Bad Kissingen
Ausbildung

Landkreis Bad Kissingen ehrt seine Kammersieger

Insgesamt 35 Absolventen aus 30 Berufen und weitere acht Personen beziehungsweise Institutionen mit herausragenden Leistungen wurden gewürdigt.
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Im Landratsamt Bad Kissingen wurden die besten Berufsschul-Absolventen  ausgezeichnet.Klaus Werner
Im Landratsamt Bad Kissingen wurden die besten Berufsschul-Absolventen ausgezeichnet.Klaus Werner
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"Gut ausgebildeter Fachkräftenachwuchs ist unser größtes Kapital und ein Garant für wirtschaftliche Stabilität", sagte Landrat Thomas Bold bei der Ehrung der Kammersieger des Prüfungsjahrgangs 2018.

Schon Tradition hat die Kammersiegerehrung, in deren Mittelpunkt die besten Prüflinge des Landkreises Bad Kissingen stehen, die auf Kammerebene einen der ersten drei Plätze erreicht haben. Hintergrund der Würdigung sind die Leistungen, die die jungen Nachwuchskräfte im Rahmen der von IHK Mainfranken und Handwerkskammer für Unterfranken organisierten Prüfung erzielt hatten.

Im Großen Sitzungssaal fanden sich nur die erfolgreichen Fachkräfte, sondern auch Verwandte, Freunde und Vertreter der ausbildenden Betriebe. Landrat Thomas Bold lobte das Duale System bei der beruflichen Ausbildung. Denn gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland beruhe die Wirtschaftskraft im Wesentlichen auf den Fachkräften - "und dazu zählen auch die sogenannten Softskills als Grundkompetenz für jede Lebenslage". Gerade in Zeiten von Globalisierung und internationalem Wettbewerb benötige man "gut ausgebildete junge Menschen mit festen Wurzeln" und diese könnten gerade den "Mittelstand als die Säule der Region" unterstützen.

Grußworte sprachen auch Michael Bissert, Vize-Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, und Stefan Göbel als Bereichsleiter Aufstiegsfortbildung der IHK. Die Ehrung sei auch eine Botschaft, denn wer sich nach der Schule für eine Ausbildung entscheidet, hat alles richtig gemacht , so Bissert. Stefan Göbel sagte, die Veranstaltung zeige "Respekt für eine bemerkenswerte Leistung". Dem jungen Nachwuchs legte er aber ans Herz: "Der Erfolg hat viele Väter - denken Sie an ihre Eltern, ihre Freunde und ihre Ausbilder."

Schließlich nutzte der Landrat den feierlichen Rahmen, um weitere Personen bzw. Unternehmen für ihre außergewöhnliche Leistungen auszuzeichnen. Allen voran Stefanie Hehn aus Nüdlingen, die mittlerweile die Position der Chef-Sommelière im Hamburger Luxushotel "The Fontenay" inne hat. Begonnen hat Stefanie Hehn ihre Laufbahn 2005 als Hotelfachfrau im "Laudensacks Parkhotel". Weitere Stationen waren Stuttgart, Warnemünde, Tegernsee und Hamburg - wo sie in den Hotels unter anderem auch die Verleihung von Michelin-Sternen erleben durfte. 2014 wurde sie vom Fachmagazin "Der Feinschmecker" als Sommelier des Jahres ausgezeichnet, im Jahr 2019 erhielt Stefanie Hehn diese Würdigung vom Gault & Millau, dem weltweit anerkannten Restaurantführer.

Außerdem geehrt wurden Lisa Möhres und Laila Hallab für ihre ersten Plätze bei der Messe "Haare 2018", bei der sie sich gegen 115 Teilnehmerinnen behaupteten. Beide werden bei Friseur Thoma ausgebildet und konnten sich auch bei der Bayrischen Meisterschaft durchsetzen - zudem wurde Lisa Möhres mit dem Titel "Bester bayerischer Lehrling" geehrt.

Schließlich standen auf der Ehrungsliste Diana Reuter aus Westheim, die Deutschland als Elektronikerin bei der Berufe-Europameisterschaft in Budapest vertrat und einen 2. Platz belegte, und Samuel Schneider aus Riedenberg, der in seinem Berufsbild "Elektroniker für Betriebstechnik" Landesbester mit voller Punktzahl wurde und deutschlandweit "unterbrechungsfreie Stromversorgung im Höchstspannungsnetz" garantiert.

Die "Kliniken Bad Bocklet AG" wurde unter anderem dafür geehrt, dass sie es im Focus-Magazin in den Jahren 2018/2019 in die "Top-Reha-Kliniken" geschafft hatte, die Firma Laboklin für den begehrten Preis "Bayerns Best 50" und das Modehaus Ludewig für sein 50-jähriges Bestehen in Verbindung mit der Auszeichnung durch das Qualitätszeichen "Top-Geschäft", das im Dezember 2018 erstmalig in Unterfranken verliehen wurde.

1. Kammersieger als Fachkraft für Lebensmitteltechnik wurde Dominik Gleißner, außerdem erhielt er den Titel "Bayerns Bester". Er kommt aus Rothhausen und hat nach Mittlerer Reife eine Bäckerlehre absolviert. "Dies war eine gute Grundlage für die Ausbildung zur Lebensmittelfachkraft." Die dreijährige Ausbildung absolvierte er bei Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH in Knetzgau. "Weniger Handwerk, mehr Chemie und Elektronik", brachte die neue Ausbildung mit sich, und im Mittelpunkt stand die Erzeugung aller Lebens- und Nahrungsmittel, die man im Sortiment der Handelsketten erhält. Mittlerweile liegt der Schwerpunkt von Dominik Gleißner bei der Qualitätssicherung der Produkte. Dabei soll es aber nicht bleiben: Sein Ziel heißt Meisterprüfung.

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