Bad Kissingen
Bund Naturschutz

Mit der Wärmebild-Kamera unterwegs

Die Zeiten, in denen Energie billig zu haben war, ist endgültig vorbei. Das ist jedem mittlerweile klar. Für die Kameraleute des Bund Naturschutz (BN), Kreisgruppe Bad Kissingen, ist das Anlass genug, ihren Service, Wohnung oder Haus mit der Wärmebildkamera zu überprüfen, auszuweiten.
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Ehrenamtliche Wärmebild-Kameraleute des Bund Naturschutz in Bad Kissingen bildeten sich bei Energieberate, Architekt und Baubiologe Michael Kirchner (rechts), fort. Foto: Bund Naturschutz
Ehrenamtliche Wärmebild-Kameraleute des Bund Naturschutz in Bad Kissingen bildeten sich bei Energieberate, Architekt und Baubiologe Michael Kirchner (rechts), fort. Foto: Bund Naturschutz
Bei dem Vorbereitungstreffen für die Einsätze der Wärmebildkameraleute brachte der Architekt, Baubiologe und Engergieberater Michael Kirchner, die Ehrenamtlichen wieder auf den neuesten Stand bei der Messtechnik. Es ging aber auch um weitere Fragen der Energieeinsparung.

Draußen muss es kühl sein

Wenn der Verdacht besteht, dass die Kühltruhe oder der Kühlschrank besonders viel Strom verbraucht, kann dies mit einem Messgerät überprüft werden. Die Kameraleute sind damit ausgerüstet. Die Wärmebildaktion des BN läuft nun schon das fünfte Jahr mit großem Erfolg, wie es in einer Pressemeldung heißt.
Die Kameraleute haben außerdem z. B. LED-Lampen dabei, die sie probehalber montieren können. Der geringe Verbrauch und die lange Lebensdauer der LEDs mache einen Kauf schon innerhalb von zwei Jahren sinnvoll, so die Nachricht.


Am besten von innen

Der Besuch der Ehrenamtlichen kann nur bei entsprechend kühler Witterung geschehen und sich daher um einige Wochen verzögern. Der Fotograf wird sich telefonisch melden und einen Termin vereinbaren.
Die Kamera bleibt circa drei Tage an jedem Ort. Die aussagekräftigsten Bilder werden von innen gemacht. Von außen ist die Aussagekraft der Bilder von sehr vielen verschiedenen technischen und klimatischen Faktoren abhängig und deshalb sehr begrenzt, heißt es in der Pressemeldung des BN.

Gleichmäßig auf 20 Grad

Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn zwischen Innen- und Außentemperatur eine Differenz von mindestens zehn Grad herrscht. Die Zonen, die im Haus überprüft werden sollen, sollten 24 Stunden vor dem Fototermin gleichmäßig auf 20 Grad aufgeheizt werden. Eine bis zwei Stunden vor dem Termin sollten alle Heizkörper ausgeschaltet sein. Im günstigsten Falle sind die Heizkörper zum Zeitpunkt der Aufnahme kalt. Auch sollten in den letzten Stunden vor dem Termin die Fenster nicht mehr geöffnet werden, da das sonst das Ergebnis verfälschen könnte.
Bei den Fotografen handelt es sich um Laien. Diese Männer und Frauen opfern ihre Freizeit für die Sache und haben sich mit dem Thema intensiv beschäftigt. Nichtsdestotrotz sind es keine Energieberater.

Energieberater hinzuziehen

Dafür hat der Fotograf eine Liste von Energieberatern aus der Region zur Hand, die er zur Verfügung stellt. Zum Energiesparen gehören auch Themen wie Warmwasserbereitung durch die Sonne, Photovoltaikanlagen und Stromsparen. Darüber informiert der BN ebenso . Der Arbeitskreis Energie nimmt die Wärmebild- und Energiesparaktion auch in Kindergärten und Schulen vor. Der BN geht dabei auf die Wünsche der Erzieher und Lehrkräfte ein, heißt es in der Pressemitteilung.
Immer wieder betonen die Kameraleute, wie wichtig es ist, für umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen Energieberater zu befragen. Denn nur mit einem Gesamtkonzept lässt sich Geld sparen. Das Alter des Hauses, die Nutzungsdauer und vieles mehr bestimmen nämlich, in welcher Reihenfolge und mit welchem finanziellen Aufwand Wärmedämmung und Energiesparen sinnvoll sind. red


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