Bad Kissingen
Drogenhilfe

Kidro Bad Kissingen: Eva Matthies ist jetzt Ehrenmitglied

In 20 Jahren hat Eva Matthies den Sozialverein zu einer sozialen Institution in Stadt und Landkreis gemacht.
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3. Landrätin Monika Horcher (rechts) schlug vor, die langjährige Vorsitzender von Kidro, Eva Matthies, zum Ehrenmitglied zu machen. Dem kamen die Mitglieder einstimmig nach.  Thomas Schubert
3. Landrätin Monika Horcher (rechts) schlug vor, die langjährige Vorsitzender von Kidro, Eva Matthies, zum Ehrenmitglied zu machen. Dem kamen die Mitglieder einstimmig nach. Thomas Schubert

Eine Überraschung hatte Monika Horcher zum Abschluss der Mitgliederversammlung von Kidro - niedrigschwellige Hilfen parat: Zunächst würdigte die 3. Landrätin die Verdienste von Eva Matthies. 20 Jahre lang, bis 2016, habe sie als erste Vorsitzende den Bad Kissinger Sozialverein geleitet. In dieser Zeit entwickelte sich Kidro zu einer sozialen Institution in Stadt und Landkreis. Monika Horcher lobte die langjährige faire Zusammenarbeit, immer sei es um die Sache gegangen: "Sie gelten als das soziale Gewissen der Stadt", schloss sie ihre Laudatio. Ihrem Antrag, Eva Matthies zum Ehrenmitglied von Kidro zu ernennen, stimmten die Mitglieder einhellig zu. Die 70-Jährige ist damit auch das erste Ehrenmitglied des Vereins.

Reibungslos verlief auch die Wahl des Vorstands in der Mitgliederversammlung. Christian Fenn und Daniel Wolf bleiben gleichberechtigte Vorsitzende. Einstimmig schenkten die Mitglieder dem Führungsduo das Vertrauen für die nächsten zwei Jahre.

Als Beisitzer fungieren wie bisher Angela Fronia und Thomas Schubert. Rainer Müller vertritt den Landkreis im Vorstand, Philipp Pfülb die Stadt Bad Kissingen.

Der detaillierte Finanzbericht der Vorsitzenden zeigte, dass der Verein auch für kritische Zeiten und außergewöhnliche Situationen gerüstet ist. Kassenpüfer Ulrich Feldmann trug den Prüfbericht vor, den er gemeinsam mit Klaus Werner verfasst hatte. Er bescheinigte dem Vorstand, die "Aufgabe einer wirtschaftlich sicheren Führung des Vereins verantwortungsbewusst erfüllt zu haben".

Nicht mehr als erster Kassenprüfer steht Klaus Werner zur Verfügung, der dieses Amt jahrelang innehatte. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Martin Pfeuffer.

In der Drogenhilfe gewinnt die Präventionsarbeit an den Schule immer mehr an Bedeutung, erläuterte Diplomsozialpädagoge und Suchttherapeut Christian Fenn. Ein kurzer Filmbeitrag, gedreht von Schülern der Riedenberger St. Martinsschule, verdeutlichte einfühlsam wie sehr eine Suchtkrankheit auch das familiäre Umfeld der Betroffenen belastet.

Etwa 100 Gäste zählt Wärmestuben-Leiter Claus Poppe pro Woche. Diverse Aktionen, wie der Osterbrunch oder das Weihnachtsessen, hätten großen Anklang gefunden. Dank einer Spende des Lions-Club wurde eine neue Waschmaschine und ein Trockner angeschafft.

Rund 1000 Arbeitsstunden monatlich leisten die Teilnehmer des Kissinger Integrationsprojekts (KIP) in öffentlichen Einrichtungen. Für den langjährigen Projektleiter Albert Köpplin ist das eine tägliche Herausforderung. "Klar, wir müssen hier Integrationsarbeit leisten und wollen auch gute Arbeit abliefern", verdeutlichte Albert Köpplin seinen Anspruch.

Weithin bekannt im Landkreis ist das Möbellager "Sofa". Die Einrichtung steht als soziales Projekt für faires und soziales Wirtschaften und "leistet auch einen wichtigen Beitrag in puncto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung", so Christian Fenn. Die weiterhin rückläufige Zahl der Menschen, die sich im "Sofa" Möbel über Bezugsscheine von den Sozialämtern holen, führe allerdings zu Umsatzeinbußen. Deshalb seien bereits Maßnahmen zur Stärkung des freien Verkaufs getroffen sowie Arbeitsabläufe und Preiskalkulation neu gestaltet worden. Schließlich müssten auch die Raummiete und Lohnkosten für drei Angestellte erwirtschaftet werden.

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