Bad Kissingen

Jürgen Markard holte sich die Königswürde in Bad Kissingen

Das Königsschießen bei den königlich-privilegierten Freihandschützen wird sehr traditionell gehalten. Als Ziel fungiert ein Holzadler.
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Der Schützenkönig der königlich-privilegierten Freihandschützen steht fest. Unser Bild zeigt (von links) Günter Fröhlich (2. Ritter), Jürgen Markard (Schützenkönig) und Thomas Geiberger (1. Ritter). Foto: Madline Haupt
Der Schützenkönig der königlich-privilegierten Freihandschützen steht fest. Unser Bild zeigt (von links) Günter Fröhlich (2. Ritter), Jürgen Markard (Schützenkönig) und Thomas Geiberger (1. Ritter). Foto: Madline Haupt
Im Mittelpunkt der Veranstaltungen bei den königlich-privilegierten Freihandschützen 1458 Bad Kissingen steht das Königsschießen. Waren mit dem Erwerb der Königswürde in früherer Zeit verschiedene Privilegien verbunden wie etwa die Befreiung von der Steuerpflicht, so hat ein Schützenkönig in der heutigen Zeit keinerlei Privilegien mehr. Er lädt zusammen mit seinen beiden Rittern alle Teilnehmer am Königsschießen zu "Speis und Trank" ein und bereichert die Königskette durch das Hinzufügen einer weiteren Silbermedaille.

Das ganze Jahr hindurch repräsentiert er seinen Verein bei Veranstaltungen und Festumzügen. Es gilt als Höhepunkt im Leben eines jeden Schützen, wenigstens einmal ein ganzes Jahr im Mittelpunkt zu stehen und die Ehre zu haben, Schützenkönig zu sein.

Aus Traditionsbewusstsein wird bei den Kissinger Schützen das Königsschießen auf einen Holzadler ausgetragen. Der in mühsamer Arbeit aus 25 Einzelteilen gefertigt und mit Holzdübeln verbundene "Adler" wird nach einem genau vorgegebenen Ablauf "zerlegt". Jeder Teilnehmer gibt reihum mit dem Kleinkalibergewehr einen Schuss auf das jeweils freigegebene Adlerteil ab. Für größere Trophäen werden Anstecknadeln für die Schützentracht ausgegeben.


Zuerst werden alle "Federn", dann die "Flügel", "Schwanz", "Krone", "Kopf", "Apfel", "Zepter" und "Füße" zum Abschuss freigegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der "Rumpf" mit einer Schutzplatte abgedeckt, die nun abgenommen wird. Der Schütze, welcher das letzte Holzteil abschießt, ist Schützenkönig, die Schützen der beiden letzten Trophäen sind seine beiden Ritter.

Kurz bevor das letzte Holzteil fällt, steigt die Spannung dramatisch an. Liegt doch die Reihenfolge der Schützen durch Eintragung in die Teilnehmerliste fest. Nach jedem Schuss zittern alle Teilnehmer in der Erwartung, ob der Schützenkönig schon feststeht, oder sie noch einmal an die Reihe kommen. Sehr oft wackelt das letzte Holzteil schon lange bevor es herunterfällt - so auch diesmal.

Mit einem präzisen Schuss holte sich Jürgen Markard die Königswürde, ihm zur Seite stehen sein
1. Ritter Thomas Geiberger und sein 2. Ritter Günter Fröhlich.

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