bürgermeister Jochen Vogel neben dem Allianzmanager der Brückenauer Rhönallianz Uwe Schmidt, Joachim Mair Sachgebietsleiter und Allianzbetreuer vom Amt für ländliche Entwicklung sowie den Landschaftsarchitekten Robert Knidlberger und Bauleiter Frank Stenke der Firma Giebel-Bau in Eiterfeld zu einem offiziellen Termin zur künftigen Baustelle ein.

Das Kernwegenetz für die Brückenauer Rhönallianz wurde in den vergangenen drei Jahren unter Beteiligung der Landwirte und des Naturschutzes erstellt. Als Kernwege bezeichnet werden An- und Abfahrtswege, sogenannte Hauptverbindungswege, mit einer übergeordneten Bedeutung für die Landwirtschaft. Stichwege und Parallelwege können nicht als Kernwege ausgebaut werden, wurde im Rahmen der Besprechung erläutert. Das Kernwegekonzept der Brückenauer Rhönallianz sei vom Amt für ländliche Entwicklung mit 75 Prozent gefördert worden und Grundlage für eine weitere Förderung beim Ausbau von landwirtschaftlichen Kernwegen. Parallel zur Erstellung des Konzepts seien die Verantwortlichen in Motten in die Detailplanung eingestiegen, da einige Wege eine Sanierung dringend nötig haben. Der Förderbescheid für den rund 900 000 Euro teuren Mottener-Kernwegeausbau werde ebenfalls mit 75 Prozent erteilt. Für die Baunebenkosten gibt es 10 Prozent pauschale Förderung. Der gemeindliche Anteil wird somit 225.000 Euro betragen. Bei den Fördermitteln handele es sich um Bayerische Gelder wie auch Bundesmittel.

Naturschutz berücksichtigen

Was wird konkret gebaut? Baubeginn ist im Bereich Kretzenhof. Der Weg wird von der Staatsstraße aus saniert und entsprechend den Vorgaben für Kernwegebau mit einem Wassergraben versehen. Wie der Bürgermeister erläuterte, sei vorgesehen, den Weg mit der Steigung zu asphaltieren, nur im oberen ebenen Bereich werde eine Schotterbauweise vorgenommen. Diese sei ein Zugeständnis an den Naturschutz, ergänzte Mair und verwies auf die besondere Situation der Gemeinde Motten, inmitten eines naturschutzfachlich wertvollen Gebiets. Im Steigungsbereich könne jedoch nicht auf Asphalt verzichtet werden, da der Weg sonst sehr schnell ausgewaschen werde. Der Weg werde auf der vorhandenen Trasse ausgebaut, wobei die Vergrößerung der Radien und Einmündungsbereiche vorgesehen sei. Dies sei eine weitere Vorgabe für Kernwege, damit auch große landschaftliche Maschinen die Wege tatsächlich nutzen können. Der Weg werde im weiteren Verlauf vom Kretzenhof zum Ort Motten ausgebaut. Insgesamt seien es gut 1,2 Kilometer.

Weitere 500 Meter werden im Bereich der Döllau entlang des Baches zum Kernweg. Durch diese Wegstück werden zwei Wege miteinander verbunden, was eine Entlastung für den Verkehr im Ort bedeute. Dieser Weg, der heute noch ein reiner Wiesenweg ist, werde vom Bach weggelegt, geschottert und nur im Einmündungsbereich asphaltiert.

Leichteren Zugang zu Flächen

Auf einem Kilometer Länge wird der Ausbau eines Kernwegs im Bereich Haubenhöfe erfolgen. Hier stehen mehrere Teilbereiche an, unter anderem eine Steigung, die durch Auswaschung eine schlechte Qualität habe und nun asphaltiert werde. Auch durch diesen Ausbau soll den Landwirten eine besseres Wegenetz zur Verfügung gestellt werden und eine Entlastung für den Ort erzielt werden. Dazu zähle auch ein Teilstück beim Wasserhäuschen, das ebenfalls ausgebaut werde, um einen leichteren Zugang zu den Flächen zu ermöglichen.

Die Wege seien in Absprache mit den Landwirten ausgewählt worden, hob der Bürgermeister das gute Miteinander in Motten hervor. Auch sei es problemlos gelungen, mit den betroffenen Grundstückeigentümern eine Einigung zu finden und den notwendigen Grundstückserwerb zu tätigen. Rund zehn Eigentümer waren betroffen.

Derzeit sei Motten die einzige Kommune der Brückenauer Rhönallianz, die sich konkret an den Ausbau von Kernwegen heranmache. Doch das Konzept sei keine Eintagsfliege, es sei ein dauerhaftes Konzept, das auch langfristig gefördert werde, erklärte Mair. In Motten gab es bei all den genannten Wegen aktuell Handlungsbedarf.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren