Bad Kissingen
Jagdgenossen

Jagdgenossenschaft Hausen/Kleinbrach/Winkels zeichnet Helmut Fischer aus

Seit 50 Jahren engagiert sich Dr. vet. Helmut Fischer bei den Jagdgenossen. Dafür wurde er jetzt ausgezeichnet.
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Seit 50 Jahren gehört Helmut Fischer (links) der Jagdgenossenschaft Hausen/Kleinbrach/Winkels an. Jagdvorsteher Wolfgang Lutz (rechts) überreichte statt einer Urkunde an den Revierinhaber Fischer 15 Hinweistafeln "Ruhezone für Wildtiere". Peter Rauch
Seit 50 Jahren gehört Helmut Fischer (links) der Jagdgenossenschaft Hausen/Kleinbrach/Winkels an. Jagdvorsteher Wolfgang Lutz (rechts) überreichte statt einer Urkunde an den Revierinhaber Fischer 15 Hinweistafeln "Ruhezone für Wildtiere". Peter Rauch
Noch als "Lausbub", als ganz junger Treiber, trat er damals der Jagdgenossenschaft Hausen/Kleinbrach/Winkels bei. Sein Vater war damals schon Jagdpächter des rund 580 Hektar großen Reviers, und der junge Helmut trat in die Fußstapfen seines Vaters, wurde Tiermediziner, Jäger und Jagdpächter eben dieses Reviers. Die Jagdgenossen, an ihrer Spitze Jagdvorsteher Wolfgang Lutz (Hausen) ehrten nun "ihren" Dr. vet. Helmut Fischer, der schon seit langem mit am Vorstandstisch der Jagdgenossen sitzt, für sein 50-jähriges Engagement.

"50 Jahre mit den anderen Jagdgenossen zu kommunizieren, da gibt es viele Tiefs und mindestens ebenso viele Hochs", erläuterte Wolfgang Lutz und deutete an, dass die gesellschaftliche Akzeptanz der Jäger zur Zeit wieder wachse. 400 000 Jäger, davon rund 20 Prozent Frauen, seien derzeit in der Bundesrepublik registriert, berichtete Lutz und stellte fest, dass "wir Jäger und Bauern schon Naturschützer waren, als man mit den 'Grünen' damals noch eine andere Berufsgruppe bezeichnete.

Mit Dr. Helmut Fischer könne man von Seiten der Jagdgenossenschaft auf 50 Jahre erfolgreiche und angenehme Arbeit zurückblicken. Viel habe sich in den vergangene 50 Jahren verändert, bestätigte der Geehrte, und sprach dabei als herausragendes Merkmal die in den siebziger und achtziger Jahren abgeschlossene Flurbereinigung an. Aber auch die Artenvielfalt sei vor Jahrzehnten noch intakt gewesen.

So sei heute fast nur noch die Jagd auf Sauen angesagt, "Stichwort Afrikanische Schweinepest und Wildschadensbekämpfung". Gerade die beiden Landkreise Bad Kissingen und Main-Spessart hätten wegen der zahlreichen Eichenwälder mit die höchste Wildschweinpopulation in ganz Bayern, andererseits seien zahlreiche Vogelarten, unter ihnen die Wiesenbrüterarten Rebhuhn, Wachtel, Schnepfe und Wiedehopf fast ausgestorben. Neue Neozone, also neue eingewanderte Tierarten wie Waschbären und Nilgänse würden heute in Feld und Flur angetroffen und, immer mehr der Mensch mache den Jägern Probleme: Lärmende Wandergruppen durchstreiften ebenso wie Geocoatcher die bislang abgeschiedensten Waldgebiete, die auch schon die Mountainbiker für sich entdeckt hätten, so Helmut Fischer. Neuester Trend sei es nun, nachts den Wald mit dem Fahrrad zu erkunden - mit Stirnlampe und ohne Rücksicht auf die noch vorhandene Tierwelt. Die Jagdgenossen schenkten ihrem Vereinsjubilar daher 15 Hinweistafeln, die andere Waldbesucher auf Ruhezonen für Wildtiere hinweisen sollen.
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