Bad Kissingen
Konzert

Klassentreffen der Profis

Bad Kissinger Percussion Allstars - die Perfektion in Takt und Rhythmus: Das erlebten die Zuhörer im Regentenbau.
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Philipp Mohr (Marimbaphon, links) und Timo-Jan Deen (Cajon, rechts). Peter Klopf
Philipp Mohr (Marimbaphon, links) und Timo-Jan Deen (Cajon, rechts). Peter Klopf
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Gebt einem Schlagzeuger einen Schlagzeugstock in die Hand und er wird auf allem Musik oder einen Rhythmus erzeugen. Bad Kissingen gilt in der Fachwelt als Hochburg der Percussion. Die Percussionklasse der Städtischen Musikschule Bad Kissingen unter der Leitung von Thomas Friedrich ist seit langem deutschlandweit als Talentschmiede bekannt, hat unzählige Preise bei diversen Wettbewerben erspielt und immer wieder durch kreative Konzerte auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt war die Zeit für eine kleine Rückschau gekommen, denn viele ehemalige Schüler arbeiten inzwischen als professionelle Musiker oder spielen als Laien auf höchstem Niveau. Bei einem "Klassentreffen" im Großen Saal des Regentenbaues präsentierten sich die Ehemaligen Timo-Jan Deen, Florian Kirchner, Mona Münzel, Raphael Stibor, Louis Schroll, Marcus Ziegler, Philipp Mohr, Noé Osorio, Niklas Fischer, Fabian Kraus und Lajos Betzer mit virtuoser Musik, Beat, Rhythmus auf ihren Perkussionsinstrumenten. Viele von ihnen haben Musik studiert oder studieren noch. Percussion ist der Oberbegriff für das Spiel aller Musikinstrumente aus dem Bereich der Schlag- und Effektinstrumente. Percussion, ausgehend vom Händeklatschen, gehört zu den ältesten Formen des Musizierens. In der modernen populären Musik sowie im Schlagwerk eines klassischen Orchesters werden die Perkussionsinstrumente unabhängig von ihrer Herkunft oder kulturellen Bedeutung kombiniert. Nachdem viele Schüler der Städtischen Musikschule Bad Kissingen ihr anschließendes Musikstudium an der Berufsfachschule für Musik in Kronach aufnahmen, stand das Konzert unter der gemeinsamen Leitung von Thomas Friedrich und dem Leiter der Schlagzeugklasse der Berufsfachschule Kronach, Günther Peppel. Als Conférencier des Abends fungiert André Kessler, Moderator und Sprecher bei Radio Charivari.

Über 20 verschiedene Arten von Schlaginstrumenten und Schlagzeugen hatten die Musiker auf der farblich illuminierten Bühne aufgebaut, während die Sitzreihen der Zuhörer im Dunkeln verschwanden. Dies sorgte für zusätzliche Spannung, während die Solisten oder das gesamte Ensemble ihre Werke wiedergaben. Mit dabei waren auch der Würzburger Komponist Matthias Schmitt und die Marimba-Solistin Evgeniya Kavaldzhieva. Beide interpretierten die Uraufführung von Schmitts neuem Werk "Astrud". Zudem übernahm Matthias Schmitt die Leitung seines Ensemblewerkes "Meeting". Gerade diese Wechselwirkung zwischen Schlaginstrumenten, wie Marimbaphon oder Geräuschinstrumenten, Schlagzeug oder Bongo machte das Konzert so spannend. Jeder der genannten Musiker, jeder als Solist oder im Duo, Trio oder Ensemble, war eine Extraklasse für sich. Höhepunkte reihten sich wie eine Perlenkette aneinander. Ein besonderer Glanzpunkt war die Komposition von Florian Kirchner, der auf dem Marimbaphon zusammen mit Timo-Jan Deen (Vibraphon) sein Erstlingswerk dem Publikum vorstellte. Mit stehenden Ovationen und riesigem Applaus bedankten sich die Zuhörer für eine einzigartige Performance. "Das Besondere an dem Konzert ist, dass es gelungen ist, die alten Stars von KissPercussiva, die Preisträger in verschiedensten Wettbewerben waren, für ein Konzert hierher zu bekommen. Es ist sozusagen die Crème de la Crème meiner Musikschüler. Das zu erleben, was in Bad Kissingen gewachsen ist, ist Wahnsinn", sagte Thomas Friedrich vor dem Konzert. Dem konnte man nach dem Konzert nicht widersprechen.

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