Eltingshausen

Ist der Turm noch intakt?

Die Gemeinde Oerlenbach will die Balken im Turm der Kirche in Eltingshausen kontrollieren lassen.
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Sind die Verstrebungen im Kirchturm noch stabil? Kirchenpfleger Helmut Körner schaut genau hin. Fotos: bcs
Sind die Verstrebungen im Kirchturm noch stabil? Kirchenpfleger Helmut Körner schaut genau hin. Fotos: bcs
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Sind die Verzapfungen im Turm der St. Martin Kirche in Eltingshausen noch in Schuss? Die Kirchenverwaltung will das prüfen lassen. Die Gemeinde, die die Rechnung dafür bezahlen wird, will jetzt Fachleute einen Blick auf das historische Gebälk werfen lassen.

Am Kamin des Pfarrheims lässt der Wind die Schiefer-Schindeln klappern. Gegenüber am Kirchturm bröckelt neben der Uhr der helle Putz zwischen den Fachwerkbalken. Tauben haben es sich gemütlich gemacht. "1666" war mal über dem Torbogen eingemeiselt, der Zugang zur ehemaligen Sakristei. Helmut Körner streicht vorsichtig über das, was von der Verzierung übrig ist. "Diese Kulturschätze sollte man bewahren", lautet sein Appell. Er ist Kirchenpfleger und beobachtet eher das Gegenteil: "Man findet sich mit dem Verfall ab." Jammern wolle er aber nicht, meint er. Das betont er immer wieder. Auch weil er bald vielleicht eine Sorge weniger hat: Das Gebälk im Kirchturm soll kontrolliert werden.

Mit seiner Taschenlampe leuchtet Helmut Körner über seinen Kopf. Ein Labyrinth aus Holzbalken. "Eine Verzapfung hat sich gelöst", sagt er und knipst die Lampe wieder aus. Er ist besorgt, formuliert aber gleichzeitig eine Entwarnung: "Einsturzgefährdet ist der Turm nicht." Aber man müsse sich eben darum kümmern - bevor der Schaden sich verschlimmert, meint er. Die Herausforderung: "Das ganze Gebäude steht unter Denkmalschutz."

Antrag hier, Anruf dort, Briefe, Formulare, Anfragen und Nachfragen bei der Diözese und den Ämtern: "Die Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen", sagt Paul Bambach, der sich in der Kirchenverwaltung mit allerhand Papierkram herumschlägt. "Wir sind heilfroh, dass es jetzt genehmigt wurde", sagt der Ehrenamtliche und schiebt hinterher: "Man braucht einen langen Atem." Trotzdem: Ihre Zuversicht und ihr Lachen haben die beiden nicht verloren.

Blumen, Sänger, Orgel: "Viele geben sich hier Mühe, dass dieses Gotteshaus ein schönes Gotteshaus bleibt", sagt Helmut Körner. Der Kirchenpfleger will die Kirche, die er in einem gutem Zustand "übernommen" hat, auch in einem solchen wieder weitergeben: "Ich fühle mich wie ein Staffelläufer." Für 3500 Euro will die Gemeinde jetzt einen Schreiner beauftragen. Der soll zunächst einmal dafür sorgen, dass ein Statiker, der das Gebäude begutachten soll, überhaupt überall hingelangt.

Bauen Die Ratsmitglieder haben über einige Bauprojekte in der Gemeinde diskutiert. Allesamt sind einstimmig durch des Gremium gegangen.

Schule Für das Dach der Oerlenbacher Schule wird wohl eine Nacharbeit fällig. Bei Regen dauert es nicht lange, bis im Bereich über der Aula Wasser durchdringt - es tropft nach ein paar Tagen. Ein Architekt soll sich ein Bild von der Situation machen und Empfehlungen für das weitere Vorgehen formulieren.

Wasser Feucht wurde es bisher auch vor dem Oerlenbacher Musikheim, wenn es geregnet hatte. Dann stand das Wasser dort auf der Straße. Jetzt wurde für etwa 9000 Euro für die Entwässerung gesorgt. Der Hof, der bisher geschottert war, wurde asphaltiert.

Licht Für 8600 Euro werden Leuchtmittel in Ebenhausen ausgetauscht. Zum Einsatz kommen demnächst LED-Leuchten für die 94 sogenannten "gestalterischen Leuchten" - hauptsächlich entlang der Hauptstraße im Altort. Nach zwei Jahren soll sich die Investition durch die Energieeinsparung rechnen.

Allianz Die Gemeinde Oerlenbach schließt sich für weitere drei Jahre der "Öko-Modellregion Oberes Werntal" an. Das erklärte Ziel der Allianz: "die regionalen Wertschöpfungsketten für Bioprodukte ausbauen und damit den ländlichen Raum stärken".

Union Nachdem die Südlink-Trasse entlang der A71 geplant wird, hat sich die Gemeinde jetzt dem Bündnis "Hamelner Erklärung" angeschlossen.

Neubau In den Bebauungsplan "Thüringer Straße II" werden jetzt die Änderungen eingearbeitet, die sich aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung ergeben haben. Im neuen Jahr soll der überarbeitete Plan wieder in der Gemeinde ausliegen. bcs

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