Hammelburg
Stadtleben

Immer mehr Kunden beim Wochenmarkt

Der Wochenmarkt in Hammelburg erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Kunden schätzen neben dem reichhaltigen Angebot vor allem auch das Drumherum.
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Der frische Spargel von Matthias Knaup aus Röthlein fand beim Grünen Markt zahlreiche Abnehmer. Fotos: Markus Reeh
Der frische Spargel von Matthias Knaup aus Röthlein fand beim Grünen Markt zahlreiche Abnehmer. Fotos: Markus Reeh
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Conny Albert schlägt in die Saiten seiner Gitarre und singt Mundart-Lieder. Hammelburger sitzen bei einem Kaffee zusammen und plaudern. Der Marktplatz füllt sich mit Leben. Bruno Kippes hat sich Honig und Radieschen gekauft - und Bekannte getroffen. "Der Markt ist eine feine Sache. Hier kriegt man nicht nur frische Lebensmittel, man kann sich auch einfach mal unterhalten", sagt Kippes.
Das schätzt er auch am Bauernmarkt in der Markthalle, zu dessen Stammkunden er ebenso zählt, aber der findet halt nur einmal im Monat statt.

Schrittweise erweitern

"Der Grüne Markt hat sich in den vergangenen Wochen sehr gut entwickelt. Die Kunden kommen zum Teil schon morgens um 8.30 Uhr", erzählt Uwe Lorey von der Deutschen Marktgilde, die den Markt organisiert. Selbst von schlechtem Wetter ließen sich viele nicht abhalten, freut sich Lorey.

Das Angebot des Marktes, das derzeit aus acht Ständen und Wagen besteht, soll schrittweise erweitert werden. "Als nächste möchten wir Händler für Fisch, Käse und Feinkost gewinnen", sagt Lorey. Wann diese in Hammelburg ihre Waren feil bieten, könne er aber noch nicht sagen. Es sei nicht ganz einfach, Händler für den Samstag zu engagieren, weil das in vielen Städten der beliebteste Tag für Märkte sei. Uwe Lorey leitet die Niederlassung Bad Orb der Deutschen Marktgilde und ist für rund 30 Märkte zuständig. Daher kommt er nur sporadisch in die Saalestadt.

Die Geschäfte vor Ort erledigt sein Marktmeister Klaus Back. "Er hat mir erzählt, dass mittlerweile auch die Läden rund um den Marktplatz profitieren, weil mehr Leute in die Stadt kommen", so Lorey. Und diese Kunden stammten nicht nur aus Hammelburg und Umgebung, sondern auch aus benachbarten Kreisen, wie an den Nummernschildern der Autos zu sehen sei.

Besondere Aktionen bieten

"Alle drei Monate wollen wir den Kunden besondere Aktionen bieten, um den Markt noch bekannter zu machen", erklärt Uwe Lorey. Am 11. Mai war es der Auftritt von Conny Albert, verbunden mit einem Frühstück zu einem günstigen Preis. Über recht gute Umsätze freut sich an diesem Samstag auch Matthias Knaup aus Röthlein. Sein Spargel und seine Kartoffeln finden zahlreiche Abnehmer. Er ist mit seinem Stand seit Mitte April dabei und hat auch schon einige Stammkunden gewonnen.

"Unsere Waren stammen alle aus eigenem Anbau, und das liegt den Menschen auch am Herzen", weiß der junge Mann aus diversen Gesprächen. Der Direktvermarkter aus dem Landkreis Schweinfurt bietet saisonabhängig unter anderem auch Erdbeeren, Zwetschgen und Gurken an.

"Platz reicht für 15 Händler"

Alfred Jeurink, Vorsitzender des Vereins Tourismus Fränkisches Saaletal Hammelburg (TFSH), der den Wochenmarkt initiiert hat, zeigt sich sehr zufrieden mit der bisherigen Entwicklung. Trotz teilweise schlechten Wetters sei "immer was gelaufen". Er setze darauf, dass sich weiter rumspreche, dass in Hammelburg am Samstag was los sei.

"Wir sind aber noch lange nicht am Ende", weiß Jeurink. Das Angebot des Marktes müsse erweitert werden. "Der Platz reicht bestimmt für 15 Händler", schätzte der TFSH-Vorsitzende. Ein Jahr werde es wohl dauern, bis der Markt sich endgültig etabliert habe. "Wir müssen Geduld haben", unterstreicht Jeurink.

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