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Bad Kissingen
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Mit Delfinen über geheimnisvolles Phänomen am Meeresboden unterhalten

Michael Grumley, dem Autor des Science-Fiction-Thrillers "Breakthrough", gelingt es, mit seinem gut unterhaltenden Debüt den Leser angenehm zu überraschen.
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"Breakthrough" von Michael Grumley erschien im Heyne-Verlag, Foto: Heyne-Verlag
"Breakthrough" von Michael Grumley erschien im Heyne-Verlag, Foto: Heyne-Verlag
Recht locker, dabei überaus spannend geschrieben ist der im September bei Heyne erschienene Science-Fiction-Thriller "Breakthrough" von Michael Grumley. Es ist der bereits 2013 in den USA veröffentlichte Debütroman des hauptberuflich als Informatiker tätigen Amerikaners. Zugleich ist es der erste Band seiner gleichnamigen SciFi-Reihe aus bisher vier Bänden, der fünfte ist gerade in Arbeit.

In diesem ersten Band geht es um unsere aktuellen Umweltthemen, um den Klimawandel und das dadurch bewirkte Schmelzen der Polkappen. Vor allem geht es aber um den sparsamen, weil lebenserhaltenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen unserer Welt. Anfangs wird man als Leser zwar mit wissenschaftlichen Fakten etwas überschüttet. Doch wenn der wissenschaftliche Laie solche Fakten nicht hinterfragt, sondern als gegeben nimmt, macht diese Faktensammlung den Roman eher real und authentisch, was unweigerlich zur Steigerung der Spannung beiträgt.


Unterhaltung mit Delfinen

Die wichtigste Person neben den beiden Sonderermittlern John Clay und Steve Cesare, die im Auftrag des US-Präsidenten und des Militärs merkwürdige Geschehnisse in der Karibik und schließlich ein geheimnisvolles Phänomen am Meeresboden aufzuklären haben, ist die Meeresbiologin Alison Shaw. Ihrem Team ist es nämlich gelungen, mit Delfinen, die bekanntlich zu den intelligentesten und sozial höchstentwickelten Tieren gehören, zu kommunizieren. Sie kann sich tatsächlich mit ihren Meeressäugern Sally und Dirk unterhalten. Da kommt es im Roman nicht unerwartet, dass Sonderermittler Clay diese beiden Delfine nutzt, um dem Unterwassergeheimnis auf die Schliche zu kommen.

Dem Autor gelingt es, mit seinem gut unterhaltenden Debüt den Leser angenehm zu überraschen. Allerdings muss man beim Lesen über ein paar Klischees hinwegsehen, die man schon aus Hollywood-Katastrophenfilmen kennt: So überrascht es erfahrene Kinogänger kaum noch, dass der - natürlich sehr unsympathische - militärische Berater des US-Präsidenten, ohne die Hintergründe des Geschehens erfahren zu wollen, am liebsten gleich zur Atombombe greifen würde, um das unbekannte Phänomen unter Wasser vorsorglich zu vernichten, ohne sich mögliche Auswirkungen überlegt zu haben.

Sieht man aber von solchen Kleinigkeiten ab, kann dieses SciFi-Debüt des jungen amerikanischen Autors als gute und interessante, dabei spannende Unterhaltung empfohlen werden. Schon jetzt dürfen wir uns übrigens auf den zweiten Band der Breakthrough-Reihe freuen: Im Februar soll bei Heyne "In der Tiefe" erscheinen und wird uns in ein neues Abenteuer mit Meeresbiologin Alison Shaw und ihren "sprechenden" Delfinen führen.


Infos zum Buch


"Breakthrough" von Michael Grumley, Heyne-Verlag, broschiert, 384 Seiten, 12,99 Euro, ISBN 978-3-453-31875-5

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