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Wildflecken
Engagement

Mehr als hundert Helfer sammelten Unrat

Mit Tatkraft und guten Regenjacken ausgerüstet rückten viele Helfer dem Müll in freier Natur zu Leibe.
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Trotz des Regens waren die "Müllsammler" der KjG Oberbach und einige Väter nach getaner Arbeit gut gelaunt. Foto: Johanna Kellermann
Trotz des Regens waren die "Müllsammler" der KjG Oberbach und einige Väter nach getaner Arbeit gut gelaunt. Foto: Johanna Kellermann
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Ein fester Bestandteil des Jahresprogramms der "Katholischen jungen Gemeinde" in Oberbach, kurz KjG genannt, ist die jährliche Aufräumaktion in der Flur rund um das Dorf. Seit Jahren wird diese Säuberungsaktion, auf das bayerische "Rama dama" (Räumen tun wir) zurückgehend, durchgeführt - und das bei jedem Wetter. So lernen die Kinder Aufmerksamkeit der Natur gegenüber und auch Verantwortungsbewusstsein.
Das anscheinend fehlt den großen und kleinen Umweltsündern, die ihren Unrat immer noch einfach im Wald, in Hecken oder am Wegrand entsorgen.

Helfer trotzen Regen und Kälte

Das Wetter war am Samstag nass und kalt. "Mir hat das aber nichts ausgemacht", sagt einer der Buben. Aber ein anderer bekennt "meine Beine sind ganz eiskalt geworden". Kein Wunder, wenn Regen die Kleidung durchnässt. Auch heuer wurden die Kinder und Erwachsenen wieder fündig: Selbst einige "schwere Trümmer", wie ein Teil einer Waschmaschine und Autoreifen hatten sie aus Gestrüpp herausgeholt.

Wie gut, dass da auch einige Väter mit von der Partie waren. "Überall werfen Leute ihre gebrauchten Tempotaschentücher einfach so weg und die liegen jetzt überall aufgeweicht herum. Eine Zierde ist das ja wirklich nicht", berichtete einer der Väter. Auch Bierdosen und Plastikflaschen werden zwar voll mit hinaus genommen, das Leergut scheint aber zu schwer zu sein, um es zuhause zu entsorgen. Manchen Kindern war die Empörung so richtig anzumerken.

"Wohlstandsmüll" verschandelt die Natur

Zufrieden mit der Aktion waren die Verantwortlichen dieser Räumaktion, das Team um Vorsitzende Tamara Popetz. Sie hatten die einzelnen Gruppen, die sternförmig vom Pfarrheim in Oberbach aus in alle Himmelsrichtungen gestartet waren, begleitet. Teilgenommen hatten an die zwanzig Jungen und Mädchen im Schulalter. Nach geleisteter Arbeit schmeckte allen die von der Gemeinde bereitgestellte Brotzeit.

In Wildflecken dankte stellvertretender Bürgermeister Gerd Kleinhenz (SPD) den rund 85 freiwilligen Helfern, die trotz des schlechten Wetters gekommen waren. Unter dem Motto "Wildflecken räumt auf" hatte die Gemeinde, Vereine, Organisationen, Verbände und Bürger aller Ortsteile eingeladen, die Gemeinde vom Unrat zu befreien. Auch im Ortsteil Oberwildflecken wurden Wald und Flur, Spielplätze, Straßen und Wegeränder vom "Wohlstandsmüll" gesäubert. Dosen, Flaschen, Papier, Autoreifen, Batterien und Schrott waren wie immer die überwiegenden "Funde", mit denen die Natur verschandelt war.

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