Stangenroth
Begeisternd

Mit Spielfreude auf die Weihnachtszeit einstimmen

Das Adventskonzert in Stangenroth bot schöne und abwechslungsreiche Musikstücke, die den Zuhörern sehr gut gefielen.
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Musikverein Stangenroth. Foto: Björn Hein
Musikverein Stangenroth. Foto: Björn Hein
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Das Adventskonzert in Stangenroth hat eine lange Tradition. Es erfreut sich großer Beliebtheit bei alt und jung, besonders auch deshalb, weil die Organisatoren sich immer sehr viel Mühe geben, dem Publikum ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm zu bieten. So begeisterten die Musiker und Sänger auch in diesem Jahr bei einem gut besuchten Konzert.

Ruhig und meditativ war der Einzug der Sänger vom Chor "ProTon" (Leitung von Magdalena Schatz), der auf einen besinnlichen Nachmittag einstimmte. Danach legten sie auch gleich mit der schönen, harmonischen Weise "He is exalted" los, ein Stück, welches durchaus auch impulsive Phasen hatte. Der mehrstimmige Gesang erfüllte das Gotteshaus, und alle harmonierten als Einheit zusammen. Lustig ging es dann mit dem "Jingle Bells" weiter, das zum Schneegestöber draußen sehr schön passte, welches Stangenroth wie in weiße Watte gehüllt hatte. Dabei gab der Chor die deutsche Version dieses überaus beliebten und bekannten winterlichen Liedes.


Lange Tradition

"Das vorweihnachtliche Adventskonzert hier in der Kirche erfreut sich einer langen Tradition. Auch uns Sängern und Musikern macht es immer wieder Spaß, Sie damit bereits jetzt schon aufs bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen", betonte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Stangenroth, Jürgen Schmitt, der selbst aktiv im Chor "ProTon" mitwirkte.

Und nicht nur der Chor sorgte für eine ganz besondere Stimmung, sondern auch der Musikverein Stangenroth (Leitung von Volker Metz). Mit der konzertanten Weise "First Noel", die sehr festlich daherkam, begeisterte er das Publikum und spielte dabei virtuos mit Lautstärkekontrasten, die das Stück besonders reizvoll machten. Doch auch witzige Geschichten durften bei dem Konzert nicht fehlen. So trug Anja Stürzenberger das lustige Gedicht "Der Boom" vor und sorgte mit ihrem Berliner Dialekt für zahlreiche Schmunzler.

Der Kinderchor aus Thulba hatte ebenso einen Auftritt und interpretierte das "Halleluja" aus der Feder von Leonard Cohen mit viel Gefühl, ebenso wie die schwungvolle Weise "Frohe Weihnacht", die einem Pop-Song nachempfunden war, und bei dem die Zuhörer ausgelassen mitklatschten.


Tosender Applaus

Für Gänsehautstimmung sorgte Magdalena Schatz mit ihrem Solostück "When we were young", bei dem sie sich selbst auf dem Keyboard begleitete. Sie verstand es, ihre ganze Leidenschaft in das Stück zu legen und es mit viel Soul zu interpretieren. Dem Publikum gefiel der gesangliche Vortrag außerordentlich gut, wie sich am tosenden Applaus ablesen ließ.

Überhaupt wusste das Konzert durch seine große musikalische Vielfalt zu begeistern, so dass für jeden etwas dabei war. Der Musikverein begeisterte anschließend mit wiederum sinfonischen Wiesen und interpretierte das allseits bekannte "Air" aus der Suite No. 3 von Johann Sebastian Bach nach einem Arrangement von Frank Bernaerts. Bei dieser klassischen Weise zeigte der Musikverein, wie gut die Musiker harmonierten.

Dass die Vorweihnacht auch eine Zeit der Reflektion ist, zeigte der Chor dann mit dem "Amoi seg ma uns wieder" von Gabalier, welches sich mit der Thematik des Todes und der Auferstehung befasste. Mit viel Gefühl, aber ohne Schwermut präsentierte er das Stück, das die Zuhörer tief berührte. Zu sehr wollte die Musiker dann aber dann doch nicht ins Nachdenken versinken, und so schloss sich gleich die lockere und fröhliche Weise des "Weihnachts-Halleluja" an, die sehr rhythmisch daherkam und mit viel Freude vorgetragen wurde.


Nachwuchs präsentiert Können

Beim Konzert wurde dann auch dem Nachwuchs des Musikvereins, der Bläserklasse, die Möglichkeit gegeben, ihr Können vor großem Publikum zu demonstrieren. Die Zuhörer waren begeistert und spendeten viel Applaus. Weitere Stücke vom Musikverein und vom Chor "ProTon" schlossen sich an.

Ein weiterer Höhepunkt war das "Ave Maria" von Franz Schubert, das Magdalena Schatz mit klarer Aussprache und voller Stimme vortrug. Mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit wusste sie auch die schwierigen Passagen fehlerfrei zu meistern und dabei für eine festliche Stimmung in der Kirche zu sorgen. Mit dem bereits zum weihnachtlichen Klassiker avancierten "Driving home for Christmas" verabschiedete der Musikverein dann das Publikum, das zum Schluss beim "Tochter Zion" noch einmal selbst zum Mitsingen eingeladen wurde.

Es war ein sehr schönes und abwechslungsreiches Konzert, das den Zuhörern sehr gut gefallen hatte. Im Anschluss daran war gemütliches Beisammensein, wobei die KITA und die FFW Bratwürste und Glühwein am tief verschneiten Feuerwehrhaus verkauften.

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