LKR Bad Kissingen
Europawahl

Landkreis Bad Kissingen: Hohe Beteiligung, späte Ergebnisse

Obwohl nur ein Stimmzettel auszuwerten war, wurde in Nüdlingen bis 20.45 Uhr ausgezählt. Wie bundesweit gingen auch im Landkreis deutlich mehr Bürger zur Wahl als bei der Europawahl 2014.
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Die hohe Wahlbeteiligung führte im Landkreis Bad Kissingen vor allem in den Briefwahlbezirken zu Verzögerungen. Foto: Eckhard Heise
Die hohe Wahlbeteiligung führte im Landkreis Bad Kissingen vor allem in den Briefwahlbezirken zu Verzögerungen. Foto: Eckhard Heise
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Weil sie zur Europawahl eine niedrige Wahlbeteiligung erwarteten, planten einige Kommunen für Sonntag weniger Brief-Wahlbezirke ein. Die Stadt Hammelburg etwa teilte die Arbeit auf nur vier Teams auf. "2014 hatten wir rund 2000 Briefwähler, heuer waren es 2750", berichtet Heike Gnerlich von der Stadtverwaltung. Deshalb sei das Ergebnis erst gegen 20.30 Uhr ans Landratsamt gemeldet worden.

Die Gemeinde Nüdlingen meldete sogar erst gegen 20.45 Uhr: "Die Verzögerung ist der unerwartet hohen Anzahl an Briefwählern geschuldet", sagt Marco Nicolai von der Gemeinde auf Nachfrage. 877 Umschläge mussten die Wahlhelfer in Nüdlingen öffnen.

Die Stadt Bad Kissingen dagegen stellte sich auf viele Wähler ein: Bei der Europawahl 2014 gab es noch acht Briefwahlbezirke. Bei der jüngsten Europawahl wurden dagegen, wie bereits bei der Landtagswahl, 13 Briefwahlbezirke eingerichtet.

Deshalb war die Landkreis-Liste in der gestrigen Ausgabe auch nicht vollständig. Allerdings haben die restlichen Ergebnisse so gut wie nichts an den Landkreis-Zahlen geändert (siehe Grafik): Die CSU kommt auf 24 213 Stimmen oder 48,5 Prozent, also 1,5 Prozentpunkte weniger als bei der Europawahl 2014. Zweitstärkste Partei im Landkreis sind die Grünen mit 13,8 Prozent (6868 Stimmen), danach folgen die AfD mit 9,1 Prozent (4524 Stimmen) im Landkreis und die SPD mit 8,5 Prozent (4218 Stimmen).

76,0 Prozent in Rannungen

Die Freien Wähler liegen im Landkreis mit 5,5 Prozent (2722 Stimmen) über dem bundesweiten Ergebnis. Die FDP kam im Kreis auf 3,0 Prozent (1508 Stimmen), die Linke auf 2,5 Prozent (1262 Stimmen), die ÖDP auf 2,0 Prozent (1006 Stimmen), Die Partei auf 1,5 Prozent (769 Stimmen), die Tierschutzpartei auf 1,3 Prozent (638 Stimmen), die Bayernpartei 0,6 Prozent (302 Stimmen) und die Piraten auf 0,5 Prozent (250 Stimmen). Die schlechtesten Ergebnisse mit jeweils nur sechs Stimmen im gesamten Landkreis haben die "Sozialistische Gleichheitspartei" und das "Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit".

In Hammelburg wählten 62,7 Prozent der Wahlberechtigten. Die CSU kam auf 50,2 Prozent, die Grünen auf 16,6, die AfD auf 8,0, die SPD auf 7,9, die Freien Wähler auf 4,5, die FDP auf 2,6 und die Linke auf 2,2.

In Nüdlingen wählten 59,3 Prozent der Wahlberechtigten. Die CSU kam auf 43,4 Prozent, die Grünen auf 15,3, die AfD auf 10,4, die SPD auf 9,7, die Freien Wähler auf 6,2, die FDP auf 3,5 und die Linke auf 2,2.

Rannungen hatte mit 76,0 Prozent die höchste Wahlbeteiligung im Kreis vor Sulzthal (75,0) und Euerdorf (73,3). Die CSU kam in Rannungen auf 58,3 Prozent, die Grünen auf 15,3, die SPD auf 5,3, die AfD auf 5,0, die Freien Wähler auf 3,9, die FDP auf 2,1, die Linke auf 1,7.

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