Bad Bocklet
Gemeinderatssitzung

Lebenshilfe pflegt jetzt den Friedhof

Nachdem es Beschwerden gegeben hatte, vergab der Rat die Arbeiten für die Gottesäcker in Aschach und Großenbrach
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Die Pflege des Friedhofs in Aschach und Großenbrach hatte für Unmut gesorgt. Symbolbild djd/Aeternitas
Die Pflege des Friedhofs in Aschach und Großenbrach hatte für Unmut gesorgt. Symbolbild djd/Aeternitas
Um die Vergabe von Pflegearbeiten in den Friedhöfen in Aschach und Großenbrach ging es auch beim Gemeinderat in Bad Bocklet. Bauhofleiter Stefan Metz machte darauf aufmerksam, dass es wegen der Pflege Beschwerden gegeben habe. "Hier sind Defizite erkennbar, die sich jedoch auf ganz konkrete Ursachen zurückführen lassen", informierte er. Man käme einfach mit der Pflege nicht mehr hinterher. So seien Pflanzenschutzmittel verboten, eine ausreichend wirksame technische Lösung lasse noch auf sich warten. Außerdem sei im vergangenen Jahr der Witterungsverlauf sehr ungünstig gewesen, was den starken Unkrautwuchs noch verstärkt habe.

Insgesamt müssten in Aschach und Großenbrach rund 2500 Quadratmeter gepflegt werden, die Gesamtfläche der Marktgemeinde im Bereich der Friedhöfe liege bei rund 4800 m², was einen großen Arbeitsaufwand bedeute. Rechne man die Jahresstunden der Bauhofmitarbeiter, die Geräteeinsatzstunden und dem Materialeinsatz, so liege man insgesamt bei rund 38 000 Euro, die die Pflege der Friedhöfe mindestens koste. Anteilig daran liegen die Kosten in Aschach und Großenbrach bei rund 20 500 Euro beim Einsatz des Bauhofes.

Aus diesem Grund habe man sich ein Pflegeangebot der Lebenshilfe Nüdlingen eingeholt. Für die ganzjährige Pflege des Friedhofs in Großenbrach würden dort rund 3 200 Euro verlangt, für die Pflege des Friedhofs in Aschach rund 6 000 Euro. Aufsummiert kommt man für beide Friedhöfe auf eine Summe von rund 9 200 Euro.

"Würden wir die Arbeiten vergeben, so hätte wir weitere Vorteile", erläuterte Metz. Das Know-How und Können der Bauhofmitarbeiter könnte für Liegenschaften wie der Zehnthalle und dem Bauhof sinnvoller verwendet werden, auch die Fallschutzflächen auf den Spielplätzen müssten ertüchtigt werden, was dann beispielsweise kein Problem mehr wäre. "Neben dem rein wirtschaftlichen Aspekt ist uns auch das Thema Inklusion sehr wichtig. Wenn die Arbeit von der Lebenshilfe übernommen werden, so würde auch dies zum Tragen kommen. Außerdem ist die Akzeptanz in der Bevölkerung zu diesem Thema sehr hoch", gab sich Sandwall zuversichtlich. "Ich finde es auch deshalb sinnvoll, weil Nüdlingen Teil der Allianz ist und wir so zeigen, dass wir gut zusammenarbeiten. Dass die Bauhofmitarbeiter auf diese Weise sinnvoller eingesetzt werden können ist ein weiterer Pluspunkt", gab Simone Götz zu bedenken. Geschäftsleiter Thomas Beck teilte mit, dass man den Vertrag beidseitig erst einmal auf ein Jahr begrenzt habe. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Lebenshilfe Nüdlingen mit den Arbeiten für die Friedhöfe in Großenbrach und Aschach zu betrauen.
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