Großenbrach
Feuerwehr

Letzte Amtshandlung: Ehrungen

Jörg Rumberg gibt seinen Posten als Kommandant ab. Neuer Kommandant ist Christian Albert, der Matthias Kutscher zum Stellvertreter hat.
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Als letzte Amtshandlung nahm Kommandant Jörg Rumberg die Ehrung langjähriger Feuerwehrvereinsmitglieder vor. Er selbst war 18 Jahre lang Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Großenbrach (von links): Jörg Rumberg, Kurt Beck, Alfred Löhr, Manfred Neckermann, Andre Bocklet, Norbert Neckermann und Erwin Neugebauer. Foto: Peter Rauch
Als letzte Amtshandlung nahm Kommandant Jörg Rumberg die Ehrung langjähriger Feuerwehrvereinsmitglieder vor. Er selbst war 18 Jahre lang Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Großenbrach (von links): Jörg Rumberg, Kurt Beck, Alfred Löhr, Manfred Neckermann, Andre Bocklet, Norbert Neckermann und Erwin Neugebauer. Foto: Peter Rauch
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Die Freiwillige Feuerwehr Großenbrach hat einen neuen Kommandanten. Der bisherige Amtsinhaber Jörg Rumberg hatte bereits im Vorfeld der Jahreshauptversammlung anklingen lassen, dass er zu einer Neuwahl nicht mehr antreten werde. Der nunmehr 48-jährige Kommandant wolle sein Amt nach 18 Jahren in jüngere Hände legen, der aktiven Wehr wolle er auf jeden Fall weiter dienen, vor allem als Atemschutzträger, "auch wenn da der Bart fallen sollte".

Von den über 150 Mitgliedern waren rund 50 ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen, 28 waren wahlberechtigt und alle 28 Stimmen fielen auf Christian Albert, den bisherigen 2. Kommandanten und einzigen Kandidaten. Mit Matthias Kutscher fand sich auch schnell ein Stellvertreter des Kommandanten, auch er bekam die volle Punktzahl.

Als Vertrauensleute der 34 Aktiven wurden Christine Baier und Christina Leibe gewählt, ihre Vertreter sind Anthony Coilloux und Christoph Rumberg. Katharina Hein wird weiterhin für die inzwischen zehn Jugendlichen und Feuerwehranwärter zuständig sein.

Überrascht zeigte sich nicht nur der bisherige Kommandant sondern auch die ganze Versammlung über die gefahrenen Einsätze im Jahr 2018. Waren es im Vorjahr noch fünf, so schnellte diese Zahl im Berichtsjahr auf 22 hoch, denn es kam zu sechs Bränden, sieben mal rückte die Wehr wegen Brand- und Rauchmeldeanlagen aus, acht mal war technische Hilfe zu leisten und einmal musste die Wehr zur Personensuche ausrücken. Dank der mitgeführten Wärmebildkamera konnte in stockdunkler Nacht die hilflose Person gefunden und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Bevor Kommandant Jörg Rumberg unter Standing Ovations von Bürgermeister Andreas Sandwall und dem gesamten Großenbracher Kommando verabschiedet wurde, nahm er als letzte Amtshandlung noch die Ehrung langjähriger Feuerwehrmitglieder vor.

So wurden für 40 Jahre Andre Bocklet, Manfred und Norbert Neckermann und Michael Neugebauer geehrt. Für 60 Jahre Kurt Beck, Erwin Neugebauer und Alfred Löhr; Hermann Bocklet, der für 65 Jahre geehrt werden sollte, ließ sich auf Grund seines Alters entschuldigen.

Der Feuerwehr Großenbrach bescheinigte Bürgermeister Andreas Sandwall eine vorbildliche Jugendarbeit und sehr gute Strukturen im Feuerwehrwesen, wenngleich auch das Atemschutzproblem, die Großenbracher Wehr hat gerade einmal die geforderten zwölf voll ausgebildeten Geräteträger, "auf den Nägeln brenne". Insgesamt könne jedoch gesagt werden "die Freiwillige Feuerwehr Großenbrach ist das Ortsleben".

Kreisbrandinspektor Ronald Geis und Kreisbrandmeister Steffen Kiesel zeigten sich ebenfalls beeindruckt über die hohe Einsatzstatistik, die ehrenamtlich abgearbeitet wurde. Sie ermunterten so weiterzumachen, denn "ihr seid damit auf dem richtigen Weg, der allerdings nur durch Zusammenarbeit (mit den umliegenden Wehren) zu leisten ist". Ortssprecher Mario Hümpfer, der als letzter Grußredner ans Pult trat, griff auch diesen Punkt kurz auf, als er feststellte. "Großenbrach ist schon ein besonderes Dorf - tagsüber leben und arbeiten hier durch den Gewerbepark rund 1500 Personen, in der Nacht sind es dann gerade einmal die 500 Einheimischen, die hier wohnen". Anzumerken wäre noch, dass nun fast der halbe Vorstand im Jahr 1996 unter dem damaligen Kommandanten Arnold Hüter der Feuerwehr Großenbrach beitrat. "Wir waren schon damals eine feste Clique und dieser Zusammenhalt ist bis heute geblieben", sagte einer der Beteiligten.

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