"Im Herbst des letzten Jahres hat die SBW (eine Bauträger- und VerwaltungsGmbH) bei einer Sicherheitsprüfung festgestellt, dass unsere Spielgeräte große Mängel aufweisen", erklärt die Vorsitzende des Kindergartenvereins, Anita Hein. "So entsprach die Aufprallfläche im Fallschutz an der Rutsche nicht mehr dem aktuellen Sicherheitsstandard", d. h., der Sandkasten am Ende der Rutsche passt von der Tiefe her nicht mehr. Die Rutsche ist nun eingelagert.
Das große Holzfort, lange Jahre das Prunkstück der Spielgeräte, musste auch geschlossen werden: Die Hängebrücke wies Mängel auf, das herabhängende lose Seil, an dem die Kinder heraufkletterten, war nicht am Boden befestigt, das Holz war stellenweise morsch. So beschlossen Elternbeirat und Vorstand die Schließung und den Abbau des Forts.
Schlecht ist auch, dass die Außenanlage geteilt ist und auf zwei Seiten des Kindergartens liegt.
Hier Aufsicht zu leisten, ist fast unmöglich. Deshalb musste schon bisweilen auf der einen Seite das Klettergerüst gesperrt werden, wenn Kinder auf der anderen Seite im Sand spielten.
Momentan haben die Kinder aber nur die Sandkästen, Kinderfahrzeuge und eine große, halb überwachsene Kanalröhre zum Spielen. Und das ist recht dürftig für eine Kindertagesstätte, in der etwa täglich 70 Kinder betreut werden, findet Anita Hein. Sie fände es auch schön, "wenn wir noch die Wiese unterhalb der Außenanlage hätten".
Das Erzieherinnenteam hat sich schon Gedanken gemacht, welche Geräte auf die Anlage passen würden und für die motorischen Bewegungsabläufe der Kinder wichtig seien. Erzieherin Annette Keß kann sich einen "Fühlgang mit Weidenhäuschen und Naturmaterialien" gut vorstellen, der am schmalen Gang am Zaun Platz fände. "Aber am wichtigsten ist zunächst ein Kletterturm oder ein Piratenschiff, je nach Finanzlage. Da könnten wir auch unsere Rutsche wieder einbauen." Einen Basketballkorb für die Schulkinder kann sich die Erzieherin noch gut vorstellen, dazu vielleicht auch kleine Bolztore, ein Sonnensegel und Abdeckplanen für die Sandkästen.
Der einzige Lichtblick sei eine Wasserspielanlage, die Steinmetz Thomas Kessler gerade in Arbeit hat. "Er legt in einem Naturstein verschiedene kleine Becken an mit Staustufen, die die Kinder verändern können", erklärt Erzieherin Keß . Aber alle Wünsche müssen erst noch mit dem Sicherheitsprüfer abgesprochen werden.
"Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende, um unsere Anlage für die Kinder wieder abwechslungsreicher, als sie jetzt ist, gestalten zu können", so die Vorsitzende Anita Hein. "Gerne stellen wir auch Spendenquittungen aus."
Das Konto mit der Nummer 42 20 102 befindet sich bei der VR Bad Kissingen, Bankleitzahl: 790 650 28.