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Bad Kissingen
Jahreswechsel

Landkreis Bad Kissingen: Rauchige Nacht

Mehrere Feuerwehren mussten in Poppenlauer einen Brand löschen. In Geroda feuerte ein junger Mann einen Schuss aus einer Schreckschusspistole ab. Ansonsten verlief Silvester relativ ruhig, und es gab viele Feuerwerke.
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Feuerwerk und bengalisches Feuer ließen Teile der KissSalis-Therme in Bad Kissingen regelrecht einnebeln.   Peter Rauch
Feuerwerk und bengalisches Feuer ließen Teile der KissSalis-Therme in Bad Kissingen regelrecht einnebeln. Peter Rauch
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Überwiegend friedlich verliefen nach Angaben des Polizeipräsidiums Würzburg die Silvesterfeiern in Unterfranken. Für die Feuerwehr Poppenlauer und benachbarte Wehren aus dem östlichen Landkreis begann das neue Jahr allerdings mit einem Großeinsatz. In der Hauptstraße in Poppenlauer brannte ein leer stehendes Gebäude. Bis in den Nachmittag des 1. Januars hinein war die Feuerwehr vor Ort, um Glutnester zu löschen.

Nach Angaben von 2. Kommandanten Matthias Hochrein hatten Bürger auf dem Nachhauseweg in den Morgenstunden des 1. Januar gegen 3.30 Uhr Rauchentwicklung entdeckt und den Brand gemeldet. Von der Rauchentwicklung betroffen waren das Haus und ein dazugehöriges Nebengebäude.

Brand mitten im Dorf

Da das Anwesen in der eng bebauten Ortsdurchfahrt steht, wurden zum Löscheinsatz auch die Wehren aus Maßbach, Rannungen und Münnerstadt alarmiert. Vor Ort waren ebenso Polizei, Rettungsdienst und Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs. Rund 80 Einsatzkräfte waren vor Ort. Mit 18 Atemschutztrupps wurde das Feuer im Gebäude gelöscht. Eine Drehleiter war im Einsatz. Die Polizei schätzt den Sachschaden am Anwesen auf ca. 35 000 Euro. Vier Feuerwehrleute wurden nach Angaben des 2. Kommandanten Hochrein leicht verletzt. Über die mögliche Brandursache gab es bislang von der Polizei keine Auskunft. Erschwert wurden die Arbeiten für die Feuerwehr durch die Kälte. Denn das Löschwasser gefror auf dem eiskalten Boden.

Bereits am Silvesternachmittag war es in Maßbach zu einem Kaminbrand gekommen. Der Brand verlief glimpflich und ließ sich ohne Feuerwehr löschen.

Getränkeauswahl missfiel

In ganz Unterfranken hatte die Polizei 314 Einsätze zu bewältigen. Zu einem Vorfall mit einer Schreckschusspistole kam es im Rahmen einer privaten Neujahrsfeier in Geroda. In den frühen Morgenstunden erschienen zwei nicht geladene männliche Gäste auf der Feier, darunter ein 25-Jähriger, der offensichtlich mit der Getränkeauswahl nicht einverstanden war; dieser zog im weiteren Verlauf gegenüber einem 16-Jährigen seine Schreckschusspistole und gab einen Schuss ab. Der bedrohte 16-Jährige flüchtete von der Feier. Die alarmierten Streifen der Dienststelle Bad Brückenau trafen schnell ein und konnten den Eigentümer samt Waffe am Ort des Geschehens stellen. Ihn erwarten nun diverse Anzeigen. Verletzt wurde bei dem Vorfall glücklicherweise niemand. Bei mehreren unabhängig voneinander durchgeführten Personenkontrollen in Untererthal durch Beamte der Polizeiinspektion Hammelburg konnten am Silvesterabend mehrfach geringe Mengen Marihuana aufgefunden werden. Gegen alle der insgesamt sieben jungen Leute zwischen 15 und 18 Jahren wurden Ermittlungsverfahren wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

In Bad Neustadt (Landkreis Rhön-Grabfeld) entzündete in einer Wohnung eine Wunderkerze den Christbaum. Das Feuer breitete sich auf die Einrichtung aus. Die vierköpfige Familie konnte sich ins Freie retten, wurde allerdings mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Raketen und Böllerrauch

Bei sternenklarer Nacht wurde das neue Jahr mit vielen Feuerwerken begrüßt. Geschossen und geböllert wurde wieder kräftig in Bad Kissingen - eventuell aber etwas weniger als in den Vorjahren; dies kann aber auch dem Wetter geschuldet sein, denn auf den Höhen gab es nur einen Lichterzauber aus dem Nebel. In Münnerstadt galt ein Böllerverbot in der Altstadt. Dieses wurde weitgehend eingehalten, auch wenn vereinzelt Knallerreste am Neujahrsmorgen zu finden waren.

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