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Mehr Besucher erhofft

Gastronomen erwarten mehr Gäste und Touristen durch das Naturerlebniszentrum Rhön am Wildpark Klaushof und seiner Außenstelle in Hammelburg.
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Die heimische Tierwelt soll einen Schwerpunkt bilden beim geplanten Erlebniszentrum am Klaushof.  Foto: Peter Rauch/Archiv
Die heimische Tierwelt soll einen Schwerpunkt bilden beim geplanten Erlebniszentrum am Klaushof. Foto: Peter Rauch/Archiv

Große Hoffnung auf mehr Gäste und Touristen durch das vom Freistaat im Rahmen der "Naturoffensive Bayern" geplante Naturerlebniszentrum Rhön am Wildpark Klaushof mit seiner Außenstelle in Hammelburg machen sich die Gastronomen und Hoteliers des Landkreises. Dies wurde am Montag auf der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes des Bayerischen Hotel und Gaststättenverbandes (BHG) deutlich.

Bereits in seiner Begrüßung hatte BHG-Kreis- und Bezirksvorsitzender Heinz Stempfle hervorgehoben, dass gerade durch die thematische Verbindung beider Einrichtungen - des Wildparks und des Naturerlebniszentrums (NEZ) - sich nicht nur die Aufenthaltsdauer der Tagesbesucher verlängern wird, sondern durch die Attraktivitätssteigerung der Region zusätzliche Touristen angezogen werden. Auch der stellvertretende Landrat Emil Müller begrüßte "die Steigerung des touristischen Angebots" durch das NEZ und verwies zugleich auf Maßnahmen des Landkreises wie die Gründung der Rhön GmbH, die Standortkampagne und die kürzliche Eröffnung des neu gebauten Berghauses Rhön. "Wenn wir die Gäste einladen, müssen wir ihnen auch etwas anbieten können."

Doch was genau das geplante Naturerlebniszentrum letztlich bieten wird, konnten Regionalmanagerin Cordula Kuhlmann und die seit Februar von der Regierung Unterfranken als NEZ-Projektmanagerin eingesetzte Lisa Graskamp noch immer nicht sagen: "Wir sind noch in einer frühen Entwicklungsphase." Gründe für die Platzierung des NEZ im Landkreis und direkt am Wildpark Klaushof war nach Worten der Regionalmanagerin einerseits die Tatsache, dass 60 Prozent der Landkreisfläche zum Unesco-Biosphärenreservat gehören, und es andererseits zwischen dem Wildpark und der Universität schon seit elf Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit in Umweltbildung gibt. In Hammelburg seien für die Außenstelle sogar schon Räumlichkeiten im Kellereischloss vorhanden. Das Projekt erfährt bereits jetzt, so versicherte Kuhlmann vor den Gastronomen, die "breite Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzverbänden".

Projektmanagerin Graskamp beschrieb erste Grundideen für das Erlebniszentrum am Klaushof. Einen Schwerpunkt soll die heimische Tierwelt bilden, andererseits sollen die Haltung von Nutztieren und die Landwirtschaft behandelt werden. Außerdem soll unter dem Begriff "Wald und Gesundheit" der umgebende Klauswald inhaltlich eingebunden werden: "Wir wollen unsere Besucher in den Wald bringen." Das Thema "Waldbaden" werde ohnehin immer aktueller. In der Außenstelle Hammelburg denkt man eher an Ausstellungen und Aktionen zu "urbanen Themen im ländlichen Raum" mit dem Schwerpunkt der Nachhaltigkeit. Künftige Zielgruppen der Umweltbildungseinrichtung sollen Laien und Fachleute sein. Derzeit laufen Stellenausschreibungen für wissenschaftliche Mitarbeiter. Graskamp: "Sobald wir mehr Personal haben, werden wir mit der konkreten Projektarbeit beginnen können."

Bei den Standortüberlegungen zum geplanten NEZ habe man den Altlandkreis Bad Brückenau vernachlässigt, merkte ein Gastronom an. Das sei nicht der Fall, widersprach Kuhlmann: "Mit dem Haus der Schwarzen Berge in Oberbach ist das Thema schon gut abgedeckt." Später sollen alle Einrichtungen eng miteinander vernetzt werden. "Wir sind sicher, das der gesamte Landkreis vom NEZ und seinen Außenstellen durch deren Angebote in der Fläche profitieren wird."

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