Bad Kissingen

Martin Christ ist neuer Chef der Kurgärtnerei

Der neue Chef der Kurgärtnerei in Bad Kissingen, Martin Christ, gilt als der ideale Mann für die anspruchsvolle Aufgabe. Er will die wirklich wichtigen Anlagen behutsam pflegen und weiter entwickeln.
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Martin Christ. Foto: FT
Martin Christ. Foto: FT
Auf die Frage, ob Martin Christ der ideale Mann für die Spitze der Kurgärtnerei sei, nickt die amtierende Kurdirektorin Andrea Schallenkammer schweigend. Der 46-Jährige sieht das ähnlich: "Ich habe hier wirklich eine Lebensaufgabe gefunden" und einen Arbeitsplatz, "wo andere Urlaub machen".

Martin Christ habe sich gegen "genügend" qualifizierte Bewerber durchgesetzt, sagte Andrea Schallenkammer. Wichtig sei ihr auch das Thema Personalführung gewesen. Dass er das kann, hat er als Chef der Grünen Gruppe mit Behinderten der Lebenshilfe Schweinfurt bewiesen.


Gemeinsam mit dem Kurdirektor

"Wir haben alles gemacht", sagt Martin Christ, von der Baumpflege bis zur Gartengestaltung. Das Aufgabengebiet - ähnlich wie in Bad Kissingen - sei sehr breit gefächert und umfangreich. Die Arbeit in den vergangenen zwölf Jahren habe ihm viel Spaß bereitet. Aber jetzt, mit 46, habe er noch eine Chance, etwas anderes zu tun. Er sei "sehr glücklich, dass ich hier genommen worden bin."

Seinen 42 neuen Mitarbeitern in der Kurgärtnerei hat sich Martin Christ am Mittwochmittag vorgestellt. Sie sollten aus erster Hand informiert werden, sagte Andrea Schallenkammer.

Die Stelle sei nach dem tragischen Tod von Matthias Dürr schnell ausgeschrieben worden. Martin Christ werde seine Stelle in Bad Kissingen zum 1. Juni antreten. Dann kommt auch der neue Kurdirektor Frank Oette.

So lange wird noch Helmut Krampe die Aufgabe kommissarisch weiterführen. Er wird auch Martin Christ einarbeiten. Die Beiden kooperieren sehr gut.


"Mit jedem Tag wertvoller"

Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) würdigte Engagement und Leistung von Helmut Krampert, der in die Bresche gesprungen sei. Die Interimszeit sei "wahnsinnig gut besetzt". Martin Christ sei qualifiziert und habe eine Liebe zu den Anlagen, deren Bestand mit jedem Tag wertvoller werde.

Martin Christ will seine neue Aufgabe behutsam und mit Fingerspitzengefühl angehen. Es sei wichtig, dass Kurgäste und Bewohner sich wohlfühlen. Die Bad Kissinger Parks könnten sich mit dem Englischen Garten in München vergleichen.

Erstes Ziel sei die Erhaltung des Bestandes. Die vorhandene alte Harmonie dürfe nicht zerstört werden. Alles müsse langfristig gesichert und entwickelt werden, "und zwar so, dass es keine größeren Beschwerden gibt". Er werde sich den Werdegang anhand von alten und von neuen Plänen anschauen. Außerdem werde er sich mit dem langjährigen Chef der Bad Kissinger Kurgärtnerei, Hubertus Wehner, in Verbindung setzen.


OB schließt Entlassungen aus

Auch Bad Bocklet hat es Martin Christ angetan: Der Kurpark dort sei auch "wunderschön".

Dass es in der Kurgärtnerei zu Stellenstreichungen kommt, scheint nicht ausgeschlossen. OB Blankenburg sagte, "wenn wir von Personalabbau reden, dann reden wir über Fluktuation und nicht über Entlassungen."

Andrea Schallenkammer meinte, die Staatsbad GmbH sei auf Gewinn ausgerichtet und könne betriebswirtschaftliche Entscheidungen treffen. Martin Christ habe auch schon in Schweinfurt mit Fremdfirmen zusammengearbeitet. Kein Betrieb könne immer nur mit eigenen Mitarbeitern die maximale Last stemmen. "Wir werden da vergeben, wo es mittelfristig die wirtschaftlichste Lösung ist", sagte OB Blankenburg. Dabei handele es sich um Einzelfallentscheidungen. Auch der Service-Betrieb der Stadt verfahre so.

Werdegang: Martin Christ stammt aus Werneck, lebt im Raum Schweinfurt und ist ledig. Der 46-Jährige hat in Weihenstephan studiert und ist Diplom-Ingenieur Landespflege. Zunächst war er in einem Schweinfurter Gartencenter tätig. 2002 wechselte er zur Lebenshilfe Schweinfurt. Dort baute er die Grüne Gruppe auf, die heute 22 Mitarbeiter hat. Mit ihnen hat er zahlreiche Aufgaben der unterschiedlichsten Art bewältigt. Am 1. Juni tritt er in Bad Kissingen an.

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