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Franken wandert

Franken wandert - In elf Kilometern um den Vulkan

Basaltseen, Ausblicke ins Land der offenen Fernen und gemütliche Hütten - Am 18. Mai wandert die Saale-Zeitung mit ihren Lesern in den schwarzen Bergen.
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Die Route führt um den Feuerberg herum. Foto: Joachim Rübel
Die Route führt um den Feuerberg herum. Foto: Joachim Rübel

Zum Wandern ist die Fahrt in die Berge oftmals nicht notwendig, erst recht nicht dann, wenn sich eine hervorragende Wanderkulisse vor der eigenen Haustüre befindet. Die Schwarzen Berge bieten einen Genuss fürs Auge, sind touristisch gut erschlossen und verfügen über ein ausgebautes Wegenetz. Grund genug, um unseren Lesern diese Landschaft bei der Leserwanderung näher zu bringen.

In elf Kilometern um den Feuerberg

Die Strecke um den Feuerberg ist mittelschwer. Auf über elf Kilometern geht es auf geschotterten Pisten und Feldwegen durch das Land der offenen Fernen. Die kommen bei der Wanderung am Feuerberg besonders zur Geltung. Der Ausblick reicht bei gutem Wetter von Hessen bis weit nach Thüringen und Franken.

Der Startpunkt der etwa dreistündigen Wanderung ist der Schotterplatz gegenüber des Autohauses Leo Raab am nordwestlichen Ortsausgang von Langenleiten. Von dort aus führt ein Wanderweg den Feuerberg hinauf. Bereits hier gibt es Gelegenheiten, die schöne Aussicht zu genießen.

Aber nicht nur fürs Auge ist die Wanderung um den Feuerberg ein Genuss. Das basaltene Massiv oberhalb von Langenleiten hat kulturellen Wert. Die zahlreichen Quellen und Brunnen bestimmten jahrelang die Bewirtschaftung des Berghangs. Mittlerweile ist der Berg zwar bewaldet, das war aber nicht immer so. Einst prägten die kargen Matten und Wiesen den Berghang. Das änderte sich, als die Weideviehwirtschaft zurückging.

Feuerberg: Ursprünglichkeit trifft auf moderne Flächenbewirtschaftung

Beim Feuerberg handelt es sich um eine vom Menschen geformte Kulturlandschaft. Ursprüngliche trifft an den Berghängen auf moderne Flächenbewirtschaftung. Das zeigt sich, sobald man das untere Hüttenloch verlässt und unterhalb der Kissinger Hütte den Berghang entlang wandert. Der Wirtschaftswald weicht den für die Rhön typischen offenen Flächen.

Die nächsten Kilometer der Strecke gehen durch eine karge Wiesenlandschaft. Weil der schützende Wald fehlt, bläst hier eine steife Brise. Die Wege sind mittlerweile Wiesenwege. Trotz des Windes kommt man gut voran, Anstiege gibt es zunächst keine.

Felsiger Untergrund

Das ändert sich erst in der Nähe des Kellersteins. Von nun an geht es durch den Wald. Trittfestigkeit ist hier wichtig. Denn: Der Weg läuft auf felsigem Untergrund. Erst nach einigen Anstiegen erreicht man das Plateau auf dem sich die Kissinger Hütte befindet. Die Liftanlagen im Hüttenumfeld sind bereits seit mehreren Jahren außer Betrieb. Grund dafür sind schneearme Winter und hohe Kosten.

Mit dem Wind um die Nase lässt sich die Aussicht auf das Umland, Hessen und sogar Thüringen genießen. Wer eine Stärkung braucht, ist in der 1914 errichteten Wandergaststätte gut aufgehoben. Weiter geht es in Richtung des alten Basaltwerks. Die Gebäude sind bereits abgerissen, aber noch immer lassen sich Spuren des Basaltabbaus finden.

Besonders beeindruckend ist ein Blick in den ehemaligen Abbautrichter. Durch Grund- und Regenwasser hat sich dort ein See gebildet. Baden ist dort allerdings verboten. Die Tiefe des Sees beläuft sich auf etwa 100 Meter. Von dem alten Basaltwerk führt die Route wieder in Richtung Langenleiten. Wenn noch Zeit übrig ist, lohnt es sich einen Spaziergang durchs Dorf anzuschließen. Der Ort ist für seine Künstler bekannt. Eine Attraktion des Dorfs ist der Kunstanger. Ortsansässige Künstler stellen ihre Werke entlang des Grünstreifens aus.

Infobox:

Die Strecke ist etwa 11,3 Kilometer lang. Bei der etwa dreistündigen Tour werden 290 Höhenmeter überwunden. Los geht es am 18. Mai um 9 Uhr in Langenleiten. Treffpunkt ist der Schotterparkplatz gegenüber dem Autohaus Raab. Bei der Wanderung ist festes Schuhwerk notwendig. Vor der Wanderung besteht die Möglichkeit, sich mit Verpflegung einzudecken. Außerdem gibt es kleine Pausen mit Hintergrundinformationen zu Flora und Fauna. Anmelden können sich Interessenten über die Homepage www.infranken.de/abovorteil oder telefonisch (von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr) über die Nummer 0971 80 40 80.

Lesen Sie auch auf inFranken.de:Vom Berghaus zum Kreuzberg: Ein Urlaubstag in der Rhön

 

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