Bad Kissingen
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Königsstatuen in Bad Kissingen professionell restauriert

Das Staatliche Bauamt betont, dass die Königsstatuen im Kurviertel in Abstimmung mit der Denkmalpflege restauriert wurden.
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Würdevoll blickt Ludwig I. in Marmor gehauen über den Kurgarten. Das Staatliche Bauamt stellt nach Kritik klar, dass diese Statue und die von Max I. vor der Spielbank aufwändig restauriert wurden. Foto: Ralf Ruppert
Würdevoll blickt Ludwig I. in Marmor gehauen über den Kurgarten. Das Staatliche Bauamt stellt nach Kritik klar, dass diese Statue und die von Max I. vor der Spielbank aufwändig restauriert wurden. Foto: Ralf Ruppert
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Wenn es um die beiden Königsstatuen im Kurgarten und vor dem Luitpoldpark geht, lässt Erwin Full vom Staatlichen Bauamt keine Kritik gelten: "Die Figuren wurden natürlich nicht gestrichen, schon gar nicht von ,Handwerkern, die überwiegend ihr Bestes gegeben haben'", kommentiert er die Kritik aus einem Leserbrief in dieser Zeitung. Darin wurde vermutet, dass die beiden Statuen nur weiß angemalt wurden, tatsächlich haben professionellen Restauratoren den weißen Marmor jedoch "aufwändigst befundet, durchleuchtet, gereinigt, gesichert und restauriert". Das alles geschah laut Full in enger Absprache mit Spezialisten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.

Abgedampft und gewachst

"Die Figuren sind ganz sensibel behandelt worden, Max I. haben wir ja nicht einmal vom Sockel genommen, sondern in einem Stück an den neuen Standort gehoben", erinnert sich Full. Die Arbeiten an den Figuren aus weißem Carrara-Marmor und dem Sockel aus Untersberger Kalkstein hat Geschäftsführer Christoph Mai von der Bamberger Firma "Monolith" persönlich betreut. Der Stein sei mit einem Mikro-Heißdampfgerät, Bürsten und Holzspateln Zentimeter für Zentimeter gereinigt, lose Stellen mit Kunstharzlösung gefestigt und Fehlstellen ergänzt worden. Ganz am Ende sei zwar ein mikrokristallines Wachs aufgebracht worden, aber: "Das sieht man gar nicht", betont Mai, es schütze lediglich vor Feuchtigkeit und Ablagerungen.

Die Statue von Max I. war im Zuge der Sanierung des Luitpoldbades im vergangenen Jahr restauriert worden. Die Behörden sind dort im vergangenen Jahr eingezogen, die Bauarbeiten längst abgeschlossen. Trotzdem trennt aber ein Bauzaun noch den Luitpoldpark in zwei Teile: Die ehemalige Baustraße ist zwar bereits entfernt und stattdessen ein neuer Fußweg angelegt, aber: Der Bauzaun schütze die Vegetation. "Leider haben wir an anderen Stellen die Erfahrung machen müssen, dass zu früher Rückbau von Absperrungen von manchen offensichtlich als Aufforderung zum Betreten verstanden wurde", berichtet Full. In dem dann doch noch zu weichen und frischen Untergrund habe es Schäden gegeben. Laut dem Büro "Dietz und Partner" muss der Zaun deshalb bis voraussichtlich Ende Oktober stehen bleiben.



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