Die Kommune tritt für den neuen Jugendzeltplatz des Landkreises als eine Art Vermittler auf, Bauherr ist der Landkreis selbst. Die aktuelle Kostenschätzung für den Zeltplatz mit einem zentralen Gebäude beträgt 406 000 Euro. Für die Erschließung mit Wasser und Kanal sind 57 000 Euro eingeplant. Die Hälfte dieser Erschließungskosten wird die Gemeinde tragen. Hierüber gibt es einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderats.

Gegen Erstaufforstung


Keine Zustimmung gab es hingegen zum Antrag auf Erstaufforstung auf Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, unter anderem im Wöllbersbachtal. Das Amt für Landwirtschaft und Forsten hatte dieses Anliegen an die Gemeinde gerichtet. "Wir sprechen immer vom Land der offenen Fernen, aber rund um Wildflecken rückt der Wald immer weiter vor. Das passt einfach nicht zusammen", sagte Gemeinderat Thomas Helfrich (CSU/PWG). Die Kommune müsse alles daran setzen, dass die verbliebenen freien Flächen rings um Wildflecken erhalten bleiben. Bürgermeister Schrenk teilte diese Ansicht: "Wir haben ein ähnliches Vorhaben vor Jahren schon einmal abgelehnt. Ich denke, wir sollten bei einer Ablehnung bleiben."

Protokoll-Streit geht weiter


Streit gab es erneut beim Protokoll der öffentlichen Sitzung vom 24. Januar diesen Jahres. Die Gemeinderäte Jürgen Peterek, Herbert Nowak, Wolfgang Illek, Steffen Hampel und Thomas Helfrich (alle CSU/PWG) lehnten das Protokoll wiederum ab. Wolfgang Illek sagte, dass die Diskussion über die außerordentliche Bürgerversammlung im Dezember erneut nicht ausreichend gewürdigt worden sei. Illek hatte per E-mail einen Formulierungswunsch an die Gemeindeverwaltung gerichtet. Die Mehrheit des Gemeinderats folgte der Ablehnung der fünf Kommunalpoltiker nicht. Damit ist das Protokoll nun im zweiten Anlauf genehmigt.
Illek fragte bei Schrenk nach einer Veröffentlichung des Themas in den "Wildfleckener Nachrichten" an. Der Rathauschef verwies darauf, dass bislang keine Veröffentlichung erfolgt sei, weil das Protokoll der öffentlichen Sitzung noch nicht genehmigt war. Weil nun die Genehmigung erfolgreich war, könne dies nachgeholt werden, sagte Schrenk.
Der kommunalpolitische Streit zu diesem Thema ging nahtlos in die nichtöffentliche Sitzung über. Hintergrund: Bei der außerordentlichen Bürgerversammlung vor knapp einem halben Jahr ging es darum, dass sich Schrenk Vorwürfen konfrontiert sah, er habe die Gemeinde öffentlich in ein schlechtes Licht gerückt. Seit Dezember richten CSU-Gemeinderäte in öffentlichen Sitzungen regelmäßig Anfragen an Schrenk zu diesem Thema und fordern zu Stellungnahmen auf.