Langenleiten

Unterfranken: Kuh vergiftet und ermordet - Kadaver wird obduziert

Am vergangenen Wochenende starb eine Kuh auf grausame Weise. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Außerdem stehen pathologische Untersuchungen an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Tierkadaver der Kuh, die am Wochenende in Langenleiten getötet wurde, wird jetzt im Labor in Erlangen obduziert. Foto: Johannes Schlereth
Der Tierkadaver der Kuh, die am Wochenende in Langenleiten getötet wurde, wird jetzt im Labor in Erlangen obduziert. Foto: Johannes Schlereth

Im Fall des brutalen Todes einer trächtigen Kuh am Feuerberg ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft. Es gibt starke Anzeichen dafür, dass ein Unbekannter das Tier vergiftet und mit einem scharfen Gegenstand durchbohrt hat. Am Mittwoch gingen die Proben bei der Veterinär-Pathologie in Erlangen ein. Nun stehen verschiedene Untersuchungen in dem Labor an. Ziel ist, Klarheit über die Todesursache der Kuh und des ungeborenen Kälbchens zu erhalten.

Kuh wird obduziert: Viele Aspekte müssen berücksichtigt werden

Dabei haben die Pathologen mehrere Aspekte im Blick. "An erster Stelle steht die pathologisch-anatomische Untersuchung", teilt Aleksander Szumilas, Pressesprecher beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Dabei beurteilen die Fachleute zunächst das optische Erscheinungsbild der Probe.

Der ersten Untersuchung folgt eine zweite. "Das ist die Histopathologische", sagt Szumilas. Die Pathologen begutachten dabei die Proben in Hinsicht auf krankhafte Veränderungen. Allerdings geht das nur, wenn der Erhaltungszustand der Proben das zulässt. "Danach schließt sich eine dritte - die bakteriologische Untersuchung - an."

Wie lange es dauert, bis Ergebnisse vorliegen, lasse sich derzeit noch nicht sagen. "Im nächsten Schritt entscheidet der Auftraggeber, ob zudem noch eine toxikologische Untersuchung gemacht wird", führt Szumilas aus. Diese findet nicht in Erlangen, sondern beispielsweise an der Tierärztlichen Fakultät der Ludwigs-Maximilian Universität in München statt.

Mittlerweile hat sich die Tierschutzorganisation Peta eingeschaltet und eine Belohnung in der Höhe von 1000 Euro auf Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ausgesetzt. In einer Pressemitteilung von Peta meldete sich Judith Pein zu Wort, die bei der Fernsehserie "Hund, Katze, Maus" als Tierdetektivin bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt (wir berichteten).

Tote Kuh in Uuterfranken: Peta hat sich eingeschaltet

Die tote Kuh gehörte zu der Herde des Landwirts Michael Voll. Bereits im Vorjahr vergiftete ein Unbekannter acht Tiere des Langenleitners. Schon Jahre zuvor wurde eine seiner Kühe brutal bei lebendigem Leibe verstümmelt.

Hinweise zum aktuellen Fall, die dazu beitragen, den Täter zu überführen, können an verschiedene Adressen gerichtet werden. Die Tierschutzorganisation Peta nimmt sowohl unter Tel.: 0711/860 59 10 oder per E-Mail Hinweise entgegen. Diese dürfen auch anonym sein. Außerdem sollen sich Zeugen unter Tel.: 09771/6060 an die Polizeiinspektion Bad Neustadt wenden.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren