Bad Kissingen
Luitpoldbad

Luitpoldbad Bad Kissingen: Alles bereit für den Umzug

Drei Jahre Sanierung, 39 Millionen Euro Kosten: Das Behördenzentrum im früheren Badehaus ist so gut wie fertig.
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Selbst Erwin Full vom Staatlichen Bauamt (links) und Architekt Ralf Alsheimer staunen, wie schön unter anderem die Treppenhäuser des neuen Behördenzentrums im Luitpoldbad geworden sind. Foto: Ralf Ruppert
Selbst Erwin Full vom Staatlichen Bauamt (links) und Architekt Ralf Alsheimer staunen, wie schön unter anderem die Treppenhäuser des neuen Behördenzentrums im Luitpoldbad geworden sind. Foto: Ralf Ruppert
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Im Schnitt zwei Mal in der Woche führt Erwin Full vom Staatlichen Bauamt Besuchergruppen durch das fast fertige Luitpoldbad. Die Reaktion ist fast immer identisch: "Wenn die Besucher ins Treppenhaus kommen, verschlägt es ihnen die Sprache", berichtet Full. Auch er selbst sei immer wieder begeistert, wie schön das Behördenzentrum im einstmals größten Badehaus Europas geworden ist.


"Im Prinzip alles fertig"

"Es stehen noch Restarbeiten und das Säubern aller Räume an", berichtet Full über den Baufortschritt. Die Zahl der Handwerker nehme stetig ab, allerdings seien noch Restarbeiten fällig, hier noch etwas Farbe nachbessern, dort die Serverschränke verdrahten. "Im Innenbereich ist im Prinzip alles fertig", sagt Full.

Dass im Außenbereich noch einiges läuft, sei so geplant gewesen: Die Parkplätze sollen bis Anfang September asphaltiert sein, einige davon farblich abgesetzt. Am Brunnen vor dem Casino entsteht aktuell die Naturstein-Umrandung, die Bepflanzung der Grünflächen zieht sich laut Full bis Ende Oktober hin. Bei den Arbeiten im Luitpoldbad hinkt laut Full lediglich das östliche große Treppenhaus hinterher. "Das wird nun aber mit Nachdruck nachgeholt."

Wichtig sei nun die Abnahme aller Gewerke, zum Beispiel müssten die Aufzüge erst frei gegeben werden, bevor sie verwendet werden dürfen. Darauf hoffen natürlich die künftigen Mieter: Ab Mittwoch, 23. August, werden bereits die Möbel für die neue Finanzkasse angeliefert. "Ich pendle ständig zwischen Finanzamt und Luitpoldbad", berichtet Angela Stichler, die den Umzug der Finanzkasse koordiniert. Und das alles bei laufender Tätigkeit, deshalb bittet sie auch um Verständnis, falls mal niemand ans Telefon geht: "Wir tun unser Bestes, aber es kann sein, dass wir mal schwer zu erreichen sind."


Neue Arbeitsplätze

Wenn alles läuft, arbeiten die zwölf Mitarbeiter ab 1. September vom Luitpoldbad aus. Dabei sind sie nur die Vorhut für eine deutlich größere Abteilung: Bislang ist die Finanzkasse Bad Kissingen für die Kreise Bad Kissingen und Main-Spessart zuständig, ab 1. Dezember gibt es dann nur noch zwei Finanzkassen in ganz Unterfranken: In Schweinfurt für den Bereich Schweinfurt, Würzburg und Kitzingen, in Bad Kissingen für die Region von Bad Neustadt bis Aschaffenburg. Laut Finanzamtsleiter Jürgen Fuchs erhöht sich dadurch die Zahl der Mitarbeiter um rund 30 auf etwa 180.


Bei laufender Tätigkeit

Ab 4. September kommen die Möbel der Außenstelle der Immobilien Freistaat Bayern und der Staatsbad GmbH. "Wir packen in der Woche vor dem Umzug", berichtet Staatsbad-Pressesprecherin Ines Hartmann. Von den neuen Büros aus im Ostflügel des Luitpoldbades soll voraussichtlich ab 11. September gearbeitet werden.
Als letzte Behörde zieht schließlich das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bad Kissingen ins Luitpoldbad um. "Wir wollten kein Risiko eingehen und sind deshalb auf den Termin Mitte September gegangen", sagt dessen Leiter Konrad Unsleber. Zumindest im Archiv würden schon die ersten Unterlagen gepackt, aber auch bei dieser Behörde gilt: "Wir können unsere Arbeit nicht komplett unterbrechen." Deshalb sollen parallel ab 18. September die neuen Möbel im Erdgeschoss des Westflügels aufgestellt und die Unterlagen am bisherigen Standort neben dem Landratsamt gepackt werden. Bereits ab 25. September will das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung dann vom Luitpold aus arbeiten. Die Fahrzeuge der Behörde sind in der ehemaligen Heizzentrale untergebracht. Den bisherigen Standort hat der Freistaat bereits 2016 an das Kommunalunternehmen des Landkreises Bad Kissingen verkauft.

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