Bad Kissingen

Kissinger Winterzauber: Vier von fünf Tickets verkauft

Der Kissinger Winterzauber erreicht eine Auslastung von 81,5 Prozent. Dazu hat die Staatsbad mehr als 6700 Tickets verkauft. Publikumsrenner waren ein Musical und ein Schattentheater.
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Das Prager Rundfunkorchester sorgte für einen vollen Max-Littmann-Saal. Foto: Werner Vogel
Das Prager Rundfunkorchester sorgte für einen vollen Max-Littmann-Saal. Foto: Werner Vogel
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Der Kissinger Winterzauber ist so etwas wie der kleine Bruder des Kissinger Sommers: Während das Kultur-Flaggschiff der Stadt von Mitte Juni bis Mitte Juli mit rund 60 Konzerten, mit namhaften Orchestern und den Stars der klassischen Musik tausende Musikliebhaber in die Konzertsäle der Stadt lockt, kommt das kleinere Musikfestival zur Weihnachtszeit mit 15 Veranstaltungen und mit einem kleineren Anteil an Klassikkonzerten aus. Der Winterzauber setzt auf ein gemischtes Unterhaltungsprogramm, zu dem neben Orchesterkonzerten auch beispielsweise Auftritte Irischer Stepptänzer gehören sowie weihnachtliche Brasskonzerte oder Musicalvorführungen.

Vier von fünf Tickets verkauft

"Mit der Auswahl und dem Genremix der Veranstaltungen sind wir auf dem richtigen Weg", sagt Bruno Heynen, Veranstaltungsleiter bei der Staatsbad GmbH. Die Kurverwaltung organisiert das Festival. Der vor kurzem zu Ende gegangene Winterzauber gibt den Verantwortlichen recht. 15 Veranstaltungen standen 2019/2020 im Programm. 13 davon haben im Rossini-Saal, im Max-Littmann-Saal und im Kurtheater stattgefunden. Zwei hat die Pfarreiengemeinschaft in der Herz-Jesu Stadtpfarrkirche ausgerichtet. Diese beiden Veranstaltungen sind in der Festivalbilanz der Staatsbad nicht erfasst. Für die übrigen 13 Veranstaltungen waren 8313 Karten im Angebot. 6771 Karten wurden verkauft. Die Auslastung liegt damit bei 81,5 Prozent. "Der Kissinger Winterzauber ist sehr erfreulich gelaufen", kommentiert Heynen die Zahlen. Zum Vergleich: Beim Kissinger Sommer 2019 wurden insgesamt rund 20 300 von 31 000 Tickets verkauft. Die Besucherzahl ist damit drei Mal höher und die Auslastung um 16,5 Prozentpunkte niedriger als beim Winterzauber.

Kurdirektorin Sylvie Thormann freut sich ebenfalls über die guten Zahlen. Das Programm sei ausgefallen und habe Veranstaltungen geboten, "die man nicht überall auf so einem Festival findet". Die Resonanz sei sehr positiv gewesen, auch sei es gelungen, ein gemischtes Publikum anzusprechen.

Zwei ausverkaufte Aufführungen

Als Publikumsrenner erwiesen sich in der Spielzeit das Musical "Die Schöne und das Biest", aufgeführt von dem Ensemble Theater Liberi aus Bochum sowie das Schattentheater "Moving Shadows" der Kölner Truppe Die Mobilés. Nach Auskunft der Staatsbad waren beide Aufführungen bereits im Vorfeld ausverkauft. Ebenfalls auf großes Publikumsinteresse stieß das Neujahrskonzert des Prager Rundfunkorchesters sowie der Auftritt der vierköpfigen Percussion-Crew "Drum-Stars". Für beide Konzerte gab es nur noch vereinzelt Karten an der Abendkasse. Am geringsten war die Nachfrage für den "Club der toten Dichter", bei dem die Künstler Werke von Theodor Fontane musikalisch umsetzten.

61 000 Euro Defizit im Vorjahr

Die finanzielle Auswertung für den Kissinger Winterzauber 2019/2020 ist laut Kurverwaltung zur Zeit noch nicht abgeschlossen. Am Ende wird aber - wie bei den meisten Kulturveranstaltungen - ein Defizit stehen. In der Spielzeit 2018/2019 lag das bei 61 100 Euro. Die Ausgaben beliefen sich auf 349 500 Euro. Ihnen standen Einnahmen in Höhe von 288 400 Euro gegenüber.

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