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Bad Kissingen
Fasching

Kesse Sprüche, flotte Töne bei der Seniorenunion in Obererthal

Mitglieder der Seniorenunion hatten einen fröhlichen Nachmittag.
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Auch für stimmungsvolle Musik war gesorgt.  Arthur Stollberger
Auch für stimmungsvolle Musik war gesorgt. Arthur Stollberger
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Fröhlichkeit und viel Humor waren beim traditionellen Faschingsnachmittag der Senioren Union (SEN) der CSU angesagt, der heuer zum dritten Mal im Gasthof "Stern" in Obererthal stattfand. Es zeigte sich in diesem Jahr erneut, dass Frohsinn und Lachen auch bei betagten Menschen ein Lebenselixier darstellt.

In seiner Begrüßung wünschte SEN-Kreisvorsitzender Siegfried (Siggi) Erhard allen Gästen gute Laune und übergab Ottmar Lutz (Oerlenbach) die Moderation der Veranstaltung. Als ebenso routinierter Sitzungspräsident wie sein langjähriger Vorgänger Gerhard Adam gingen ihm lustige Sprüche, Witze und zahllose Anekdoten flott über die Lippen und erheiterten die Gemüter im Saal. Mit etwa 100 Seniorinnen und Senioren war er voll besetzt.

Zum Frohsinn trugen die "Faschingsmusikanten" Edi Seller, Walter ("Pizzi") Gutmann und Robert Bauch einen gehörigen Teil bei. Sie animierten das Publikum zum Mitsingen und Schunkeln.

Viel Beifall gab es bei einer Reihe von Büttenreden, die aktuelle politische Krisen und Fehlleistungen aufs Korn nahmen.

Mit dem Leben im Altersheim als mögliche Zukunft können sich die meisten Senioren noch nicht so recht anfreunden. Otmar Lutz erzählte von Bewohnern, die "im Jahr dreimal ihren Geburtstag feiern", was allgemeines Gelächter auslöste.

Auch Sepp Waldner (Oberthulba) konnte als ehemaliger Gastwirt, jetzt im Rollator, über den Alltag in einer Seniorenresidenz erzählen. Der Kaffee sei dort so leicht, weil man bemüht sei, das Herz zu schonen. Das Essen werde in der Regel als Brei serviert, den die Bewohner auch ohne ihr Gebiss zu sich nehmen können.

Ein Höhepunkt war wieder der Auftritt von Vorstandsmitglied Kurt Heim. Seine Fähigkeit, einen nüchternen Tatsachenbericht in Reim- oder Liedformen zu verwandeln und mit Humor zu würzen, wird stets hoch geschätzt.

Annemarie Binder befasste sich bei ihrem Vortrag mit dem Phänomen der Vergesslichkeit, gegen die der duftende Knoblauch als wirksames Arzneimittel eingesetzt werden könne.

Als Moderator sagte daraufhin Ottmar Lutz: "Wir sollten nicht so oft über Krankheiten reden". Mit der Rente, die man erworben habe, solle man nicht übertrieben sparsam umgehen. "Gönnt euch etwas Schönes im Leben" war seine Empfehlung. Man solle Fahrten und Reisen machen und die Gemütlichkeit genießen, riet Lutz. Der Geist brauche Bewegung und nicht Ruhe. "Wohlauf, die Luft geht frisch und rein. Wer lange sitzt muss rosten", wurde im Anschluss gesungen.

Ottmar Pfister (Langendorf) hatte die Lacher auf seiner Seite, als er eine Reihe von Anekdoten aus der Saaletalbahn zum besten gab. Da gab es bei der Fahrt von Hammelburg nach Bad Kissingen knifflige "mathematische Nüsse" zu knacken.

Letzter im Bunde war Mathias Dorn, der als Chef der Mülldeponie Wirmsthal den Senioren erklärte, was er so alles zu tun hat.

Großer Dank wurde auch Helmut Kolb und Ewald Schlereth zuteil, die für den reibungslosen technischen Ablauf sorgten.

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