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Bad Kissingen
Stichwahl

Landkreis Bad Kissingen: Wer wo gewonnen hat

Die Spannung war bis zum Schluss in einigen Kommunen sehr hoch - in anderen war die Tendenz nach den ersten Schnellmeldungen klar.
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Jetzt sind die letzten Kreuze gemacht: Die Kommunalwahl 2020 ist beendet. Foto: Stefan Puchner/dpa
Jetzt sind die letzten Kreuze gemacht: Die Kommunalwahl 2020 ist beendet. Foto: Stefan Puchner/dpa
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Jetzt kann die Kommunalpolitik durchstarten: Auch die Stichwahlen in vier Kommunen sind nun vorbei.

Einen Paukenschlag gab es in Ramsthal. Dort wurde der amtierende Bürgermeister Alfred Gündling (CSU) von Rainer Morper (Aktiver Bürgerblock/Interessengemeinschaft) abgelöst. 422 Stimmen hat Morper erhalten, 387 erhielt Gündling, das sind 52,16 Prozent für Morper und 47,84 für Gündling. Die Wahlbeteiligung im kleinen Ramsthal war riesig: 86,84 Prozent der 935 Wahlberechtigten wählten per Brief, es gab 809 gültige Stimmen. Der Gewinner Rainer Morper: "Es war eine spannende Geschichte, deshalb freue ich mich für mich und meine Unterstützer. Als erstes müssen wir sehen, was wir in der Corona-Krise vor Ort tun können. Und dann muss das komplette Gremium auf den Stand aller Projekte bringen, die in der Gemeinde gerade laufen. Das ist das wichtigste, wir haben viele neue Kollegen im Gemeinderat."

In Bad Brückenau gingen Jochen Vogel (CSU) und Dirk Stumpe (PWG) ins Rennen. Wahlberechtigt waren 5299, gewählt haben 3047, das entspricht einer schlechten Wahlbeteiligung von 57,5 Prozent. Die Nase vorn hatte Jochen Vogel mit 1732 Stimmen, also 57,28 Prozent, Dirk Stumpe kam mit 1292 Stimmen auf 42,72 Prozent. Gewinner Jochen Vogel: "Ich freue mich sehr, aber aufgrund von Corona-Fällen in meinem Bekanntenkreis fällt es mir schwer, die ,innere Handbremse' loszulassen." Und auch bei ihm steht Corona politisch an erster Stelle: "Wenn wir wüssten, wann Corona vorbei ist und wir normal arbeiten können, dann könnte ich das sagen - so aber nicht." Das Leben mit dem Virus würde vorerst vieles nach hinten verdrängen.

Spannung auch in Elfershausen: 2299 Wahlberechtigte mussten zwischen Christine Neeb-Wittmann (CSU) und Johannes Krumm (SPD/FW) entscheiden. Es war äußerst knapp: 50,48 entfielen auf Johannes Krumm (SPD/FW), Christine Neeb-Wittmann bekam 49,52 Prozent der Stimmen. 1885 machten ihr Kreuz, gültig war das bei 1864 - die Wahlbeteiligung lag bei 81,99 Prozent. Johannes Krumm: "Das war wirklich knapp - gewonnen ist gewonnen." Was fängt er als erstes an in Elfershausen? "Letztendlich geht um die Corona-Krise, dann Kindergarten und Feuerwehrhaus, da klemm ich mich dahinter." Doch nun müsse das Ergebnis erst einmal sacken.

In Fuchsstadt kandidierten René Gerner (ZAG, Zukunft Aktiv Gestalten) und Oliver Lukaschewitsch (UWG, Unabhängige Wählergemeinschaft) gegeneinander, nachdem Gerner im ersten Wahlgang lediglich 16 Stimmen der 1510 Wahlberechtigten zum Sieg gefehlt hatten. In der Stichwahl siegte René Gerner deutlich: 737 Stimmen (56,1 Prozent) fielen auf ihn, Oliver Lukaschewitsch erhielt 577 (43,9) der 1314 gültigen Stimmen. René Gerner: "Die Anspannung ist noch da - es wird ein paar Tage dauern, bis ich das realisiere. Die Erleichterung ist aber schon mal da." Auch für ihn gilt: Corona wird das vorherrschende Thema sein. "Wir müssen auf uns aufpassen, zuhause bleiben, damit alle gesund bleiben." Später werde es Gespräche mit Kindergärtnerinnen oder Bauhofmitarbeitern geben", er sagt aber auch, dass es derzeit kein drängendes Problem gebe. Jedoch: "Der hohe Nitrat-Gehalt im Wasser - den mache ich zur Chefsache." Die Wahlbeteiligung in Fuchsstadt lag bei 87,28 Prozent.

Kerstin Väth, Thomas Malz, Susanne Will